Corona-Test erneut positiv

Corona-Patient in Baden-Württemberg war geheilt - und hat sich ein zweites Mal infiziert

  • Lisa Schönhaar
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich weiterhin aus und die Zahl der Infizierten steigt. Ein genesener Corona-Patient aus Lörrach wurde nun zum zweiten Mal positiv auf das Virus getestet.

  • Nach wie vor verbreitet sich das Coronavirus in Baden-Württemberg und die Zahl der Infizierten nimmt zu.
  • Im Landkreis Lörrach wurde ein Patient, der als genesen galt, nun ein zweites Mal positiv auf das Coronavirus getestet.
  • Erstmals infiziert war die Person im März - vor ein paar Tagen traten erneut Symptome von Covid-19 auf.

Lörrach - Laut den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums haben sich insgesamt 35.154 Menschen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infiziert (Stand 16. Juni). Schätzungsweise 32.878 Personen sind wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Nach diesen Berechnungen sind mindestens 468 Bürger noch mit dem Coronavirus infiziert. Darunter ist womöglich auch ein Corona-Patient aus dem Landkreis Lörrach - bereits zum zweiten Mal.

Ein als genesen eingestufter Patient wurde offenbar erneut positiv auf das Coronavirus in Baden-Württemberg getestet. Die betroffene Person aus dem Landkreis Lörrach war bereits im März an Covid-19 erkrankt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts Lörrach hervor, in der auch über die aktuellen Infektionszahlen im Landkreis informiert wird.

Coronavirus in Baden-Württemberg Corona-Patient aus dem Landkreis Lörrach wurde ein zweites Mal positiv getestet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Genesener Corona-Patient aus dem Landkreis Lörrach zum zweiten Mal positiv getestet

Demnach infizierte sich die Person aus dem Landkreis Lörrach erstmals im März dieses Jahres mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg und zeigte die für Covid-19 typischen Symptome. Der durchgeführte Corona-Test fiel positiv aus, die erkrankte Person wurde wieder gesund. Vor einigen Tagen traten jedoch erneut Symptome auf, die für eine Infektion mit dem Coronavirus typisch sind. Daraufhin wurde der Corona-Patient laut Pressemitteilung ein zweites Mal getestet - mit erneut positivem Ergebnis,.

Wie es zu einer zweiten Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg kommen konnte, ist noch unklar. Bislang gingen viele Experten davon aus, dass Betroffene nach einer Erkrankung mit Covid-19 zumindest eine Zeit lang immun gegen das Virus sind. Nach Angaben des Landratsamts in Lörrach war möglicherweise der verwendete Corona-Test sehr empfindlich und könnte selbst bei abgestorbenen Viruspartikeln positiv angeschlagen haben. Überreste des Coronavirus könnten nach einer überstandenen Infektion auch noch länger im Körper nachweisbar sein. Von einem Ansteckungsrisiko ist nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht auszugehen.

Wie viele Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg vorliegen, ist lediglich eine Schätzung. Gesundheitsminister Manne Lucha sagte Ende Mai, er rechne mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer von Corona-Infizierten. Man gehe derzeit davon aus, dass es bis zu 200.000 nicht identifizierte Infizierte mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gebe, sagte Lucha. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg aktuell mit 0,98 angegeben. Das bedeutet, dass eine infizierte Person im Schnitt knapp einen weiteren Menschen mit dem Coronavirus ansteckt.

Coronavirus in Baden-Württemberg kann laut Kretschmann nur mit Impfstoff besiegt werden

Die Gefahr, die vom Coronavirus in Baden-Württemberg ausgehe, sei noch lange nicht vorüber, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha. In Baden-Württemberg lebten elf Millionen Menschen, davon hätten vielleicht ein paar Tausend eine kurzfristige Immunität gegen Covid-19. „Aber im Prinzip haben wir Stand heute keine kollektive Abwehrkraft, keinen Herdenschutz, nichts.“ Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnt immer wieder davor, zu sorglos mit der Corona-Pandemie umzugehen.

In einer Regierungserklärung Ende April hatte Winfried Kretschmann die Bürger angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg auf einen langen Alltag mit Covid-19 vorbereitet. In seiner Ansprache sagte Kretschmann, eine schnelle Rückkehr zur Normalität werde es erst mit einem Impfstoff geben, was noch viele Monate dauern könne. Daran arbeitet unter anderem das Biotech-Unternehmen Curevac aus Tübingen, das kürzlich einen Teilerfolg meldete. Die Bundesrepublik unterstützt die Forschung von CureVac nun mit einer Investition von 300 Millionen Euro, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und SAP-Mitgründer Dietmar Hobbs am 15. Juni bekannt gaben.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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