Kriterien, Antrag, Zuschuss

Coronavirus in Baden-Württemberg: Alle Fakten zur Soforthilfe für Unternehmen und Selbstständige

  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Die Landesregierung bietet aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg eine Soforthilfe für Unternehmen und Selbstständige an. Kriterien, Fördersumme und Antrag im Überblick.

  • Der Ausbruch des Coronavirus in Baden-Württemberg bringt viele Privatpersonen und Unternehmen in finanzielle Not. Der Wirtschaft droht eine tiefe Krise.
  • Firmen und Selbstständige in Baden-Württemberg können einen Zuschuss von der Landesregierung beantragen
  • Die wichtigsten Fakten zu Kriterien, Fördersummen und Antrag der Corona-Soforthilfe im Überblick

Stuttgart - Das Coronavirus bedroht die Wirtschaft in Baden-Württemberg und führte zu Schließungen von Geschäften, Restaurants und Kultureinrichtungen. Deshalb startete die Landesregierung die Corona-Soforthilfe, die Unternehmen und Selbstständigen einen Zuschuss auszahlt.

Das ist bitter nötig, denn die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 in Baden-Württemberg sind gravierend. Nicht lebensnotwendige Läden durften mehrere Wochen lang nicht öffnen, Restaurants und Cafés konnten nur noch Straßenverkauf anbieten. Unternehmen und selbst Großkonzerne in Baden-Württemberg wie Daimler legten wegen des Coronavirus ihre Produktion still. Insgesamt meldeten bisher mehr als 100.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet.

Coronavirus in Baden-Würrtemberg: Soforthilfe soll Unternehmen in Not helfen

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg in Not geratene Unternehmen können Soforthilfe beantragen

Den Selbstständigen und Unternehmen kommen durch das Coronavirus in Baden-Württemberg die Kunden abhanden, Einnahmen brechen ein. Gleichzeitig müssen sie Miete und andere betriebsrelevante Ausgaben bezahlen. Aufgrund dieser besonderen Lage und zur Unterstützung der selbstständigen Unternehmer des Landes sichert das Wirtschaftsministerium von Baden-Würrtemberg eine Corona-Soforthilfe zu.

Die wirtschaftliche Krise, die durch das Coronavirus in Baden-Württemberg ausgelöst wurde, verlangte nach schneller Soforthilfe. Baden-Württemberg war eines der ersten Bundesländer, das finanzielle Unterstützung für Selbstständige und Unternehmen zugesagt hat.

Die Lungenkrankheit Covid-19 und die durch die Kontaktverbot einhergehenden Bestimmungen führen zu weitreichenden Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Das verursacht Einnahmeeinbrüche bei Selbstständigen und Unternehmern. Ende April hatte das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg bereits eine Soforthilfe und Zuschüsse in Höhe von 4,4 Millionen Euro zugesichert. Dabei arbeitet das Ministerium mit den Industrie- und Handelskammern des Landes sowie der staatlichen Förderbank L-Bank zusammen.

Corona-Soforthilfe für Unternehmner und Solo-Selbstständige in Baden-Württemberg

Einen Antrag auf Soforthilfe können wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg alle Gewerbetreibenden, Freiberufler, Kreativen, Selbstständigen, Sozialunternehmen und Kultureinrichtungen stellen. Grundvoraussetzung ist ein Sitz des Unternehmens in Baden-Württemberg.

Außerdem darf das Unternehmen nicht mehr als 50 Mitarbeiter haben. Selbstständige und Kleinbetriebe mit weniger als fünf Beschäftigten müssen für den Antragsteller das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens erwirtschaften, sonst besteht keine Berechtigung auf eine Förderung im Rahmen der Corona-Soforthilfe in Baden-Württemberg.

Zunächst wurde das private Vermögen des Antragstellers geprüft, bevor die wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg Soforthilfe gewährt wurde. Das ist das nicht mehr der Fall. Weil Kritik geäußert wurde, müssen Antragsteller lediglich nachweisen, dass ihnen wegen der Corona-Krise betriebliche Einnahmen wegbrechen. Die laufenden Kosten sind dabei entscheidend.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Förderung mit Summen bis 30.000 Euro

Der Betrag der Soforthilfe für vom Coronavirus in Baden-Württemberg wirtschaftlich Betroffene beläuft sich auf maximal 30.000 Euro. Bei der Förderung handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Umfang der Unterstützung hängt von der Anzahl der Mitarbeiter ab sowie von dem Liquiditätsengpass des Selbstständigen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Maximalbeträge der Förderung.

Anzahl MitarbeiterSumme der Corona-Förderung
Betriebe mit 5 Beschäftigten oder Erwerbstätige ohne Mitarbeiter bis zu 9.000 Euro
Betriebe mit 10 Beschäftigebis zu 15.000 Euro
Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigen bis zu 30.000 Euro

Welche Höhe der Corona-Zuschuss hat, den der Antragsteller tatsächlich bekommt, hängt von dem Liquiditätsbedarf ab. Wer als Unternehmer mit nur zwei Beschäftigten zum Beispiel einen Liquiditätsbedarf von 5.000 Euro hat, bekommt auch nur diese Summe ausgezahlt. Auszubildende zählen dabei nicht unbedingt als Mitarbeiter. Es gelten bei Teilzeitkräften und Auszubildenden die Vollzeitäquivalente laut KMU-Definition der EU. Die einzige Ausnahme sind Betriebe mit 10 oder weniger Angestellten.

Corona-Soforthilfe in Baden-Württemberg: So stellen Unternehmen und Selbstständige den Antrag

Den Antrag auf Soforthilfe wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gibt es online zum Herunterladen. Das Wirtschaftsministerium hat das Soforthilfe-Formular auf seiner Homepage zum Download veröffentlicht. Anschließend muss das Formular ausgedruckt, ausgefüllt und eingescannt werden. Dann wird die Datei an das Online-Portal der Kammern gesendet.

Das Ministerium bemüht sich nach eigener Aussage, den Antrag auf Soforthilfe im Rahmen des Coronavirus in Baden-Württemberg innerhalb weniger Tage zu bearbeiten. Ein genauer Zeitpunkt kann nicht genannt werden, dafür ist das Auftragsvolumen zu hoch. Das Formular muss online eingereicht werden. Über den Postweg eingereichte Formulare sind ungültig. Die Industrie- und Handelskammern des Landes können bei der Ausfüllung des Formulars Hilfe leisten. Freiberufler wenden sich an das Institut für Freie Berufe (IFB).

Auch für Privatpersonen bieten die Landesregierung und Organisationen wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg Hilfe an: Angehörige der Risikogruppe erhalten Unterstützung beim Einkauf. Außerdem gibt es Portale, auf denen sich Helfer für Einsätze in ihrer Nachbarschaft melden können.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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