Impfung im Südwesten

Baden-Württemberg ändert jetzt die Impfreihenfolge: Lehrer und Erzieher bevorzugt

Eine Ärztin impft eine junge Frau in einem Impfzentrum
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Baden-Württemberg ändert die Impfreihenfolge - ab dem 22. Februar können Lehrer und Erzieher einen Termin vereinbaren.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg ist die Impfung der wichtigste Schritt. Die Landesregierung ändert aufgrund der Schulöffnungen nun die Reihenfolge.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg beeinflusst das Leben im Südwesten nun bereits seit einem Jahr. Eine Rückkehr zur Normalität rückt jedoch mit dem Beginn der Impfungen in greifbare Nähe. In Bezug auf die Corona-Impfung, die Termine und die Anmeldung in Stuttgart und Baden-Württemberg gelten bestimmte Regeln. Bislang wurden vor allem ältere Bürger und solche mit Vorerkrankungen bevorzugt geimpft. Da am heutigen Montag, dem 22. Februar, jedoch Grundschulen wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren, wurde eine bevorzugte Impfung von Lehrkräften diskutiert. Die Ständige Impfkommission (Stiko) lehnte eine bevorzugte Impfung von Lehrern jedoch bisher ab.

Obwohl das Coronavirus in Baden-Württemberg auch durch die entdeckten Mutationen weiterhin eine Gefahr darstellt, entschied die Landesregierung zunächst, die Grundschulen und Kitas im Land ab heute wieder zu öffnen. Der bereits seit Dezember geltende Lockdown wurde dagegen bis 7. März verlängert. Durch die Rückkehr in die Einrichtungen kommen Lehrkräfte und Erzieher auch wieder in deutlich mehr Kontakt mit Kindern und Eltern. Baden-Württemberg änderte deshalb kurzfristig die Impfreihenfolge, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten. Demnach können Lehrer und Erzieher bereits ab dem heutigen Montag einen Impftermin vereinbaren.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land ändert Impfreihenfolge - Lehrer und Erzieher bevorzugt

In Bezug auf die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg sind inzwischen mehrere Impfstoffe von verschiedenen Unternehmen zugelassen. „Der Impfstoff von AstraZeneca ist nach der STIKO-Empfehlung in Deutschland ausschließlich für die Personengruppe von 18 bis 64 Jahren empfohlen“, heißt es in einer Mitteilung des Sozialministeriums.

Weil der Impfstoff damit nicht für die Älteren, die laut der Reihenfolge derzeit geimpft werden sollen, infrage kommt, zog die Landesregierung nun die Impfung von Lehrern vor. Das kündigte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) am Sonntagabend in der ARD an.

Bei der Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg mangelt es aktuell weiter an Impfdosen. Von dem Impfstoff von Astrazeneca sei jedoch ausreichend vorhanden, sodass Lehrer und Kita-Betreuer so schnell wie möglich geimpft werden könnten, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums den Stuttgarter Nachrichten. Man plane, bereits in dieser Woche mit den Impfungen der Lehrkräfte und Erzieher im Südwesten zu beginnen. Die Hotlines müssten jedoch zunächst darüber informiert werden, dass diese Personengruppe in der Reihenfolge vorgezogen werde.

Begonnen wurde die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr mit Personen über 80 Jahre und Menschen mit Vorerkrankungen. Der Impfstoff von AstraZeneca wird jedoch hauptsächlich bei dem Personal von Krankenhäusern und Pflegeheimen eingesetzt. Das liegt daran, dass für eine Wirkung für Personen über 65 Jahre aktuelle keine Daten vorliegen.

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