Maßnahme wegen Covid-19

Coronavirus: In Restaurants in Baden-Württemberg sollt ihr künftig eine ungewöhnliche Frage beantworten

  • Lisa Schönhaar
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Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg unter Kontrolle zu halten, sollen in Gaststätten künftig die Kontaktdaten von Gästen gespeichert werden.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich langsamer, weshalb nun unter anderem Gaststätten wieder öffnen dürfen.
  • Um Infektionen mit dem Coronavirus nachverfolgen zu können, sollen Restaurantbetreiber vier Wochen lang die Daten von Gästen speichern.
  • Gäste sollen freiwillig der Speicherung von Name, Kontaktdaten sowie Datum und Uhrzeit zustimmen, um die Verbreitung von Covid-19 unter Kontrolle zu halten.

Stuttgart - Da sich das Coronavirus in Baden-Württemberg langsamer verbreitet als noch vor einigen Wochen, hat die Landesregierung weitreichende Lockerungen für viele Bereiche des Alltags beschlossen. Unter anderem dürfen auch Restaurants ab dem 18. Mai wieder den Betrieb aufnehmen - allerdings unter strengen Auflagen.

Die Lockerungen angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg in den kommenden Wochen folgen einem Stufenplan, der durch ein Ampelsystem gegliedert wird. Dieses System weist den öffentlichen Bereichen je nach Infektionsgefahr eine bestimmte Ampelfarbe zu. Hellgrün sind Bereiche, in denen die Gefahr, sich mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg zu infizieren, als gering eingeschätzt wird. Rot kennzeichnet die Bereiche, in denen die Infektionsgefahr am höchsten ist und für die bislang kein Konzept zum Infektionsschutz vorliegt. Gaststätten wie Restaurants und Cafés ist die Farbe Gelb zugewiesen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Gäste in Restaurants sollen private Daten hinterlassen

Um die Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg nachverfolgen zu können, sollen die Betreiber von Restaurants die Daten der Gäste vier Wochen lang speichern. Danach müssen sie gelöscht werden. Laut der Verordnung für die Gastronomie, die am 18. Mai mit der Öffnung der Gaststätten in Kraft tritt, sollen die Daten von Gästen auf freiwilliger Basis erhoben werden. Gespeichert werden bei Zustimmung Name und Kontaktdaten des Gastes sowie Datum und Uhrzeit des Besuchs.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Restaurants dürfen ab dem 18. Mai wieder öffnen - aber nur unter strengen Hygieneauflagen.

Gäste und Personal, die in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten, dürfen ein Restaurant nicht betreten. Gleiches gilt für Personen, die Symptome einer Atemwegserkrankung oder eine erhöhte Temperatur aufweisen, was auf eine Erkrankung mit Covid-19 hinweisen könnte. Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen, sollen die Gaststättenbetreiber die geltenden Regelungen wie Mindestabstand und Hygienevorschriften außerhalb des Restaurants aushängen.

Die Verordnung für die Gastronomie zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg sieht außerdem einen Abstand von mindestens 1,50 Meter zwischen den Tischen vor. Alle Anwesenden im Restaurant sollen ebenfalls einen Mindestabstand von anderthalb Metern zueinander einhalten. Auf Körperkontakt wie Umarmungen oder Händeschütteln soll verzichtet werden und die Gaststätten sollen für Schutzabstände bei der Nutzung von Toiletten, Treppen, Aufzügen und Türen sorgen.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg öffnen Restaurants unter strengen Auflagen

Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg weiter einzudämmen, soll laut Verordnung der Kontakt und die Kommunikation des Personals mit den Gästen bei der Bedienung auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt werden. Falls möglich, sollen Bestellungen mit einem Servierwagen an den Tisch gebracht werden. Alle Beschäftigten im Restaurant müssen außerdem eine Schutzmaske tragen - für Gäste gilt diese Pflicht in der Gaststätte nicht. Eine Mund-Nasen-Maske muss jedoch seit Einführung der Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg in Geschäften und im Personennahverkehr getragen werden.

In einer Regierungserklärung Ende April hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Bürger angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg auf einen langen Alltag mit Covid-19 vorbereitet. Auch wenn die Öffnung von Restaurants ein weiterer Schritt in ein normales Leben ist, bleibt die Pandemie allgegenwärtig. In seiner Ansprache sagte Kretschmann, eine schnelle Rückkehr zur Normalität werde es erst mit einem Impfstoff geben, was noch viele Monate dauern könne. Bis dahin müsse man weiter Abstand halten und Masken tragen.

Trotz der Lockerungen und Wiedereröffnungen von Restaurants, geht der Corona-Albtraum für die Gastronomie weiter. Die Gäste bleiben weiterhin aus, was zu hohen Verlusten führt. Die staatliche Unterstützung deckt die Verluste in vielen Fällen nicht.

Rubriklistenbild: © AFP / JONATHAN NACKSTRAND

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