Verstoß gegen Corona-Verordnung

Corona-Einsatz vor Bar in Freiburg eskaliert: Menschenmenge umkreist Polizeiauto

Ein Polizeiauto fährt durch die Innenstadt von Freiburg
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Besucher einer Kneipe in Freiburg halten sich nicht an die Verordnungen (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Durch das Coronavirus in Baden-Württemberg gelten noch immer Beschränkungen und Verbote. Besucher einer Kneipe in Freiburg hielten sich nicht an die Regeln und legten sich mit der Polizei an.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu weitreichenden Einschränkungen und Verboten. Auch nach den Lockerungen gelten noch bestimmte Verordnungen - vor allem in Bezug auf das Verhalten in der Öffentlichkeit.
  • Teile der Bevölkerung verweigern die geltende Maskenpflicht und treffen sich regelmäßig in großer Zahl zu Demonstrationen - auch in der Landeshauptstadt Stuttgart.
  • Auch die Besucher einer Kneipe in Freiburg nahmen die Verordnungen nicht ernst. Schaulustige behinderten den Einsatz der Polizei Freiburg.

Freiburg - Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Landesregierung lockerte die Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz inzwischen. Die seit dem 27. April in Baden-Württemberg geltende Maskenpflicht beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln gilt jedoch noch immer.

Am zweiten Juni öffneten Kneipen und Bars nach der Pause durch das Coronavirus in Baden-Württemberg wieder die Türen für die Besucher. Kneipengänger müssen sich jedoch an den geltenden Mindestabstand von 1,5 Metern halten. In dem beengten Raum einer Kneipe ist das nicht so leicht - erst recht nicht unter Alkoholeinfluss. Wie ein Fall vor einer Kneipe in Freiburg zeigt, kann die Sitation in Zeiten des Coronavirus schnell eskalieren.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ruhestörung vor den Türen einer Kneipe in Freiburg

Am Mittwoch verstießen mehrere Besucher einer Kneipe in Freiburg gegen die geltende Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Wie die Polizei Freiburg mitteilte, wurde gegen 2 Uhr eine Ruhestörung gemeldet. Die Störung geschah vor einer Kneipe in der Güterhallenstraße in Freiburg. Am Einsatzort angekommen, trafen die Beamten eine Gruppe von 15 bis 20 Personen an, die sich lautstark auf der Straße vor der Kneipe unterhielten. Die Polizei ermahnte die Störer. Teile der Gruppe entfernten sich in Richtung der Innenstadt von Freiburg. Die Polizei kontrollierte anschließend auch den Innenraum der Kneipe.

Besucher einer Kneipe in Freiburg haben gegen Corona-Verordnungen verstoßen

Im Innenbereich der Kneipe stellte die Polizei Freiburg 40 bis 50 Personen fest, die sich nicht an den Mindestabstand zum Schutz vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg hielten. Nach Angaben der Polizei zogen ein paar der Besucher beim Eintreten der Beamten eine Schutzmaske gegen das Virus auf. Mehrere Gäste verließen die Kneipe nach Eintreffen der Polizei. Zwei Gäste behinderten die Beamten bei der Kontrolle.

Auch nach mehrmaligen Aufforderungen der Beamten zeigten die zwei Gäste der Kneipe keine Einsicht. Sie hielten den Mindestabstand zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg weiterhin nicht ein und verweigerten das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Auch als die Polizei die Personalien aufnehmen wollte, widersetzten sich die Störer. Sie verweigerten die Angabe ihrer Personalien auch nach mehreren Aufforderungen. Die Beamten brachten die beiden uneinsichtigen Gäste auf das Polizeirevier Freiburg Süd. Dort prüften sie ihre Idenität und setzten die Männer wieder auf freien Fuß.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Nach Polizeikontrolle behindern Schaulustige den Einsatz

Weil es sich um einen Verstoß gegen die Coronavirus-Verordnung in Baden-Württemberg handelte, nahm die Polizei Freiburg die Personalien des Wirtes auf. Die Beamten forderten die restlichen Besucher auf, die Räumlichkeiten der Kneipe in Freiburg zu verlassen.

Während des Einsatzes versammelten sich nach Polizeiangaben ungefähr 50 Personen vor der Kneipe. Sie hinderten den Streifenwagen daran, wegzufahren. Erst nachdem die Beamten in Freiburg Unterstützung von weiteren Streifen erhielten, entfernten sich die Störer. Von einem Balkon aus bewarf jemand die abrückenden Polizeikräfte gar mit einer Glasflasche. Die Flasche verfehlte einen Streifenwagen nur knapp, teilte die Polizei Freiburg am Donnerstag mit. Die Polizei ermittelt nun gegen die Personen in der Wohnung, von deren Balkon die Flasche geworfen wurde.

Nachdem Restaurants und Cafés im Mai wiedereröffneten, beschloss Baden-Württemberg für Anfang Juni die bisher überraschendsten Corona-Lockerungen. Größere private Feiern sind seit dem 1. Juni wieder erlaubt. Einen Tag später öffneten auch Kneipen und Bars ihre Türen für die Gäste. Diese Lockerung der Landesregierung kam für viele wegen der hohen Infektionsgefahr unerwartet.

Immer wieder ist die Polizei mit solchem Widerstand wie in Freiburg konfrontiert. In Mannheim hat unlängst sogar ein Mann versucht, mit seinem Mercedes-Benz einen Feuerwehrmann und einen Polizisten zu überfahren. Der Fahrer wurde bei der Flucht angeschossen und suchte später selbst ein Krankenhaus auf.

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