36 nachgewiesene Infektionen

Massiver Corona-Ausbruch bei Kärcher: Über 200 Mitarbeiter müssen in Quarantäne

Ein Mitarbeiter der Alfred Kärcher SE & Co. KG montiert eine Scheuersaugmaschine.
+
In einem Werk von Kärcher wurden mehrere Mitarbeiter positiv getestet - über 200 Angestellte sind in Quarantäne.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
    schließen

Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg beruhigt sich immer mehr. Nun wurde jedoch ein Corona-Ausbruch in einem Werk von Kärcher gemeldet - über 200 Mitarbeiter müssen in Quarantäne.

Winnenden - Das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) hält den Südwesten nun bereits seit einem Jahr in Atem. Durch die steigenden Zahlen im Winter wurden die Maßnahmen zum Infektionsschutz* immer weiter verschärft. Aktuell scheint sich die Lage allerdings zu bessern und auch die 7-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt sinkt. Die immer häufiger im Südwesten nachgewiesenen Fälle der Corona-Mutationen* sind jedoch noch immer ein Grund zur Vorsicht. Deshalb beschlossen Bund und Länder vor wenigen Tagen, den seit Dezember geltenden Lockdown bis zum 7. März zu verlängern*.

Während die Zahlen der Neuinfektionen immer weiter zurückgehen, breitet sich die Mutation mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg aktuell immer weiter aus. Nach einem Ausbruch des mutierten Coronavirus musste die Stadt Stuttgart vor wenigen Tagen erstmals eine ganze Kita schließen*. In einem Werk des Reinigungsgeräte-Herstellers Kärcher in Obersontheim (Kreis Schwäbisch Hall) wurden nun ebenfalls mehrere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus und vereinzelt auch auf die Virus-Mutation getestet, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ausbruch in Kärcher-Werk - mindestens 36 Mitarbeiter infiziert

Die Firma Kärcher ist ein weltweit agierendes Familienunternehmen mit Sitz in Winnenden (Rems-Murr-Kreis*) und stellt vor allem Reinigungsgeräte und Systeme her. Durch die große Verbreitung der Geräte ist Kärcher eines der bekanntesten und wichtigsten Unternehmen der Wirtschaft in Waiblingen*. Seinen Ursprung hat das Unternehmen allerdings in Bad-Cannstatt, einem heutigen Stadtteil der Landeshauptstadt Stuttgart*.

Das Werk in Obersontheim hat insgesamt 900 Mitarbeiter, dort werden Geräteträger und professionelle Kommunalkehrmaschinen gefertigt. Im Laufe der vergangenen Woche seien in der Fabrik mehrere Infektionen mit dem Coronavirus und auch der englischen Virus-Variante nachgewiesen worden, berichtet der SWR.

Nach den entdeckten Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg begann Kärcher am Standort in Obersontheim, die Mitarbeiter zu testen. Dabei sei bei mindestens 36 Angestellten ein positives Testergebnis nachgewiesen worden, bestätigte ein Sprecher von Kärcher am Samstag dem SWR. Inzwischen seien 19 Kontaktpersonen der positiv getesteten Mitarbeiter in Quarantäne, weitere 251 Angestellte habe Kärcher in seine betriebliche Quarantäne gesteckt, so der Sprecher weiter.

Kärcher betonte jedoch, es gebe bereits seit Beginn der Pandemie umfassende Hygienekonzepte in den Werken. Darunter fallen neben der Abstandsregel und der Maskenpflicht auch ein Lüftungskonzept und eine konsequente Trennung der einzelnen Schichten. Das Unternehmen habe vor einigen Wochen sogar eigene Testzentren eingerichtet. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare