Verstöße gegen Maskenpflicht

Outletcity Metzingen von Menschenmassen überrannt - Polizei muss eingreifen

  • Valentin Betz
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Das Coronavirus hat dramatische Folgen für die Wirtschaft. Innenstädte in Baden-Württemberg büßen an Besucherfrequenz ein. Für die Outletcity Metzingen gilt das anscheinend nicht.

Metzingen - Aufgrund steigender Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gilt derzeit ein Teil-Lockdown. Für Weihnachten und Silvester wurden die Corona-Beschränkungen in Baden-Württemberg noch einmal angepasst.

Was für die Gesundheit vieler Menschen enorm wichtig ist, bringt für die Wirtschaft viele Gefahren. Viele Unternehmen greifen inzwischen zu drastischen Mitteln, um ihre Existenz zu retten. Im Gegensatz zur Gastronomie darf der Einzelhandel aber weiter geöffnet bleiben. Allerdings klagen auch in dieser Branche Unternehmen über schlechtere Geschäfte. Der Lockdown wirkt auf Innenstädte wie ein „Brandbeschleuniger.“ Eine Ausnahme scheint die Outletcity Metzingen zu sein. Hier musste die Polizei vergangenes Wochenende für Ordnung sorgen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Outletcity Metzingen macht trotz Lockdown gute Geschäfte

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg bekamen auch die Geschäfte in Stuttgart zu spüren. Viele Kunden verstanden den Corona-Lockdown falsch - mit verheerenden Folgen für die Stuttgarter Innenstadt.

Entsprechend groß ist die Panik bei den Händlern inzwischen. Sie richteten eine dringende Warnung an die Regierung: Der verlängerte Lockdown ist ein Fehler. Doch offenbar geht es nicht allen Innenstädten und Geschäften gleichermaßen schlecht durch das Coronavirus in Baden-Württemberg.

Outletcity Metzingen: Auch hier gelten durch das Coronavirus strenge Regeln. Am Wochenende musste die Polizei aufgrund des Ansturms allerdings einschreiten.

Die Outletcity Metzingen wurde am vergangenen Wochenende regelrecht überrannt. Die Polizei war schließlich vor Ort, um die Einhaltung der Regeln zum Schutz vor Corona-Infektionen zu kontrollieren. Dabei stießen sie auch in Metzingen auf Maskenverweigerer.

Trotz Corona: Outletcity Metzingen rechnet mit Besucherströmen während „Black Week“

Grund für die Menschenmassen ist die sogenannte „Black Week“, also die Woche vor dem „Black Friday“ am 27. November, der traditionell mit Rabattaktionen lockt. Die Polizei und der Landkreis Reutlingen hatten deshalb gemeinsam mit der Stadt Metzingen und der HOLY AG eine Allgemeinverfügung erlassen.

Zwar ist das Einkaufen im Einzelhandel nach wie vor erlaubt. „Wenn aber tausende von Besucherinnen und Besuchern an einzelnen Tagen erwartet werden, haben wir die Verantwortung weitergehende Maßnahmen zu treffen und einen einheitlichen rechtlichen Rahmen zu entwickeln, der ergänzend zur Corona-Verordnung gilt“, erklärte Landrat Thomas Reumann deshalb.

Die zusätzlichen Corona-Maßnahmen beinhalten unter anderem eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im gesamten Bereich der Outletcity und eine Begrenzung von Warteschlangen vor Geschäften auf 20 Meter. Nach dem ersten Wochenende mit neuen Regelungen und Besucheransturm zogen die Verantwortlichen allerdings eine positive Bilanz.

Maßnahmen in der Outletcity Metzingen: Menschenmassen strömen, aber halten sich an die Regeln

Den verschärften Corona-Maßnahmen für das Einkaufen in der Outletcity Metzingen scheinen die vielen Besucher jedenfalls Folge geleistet zu haben. „Trotz tausender Besucherinnen und Besucher kam es zu keinen großen Ansammlungen von Menschen, die Corona-Regeln wurden fast ausnahmslos eingehalten“, berichtet die Polizei Reutlingen nach dem 21. November in einer Mitteilung.

Die Polizei Reutlingen schreibt lediglich von einzelnen Personen, die auf die bestehende Maskenpflicht hingewiesen werden mussten - sich danach aber der Aufforderung fügten. Allerdings waren auch in der Outletcity Metzingen zwei Besucher offenbar unbelehrbar. Sie weigerten sich beharrlich, zum Schutz vor einer Corona-Infektion einen Mundschutz zu tragen. Als letztes Mittel sprach die Polizei Reutlingen den Uneinsichtigen daher einen Platzverweis aus. Darüber hinaus wurde gegen die beiden ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

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