Nach dem 11. Juni

„Rückkehr zur Normalität“: Kultusministerin macht Familien Hoffnung auf Präsenzunterricht

Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse der Johanniter Realschule Heitersheim sitzen während dem Unterricht in ihrem Klassenzimmer.
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Rückkehr zum Präsenzunterricht könnte in Baden-Württemberg auch mit Inzidenzen unter 50 möglich sein, sagt Kultusministerin Theresa Schopper.
  • Julian Baumann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat auch den Schulalltag drastisch verändert. Kultusministerin Theresa Schopper macht Eltern und Schülern nun Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität.

Stuttgart - Aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) waren die Schulen im Land in den vergangenen 12 Monaten öfter geschlossen als geöffnet. Eltern und Schüler mussten sich deshalb mit dem Home Schooling zurechtfinden. Dabei gab es jedoch immer wieder Komplikationen. Beispielsweise trieb die Lernplattform Moodle Eltern bereits am ersten Schultag nach den Ferien zur Verzweiflung*. Nachdem eine Rückkehr zum Präsenzunterricht aufgrund der hohen Inzidenzen im Südwesten lange nicht möglich war, scheint sich die Lage aktuell zu bessern.

Aktuell sinkt die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg deutlich und es treten erste Lockerungen in Kraft. In mehreren Landkreisen öffnete bereits die Gastronomie und auch Stuttgart plant eine Öffnung mit einem völlig neuen Konzept*. In Stadt- und Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 100 sind auch für Schulen Lockerungen geplant, heißt es in einer Pressemitteilung des Kultusministeriums. Ministerin Theresa Schopper (Grüne) machte Eltern und Schülern Hoffnung auf eine Rückkehr zu Normalität, wie die Deutsche Presseagentur (dpa).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Rückkehr zum Präsenzunterricht auch für Kreise mit Inzidenz über 50?

In Bezug auf die sinkenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg legte die Landesregierung eine neue Regelung für den Schulbetrieb fest, die bis voraussichtlich 11. Juni gelten soll. Dabei ist für Land- und Stadtkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 zunächst ein wechselnder Schulbetrieb vorgesehen, heißt es in der Mitteilung des Kultusministeriums. „Dies sieht die Bundesnotbremse vor, weshalb die Landesregierung hier keinen Spielraum hat.“ Eine umfassende Rückkehr der Schüler im Südwesten zum Präsenzunterricht ist dagegen erst ab einer konstanten Inzidenz von unter 50 geplant.

Aufgrund der sinkenden Inzidenz in Bezug auf das Coronavirus in Baden-Württemberg stellte Kultusministerin Theresa Schopper nun jedoch auch eine Rückkehr zum Präsenzunterricht in Kreisen mit einer Inzidenz von über 50 in Aussicht. „Die sinkenden Inzidenzen, weitgehend geimpfte Lehrerinnen und Lehrer und das Testkonzept bieten uns jetzt eine echte Chance, dass wir auch an den Schulen zu mehr Normalität kommen“, sagte die Grünen-Politikerin den Stuttgarter Nachrichten. „Ich kann mir vorstellen, dass eine Rückkehr in den Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen dann auch für solche Stadt- oder Landkreis möglich wird, die stabil unter 100 liegen, auch wenn sie die Schwelle von 50 nicht unterschreiten.“ *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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