Lebensrettende Erfindung

Start-up aus Reutlingen entwickelt besonderen Schutz gegen das Coronavirus für das Klinikum Stuttgart

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Ärztin Meike Krempel und die Krankenpflegerin Jacqueline Maqué vom Klinikum Stuttgart tragen die neuen Gesichts-Schutzschilde.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Ärztin Meike Krempel (v. r.) und Krankenpflegerin Jacqueline Maqué vom Klinikum Stuttgart mit den neuen Gesichts-Schutzschilden.
  • Marleen van de Camp
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Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg hat ein Start-up aus Reutlingen für das Klinikum Stuttgart einen besonderen Schutz entwickelt. Die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 ist für Ärzte und Pfleger besonders hoch.

  • Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg entwickelte ein schwäbisches Start-up Gesichts-Schutzschilde für das Klinikum Stuttgart
  • Die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 über Tröpfchen aus dem Atem von Patienten ist für Ärzte und Pfleger besonders hoch
  • In Spanien waren 15 Prozent der Infizierten Beschäftigte im Gesundheitswesen

Stuttgart - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg hat das schwäbische Start-up Hellstern Medical für das Klinikum Stuttgart Gesichts-Schutzschilde entwickelt. Die Gefahr einer Ansteckung mit der Lungenkrankheit Covid-19 ist für Ärzte und Pfleger besonders hoch. Im Risikogebiet Italien waren fast zehn Prozent der Corona-Infizierten Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Spanien waren es sogar fast 15 Prozent.

Der Grund: Das Coronavirus verbreitet sich laut Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hauptsächlich über Tröpfchen. Medizinisches Personal ist diesen durch Kontakt zu Patienten häufig ausgesetzt. Besonders bei Operationen mit Intubation kommen Ärzte und Pflegekräfte Sekreten und Aerosolen in Kontakt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ärzte am Klinikum Stuttgart bei Notfällen nun mehrfach geschützt

Das Gesichts-Schutzschild nennt der Hersteller Hellstern Medical aus Wannweil im Kreis Reutlingen auch Vollgesichtsmaske. Es besteht aus einem gepolsterten Stirnband, an dem ein PET-Schutzvisier befestigt ist. Ein Abstandshalter sorgt dafür, dass unter dem Visier zusätzlich eine FFP2- oder FFP3-Schutzmaske und eine Schutzbrille getragen werden können. Ärzte und Pfleger werden dadurch bei Notfällen zusätzlich vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg geschützt.

„Ärzte haben uns gesagt, dass es derzeit nichts zu kaufen gibt, um sich in der jetzigen Situation zu schützen. Wir haben es als unseren Auftrag angesehen, etwas zum Schutz des medizinischen Personals zu entwickeln“, so Sabrina Hellstern, Gründerin und Geschäftsführerin des Start-ups Hellstern Medical mit Sitz bei Reutlingen in Baden-Württemberg, in einer Pressemitteilung.

Innerhalb von nur einer Woche entwickelte das Startup den Gesichts-Schutzschild, um die Mitarbeiter des Klinikums Stuttgart vor dem Coronavirus zu schützen. Mehrere hundert Schutzschilde pro Tag können produziert werden. Auch die Stadt Stuttgart hat Interesse an den Schutzschilden für Pflegeheime und andere Bereiche signalisiert.

Ziel ist es, nicht nur Pflegepersonal sondern auch Risikogruppen besser vor dem Covid-19 zu schützen. In schweren Fällen können das Coronavirus und seine Symptome laut Gesundheitsamt Baden-Württemberg lebensbedrohlich sein. Bei Verdacht auf Infizierung mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg nicht sofort zum Arzt gehen: Sie sollten sich telefonisch mit ihrem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Viele Städte haben auch eine Corona-Hotline eingerichtet.

Schutz gegen Coronavirus in Baden-Württemberg: Begeisterung am Klinikum Stuttgart, Lob von Fritz Kuhn

„Hier wirken schwäbische Tüftelei und Unternehmergeist zusammen, damit das medizinische und pflegerische Personal bei Notfalleinsätzen besser gegen Covid-19 geschützt wird. Es ist eine tolle Leistung, wie hier innerhalb kurzer Zeit ein wichtiger Beitrag zum Schutz entwickelt wurde“, sagt Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart über die die Hellstein Medical. „Unsere Intensivmediziner und Pflegeexperten sind begeistert.“ Auch Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart, lobte das Start-up für seine Innovation.

Vor Coronavirus in Baden-Württemberg: Hellstern gewinnt Gründerpreis 2019 für ihren Businessplan

Schon vor Ausbruch des Coronavirus in Baden-Württemberg hatte das Startup Hellstern Medical Aufsehen erregt. Im Jahr 2019 belegte die Gründerin Sabrina Hellstern mit ihrem Businessplan für die Hellstern Medical den zweiten Platz beim Gründerpreis Baden-Württemberg der Sparkassen-Finanzgruppe. Ihre Produktidee war ein ergonomisches Operationssystem, durch das Chirurgen bei langen Operationen entspannt bleiben sollen.

Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg und Sparkassenpräsident Peter Schneider verliehen die Trophäen. Neben dem Preisgeld von insgesamt 25.500 Euro erhielten alle Preisträger eine professionell produzierte Videopräsentation sowie ein Gründer-Coaching an der Sparkassenakademie in Stuttgart. Ein Start-up aus Stuttgart wird in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen auch etwas vorstellen, das in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg hilfreich ist: ein seifenfreies Waschstück namens Duschbrocken. In Zusammenarbeit mit der Uniklinik Ulm und dem DRK hat Daimler ein einzigartiges Fahrzeug für die Coronakrise gebaut. An der Uniklinik Heidelberg helfen Hunderte freiwillige Studenten mit einer klugen Idee, den Klinik-Kollaps zu verhindern.

Reutlingen ist laut dem zuständigen Polizeipräsidium die sicherste Stadt in Baden-Württemberg. Das geht aus der Kriminalstatistik für das Jahr 2019 hervor, die am Donnerstag von der Polizei vorgelegt wurde. Insgesamt ist die Kriminalitätsrate in Baden-Württemberg auf einem historischen Tiefpunkt.

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