Sprengung der Kühltürme

Coronavirus stellt Atomkraftwerk Philippsburg vor ungewöhnliches Risiko

Luftbild zeigt das Gelände des Atomkraftwerks Philippsburg mit den Kühltürmen
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg wird bei der Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg zum Risiko
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg führt noch immer zu Einschränkungen und Kontaktverbot. Nun könnte das Atomkraftwerk in Philippsburg für Sicherheitsprobleme sorgen.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben noch immer ein.
  • Großveranstaltungen und Menschenansammlungen sind aufgrund der Covid-19-Pandemie nach wie vor verboten
  • Den Energieversorger EnBW stellt das Coronavirus nun bei einer Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg vor Probleme

Karlsruhe/Philippsburg - Die Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg in der Nähe von Karlsruhe sollen im Zeitraum zwischen dem 14. und dem 15. Mai gesprengt werden. Allerdings stellt die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg den Betreiber vor ein ungewöhnliches Problem.

Der Energieversorger EnBW befürchtet, dass die Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg eine große Menschenmenge anziehen könnte - eine solche Versammlung muss zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg unbedingt vermieden werden. Damit sich keine Schaulustigen vor dem Gelände des Atomkraftwerks Philippsburg versammeln, verschweigt EnBW den genauen Tag und die Uhrzeit der Sprengung. Erst kürzlich hatten sich trotz Coronavirus zahlreiche Gaffer vor einem brennenden Wohnhaus in Baden-Württemberg versammelt.

Atomkraftwerk Philippsburg: Coronavirus in Baden-Württemberg wird zum Risiko

Der Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH Jörg Michels sagte der dpa, dass große Menschenansammlungen vor dem Atomkraftwerk Philippsburg wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus in Baden-Württemberg weder erlaubt, noch statthaft seien. „Das tut uns sehr leid, dass die Öffentlichkeit nicht dabei sein kann“, sagte Jörg Michels von EnBW. Gesundheitsschutz gehe aber vor.

Die tatsächliche Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg könne innerhalb des Zeitfensters zu jeder Tages- oder Nachtzeit stattfinden, um Zuschauermengen wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg zu vermeiden. Wie die EnBW in einer Pressemitteilung erklärt, war ursprünglich geplant, interessierten Mitgliedern der umliegenden Gemeinden die Beobachtung der Sprengung auf dem Atomkraftwerk Philippsburg zu ermöglichen. Dazu sei man bereits seit Monaten mit den Gemeinden in Kontakt gewesen.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg musste EnBW den Plan der Sprengung ändern

Die anhaltende Gefahr durch das Coronavirus in Baden-Württemberg, hatte jedoch dazu geführt, dass EnBW den Plan ändern musste. Die EnBW teilte ebenfalls mit, dass das Unternehmen in jeder Hinsicht sicher und verantwortungsvoll vorgehen wolle. Dies umfasst nicht nur die Vorbereitung auf die Sprengung, sondern ebenfalls den Umgang mit der Covid-19-Epidemie. Der Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg gehe vor, ansonsten sei die Sprengung auf im Atomkraftwerk Philippsburg gefahrlos möglich.

Obwohl sich die Kühltürme im Atomkraftwerk Philippsburg in der Nähe der beiden abgeschalteten Kraftwerksblöcke KKP1 sowie KKP2 befinden, sei eine Sprengung gefahrlos möglich, wie der für den Abbruch zuständige Projektleiter Thomas Müller der dpa mitteilte. Eine Druckwelle würde nicht entstehen, da die beiden hohlen Gebäude langsam in sich zusammenfallen würden. Die Regeln, die Baden Württemberg zum Schutz vor dem Coronavirus erlassen hat, werden ebenfalls eingehalten.

Neben Coronavirus gibt es bei Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg weitere Gefahren

Neben dem Coronavirus in Baden-Württemberg gibt es ein weiteres Risiko bei der Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg nahe Karlsruhe: Bei der Explosion wird nach Schätzungen im Umkreis von 1.000 Metern eine Betonstaubwolke entstehen. Mitarbeiter von EnBW werden die Wolke sofort mit Wassersprühnebel binden, erklärt Thomas Müller.

Bereits einen Tag vor dem angegebenen Zeitfenster sollen weite Teile der Gebiete um das Atomkraftwerk Philippsburg gesperrt werden. Dies umfasst unter anderem die gesamte Rheinschanzinsel, auf der die Türme stehen. Diese Vorkehrungen dienen nicht nur zum Schutz vor den Auswirkungen der Sprengung, sondern sollen auch Schaulustige abhalten und eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg verhindern. Die umliegenden Gemeinden könnten weitere Sperrungen veranlassen, wie Thomas Müller der dpa versicherte.

Laut Müller wird der Abbruch der Kühltürme im Atomkraftwerk Philippsburg von erfahrenen Sprengexperten und Sachverständigen des Umweltministeriums begleitet. Auf der freigewordenen Fläche wird ein Gleichstrom-Umspannwerk des Netzbetreibers TransnetBW entstehen, das dazu beitragen soll, die Stromstraße zwischen Nord- und Süddeutschland zu realisieren.

EnBW appeliert wegen Coronavirus an Bürger in Baden-Württemberg: „Bitte kommen sie nicht vor Ort“

Es wird laut EnBW wegen der Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg keine Evakuierungen geben. Die Explosion ist weit genug von den Wohngebieten entfernt. Die Anwohner können also zu Hause bleiben. Eine Evakuierung wäre angesichts der Risiken durch das Coronavirus in Baden-Württemberg nur schwer umzusetzen.

Der Geschäftsführer von EnBW Jörg Michels bittet die Bürger, sich an das Kontaktverbot zu halten, dass wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gilt. Michels sagte deutlich: „Bitte kommen Sie nicht vor Ort“ und verspricht im Gegenzug Foto- und Filmmaterial der Sprengung im Atomkraftwerk Philippsburg zur Verfügung zu stellen. Die Bilder werden auf der Projekthomepage der Sprengung veröffentlicht. Es solle kein Versuch unternommen werden, die vom Staat festgelegten Regeln zu umgehen, sagte Jörg Michels der dpa. „Wir appellieren auch an die Vernunft jedes Einzelnen.“

Eine Überprüfung des Atomkraftwerks Neckarwestheim II südlich von Heilbronn zeigte auffällige Schäden. Mehrere Rohre von Dampferzeugern wiesen Korrosionsschäden auf. Die Rohre wurden versiegelt und außer Betrieb genommen. Insgesamt ergab die Überprüfung jedoch deutlich weniger Beanstandungen als in den Vorjahren. Das letzte noch aktive AKW in Baden-Württemberg soll noch bis Ende 2022 Strom liefern.

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