Schutz vor Covid-19

Diese Städte in Baden-Württemberg erheben wegen des Coronavirus keine Parkgebühren mehr

Anzeigetafeln in Waiblingen weisen darauf hin, dass Parken wegen des Coronavirus ab sofort kostenlos ist
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Zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg verzichten Städte wie Waiblingen auf Parkgebühren
  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
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Um die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen, verlangen einige Städte keine Parkgebühren mehr. Hier ist Parken ab sofort kostenlos.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich weiterhin und die Zahl der Infizierten nimmt zu.
  • Um die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 zu minimieren, verzichten nun einige Städte auf Parkgebühren für öffentliche Parkplätze.
  • Wegen der Corona-Krise sollen Bürger besser mit dem Auto fahren, anstatt Busse und Bahnen zu nutzen.

Waiblingen - Um die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg weiter einzudämmen, müssen Autofahrer in einigen Städten ab sofort keine Parkgebühren mehr bezahlen. Die kostenfreien Parkmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass weniger Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und sich nicht der Ansteckungsgefahr durch Covid-19 aussetzen, die in Bussen und Bahnen als besonders hoch eingeschätzt wird.

Bislang beteiligen sich allerdings nur kleinere Städte in Baden-Württemberg an dieser Eindämmungsmaßnahme gegen das Coronavirus. So müssen in Waiblingen im Rems-Murr-Kreis schon seit dem 23. März keine Parkgebühren mehr bezahlt werden. dpa zufolge sagte eine Sprecherin der Stadt, dass bis zum 19. April alle Parkplätze in Tiefgaragen kostenlos zur Verfügung stünden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diese Städte verzichten auf Parkgebühren

Weitere Städte in Baden-Württemberg, die im Kampf gegen das Coronavirus auf Parkgebühren verzichten, sind Friedrichshafen und Konstanz. In Friedrichshafen ist zum Schutz vor Covid-19 gebührenfreies Parken auf sämtlichen öffentlichen Parkplätzen sowie im Parkhaus am Graf-Zeppelin-Haus möglich. Zudem soll es keine Beschränkung der Parkzeiten mehr geben. Konstanz verzichtet in der Innenstadt auf dem Parkplatz „Auf dem Döbele“ auf die Parkgebühren. Die Stadt Ulm hat die Tagespreise in Parkhäusern gesenkt: Maximal 5,40 Euro müssen für das Parken noch bezahlt werden. Es ist eine von zahlreichen Maßnahmen, die Baden-Württemberg in Zeiten des Coronavirus zum Infektionsschutz einleitet.

Eine Umfrage der dpa ergab, dass größere Städte trotz Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg ­­noch nicht auf gebührenfreies Parken setzen wollen - wie etwa Stuttgart und Karlsruhe. Eine Anfrage der CDU an den Gemeinderat in Stuttgart, in der es laut dpa um ein zeitlich begrenztes kostenloses Parkangebot gehen soll, sei bislang noch offen. Eine Sprecherin der Stadt Heidelberg sagte, gebührenfreie Parkplätze zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg seien derzeit nicht geplant. „So lange der öffentliche Personennahverkehr aufrechterhalten wird, sehen wir dazu auch keinen Anlass“, wird die Sprecherin von der dpa zitiert. „Auch die Alternative des Radfahrens besteht weiter.“ Karlsruhe plane ebenfalls keine Parkplätze ohne Parkgebühren.

Auch wenn Parkplätze mancherorts nun kostenlos sind, sind Ausflüge an Ostern trotzdem nicht zu empfehlen. Um die Verbreitung von Covid-19 zu verlangsamen, muss das Kontaktverbot eingehalten werden - auch an den Feiertagen. So ist es in Baden-Württemberg an Ostern zwar erlaubt, trotz Coronavirus die Familie zu besuchen. Es gilt aber nach wie vor die Corona-Verordnung des Landes. Wer sich nicht an die Regelungen hält, muss mit Bußgeldern rechnen. Bei wiederholten Verstößen drohen bis zu 25.000 Euro Strafe.

Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in Baden Würrtemberg: Fahrrad statt Nahverkehr

Einige Städte setzen wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg auf die Möglichkeit, mit dem Fahrrad anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zu fahren. Auf diesem Weg werde der öffentliche Nahverkehr ebenfalls entlastet und die Ausbreitung des Coronavirus könne eingedämmt werden. 

Eine Sonderregelung für gebührenfreies Parken während der Corona-Krise gibt es in Freiburg: Hier können Mitarbeiter des Jugendamts sowie von Kliniken kostenfrei parken. Allerdings müssen sie sich ausweisen können, um die Parkplätze in Anspruch nehmen zu dürfen. Eine Sprecherin der Stadt Freiburg sagte der dpa zufolge, man würde über weitere Berufe beratschlagen, die das Angebot nutzen könnten. Einen Shuttle-Service, der Klinikpersonal zur Arbeit und nach Hause bringt, gibt es bereits. Auch diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass sich das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter ausbreiten kann. Ein Parkhaus bei Stuttgart selbst für kostenloses Parken nicht zu empfehlen. Da Architekten einen Denkfehler begingen, hat es die Ausfahrt des Horrors.

Mit Material der dpa

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