Ostern feiern trotz Kontaktverbot

Coronavirus in Baden-Württemberg: Was an Ostern erlaubt ist und was bestraft wird

  • Lisa Schönhaar
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat Auswirkungen auf jeden Lebensbereich – auch auf Ostern. Familie besuchen, Eier suchen, Urlaub - was erlaubt ist und was nicht.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Polizei kontrolliert, ob das Kontaktverbot eingehalten wird
  • Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu verlangsamen, muss das Kontaktverbot eingehalten werden.
  • Viele Menschen fragen sich, was an Ostern während der Covid-19-Pandemie erlaubt ist: Familie besuchen, Eier suchen, in den Urlaub fahren?
  • In der Corona-Verordnung ist festgelegt, welche Aktivitäten verboten sind – und wie teuer ein Verstoß werden kann.

Stuttgart - Wegen der Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg herrscht im gesamten Bundesland Kontaktverbot. Die Maßnahme soll dabei helfen, die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen und damit die Anzahl der akut behandlungsbedürftigen Patienten in Baden-Württemberg zu senken. Die Voraussetzung, damit das gelingt: Möglichst viele Menschen müssen sich an das Kontaktverbot halten - und das auch an Ostern.

Sowohl Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, haben bereits betont, dass der Großteil der Bevölkerung den Ernst der Lage verstanden habe. Dennoch kommt es immer wieder zu Fällen, in denen sich Menschen den Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 widersetzen und die Polizei wegen Verstößen gegen das Corona-Kontaktverbot in Baden-Württemberg eingreifen muss.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Was ist an Ostern erlaubt und was nicht?

Weil das Wetter schöner wird und zudem bald Ostern ansteht, dürfte es vielen Menschen besonders schwer fallen, sich an die Verbote zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu halten. Das weiß auch der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl: „Bitte halten Sie sich an die Regeln – auch bei schönem Wetter! Sie retten dadurch Menschenleben“, wird Strobl in einer Pressemitteilung des Innenministeriums zitiert. Die Polizei ist dazu angehalten, die Einhaltung der Corona-Verordnung intensiv zu kontrollieren – und insbesondere über Ostern die Autobahnen und Rasthöfe im Auge zu behalten. Wer gegen die Maßnahmen aufgrund von Covid-19 verstößt, kann mit hohen Geldbußen bestraft werden.

Darf man trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg zu Ostern die Familie besuchen?

Grundsätzlich ist es laut aktueller Corona-Verordnung der Landesregierung erlaubt, trotz der steigenden Zahl von Covid-19-Fällen in Baden-Württemberg die Familie zu besuchen – auch an Ostern. Das Kontaktverbot im Rahmen des Coronavirus in Baden-Württemberg gilt zwar in erster Linie für Menschen, die nicht im selben Haushalt wohnen. Da sich die meisten gesetzlichen Regelungen aber auf den öffentlichen Raum beziehen, fällt das Wohnzimmer der Eltern natürlich nicht darunter. Dennoch wird nicht zu einem Familienbesuch geraten – vor allem nicht, wenn Menschen aus der Risikogruppe im Haushalt wohnen, die besonders anfällig für Covid-19 sein könnten. Ein unterschätztes Risiko ist zudem, dass gerade gesunde, junge Menschen das Coronavirus in Baden-Württemberg am häufigsten übertragen - weil sie sich nicht an das Kontaktverbot halten.

Ministerpräsident Kretschmann hat dazu aufgerufen, wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg zu Ostern auf Besuche bei Verwandten und Freunden zu verzichten und weiterhin den Kontakt zu Menschen zu vermeiden. „Bleiben Sie Ostern möglichst zu Hause“, sagte Kretschmann in einem im Internet übertragenen Statement. Auch Gottesdienste dürften nicht besucht werden. Der Benediktinermönch Notker Wolf rät Menschen, die an Einsamkeit leiden, die Situation als Chance zu sehen, sich selbst kennenzulernen.

Ist es erlaubt, trotz Coronavirus in Baden-Württemberg im Freien Ostereier zu suchen?

Es kommt darauf an. In diesem Fall greift die gesetzliche Regelung. Es ist trotz Coronavirus in Baden-Württemberg erlaubt, sich zusammen im privaten Garten der Familie aufzuhalten – und an Ostern Eier zu suchen. Schwieriger wird es, wenn man sich trotz der Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg beispielsweise mit mehreren Familienmitgliedern oder Freunden im öffentlichen Raum aufhalten will.

Erlaubt sind Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen nur, wenn alle Beteiligten zum selben Hausstand gehören oder es sich ausschließlich um Familienmitglieder handelt, die in gerader Linie verwandt sind (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder). Treffen mit Tanten, Cousins oder Nichten außerhalb des privaten Grundstücks sind trotz Ostern laut Corona-Verordnung untersagt. Wer für sich und seine Familie ein Gourmet-Ostermenü zubereiten möchte, kann das am Ostersonntag mit dem Starkoch Sören Anders tun, der wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg mit allen, die Lust dazu haben, auf Instagram live kocht.

Generell gilt: Man darf sich auch an Ostern nur alleine oder zu zweit im öffentlichen Raum aufhalten – also nur maximal eine Person treffen, der nicht mit im selben Haus wohnt. Wer sich nicht an die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg hält, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere - darunter geliebte Menschen. Kretschmann hat die Bürger bereits dazu ermutigt, Verstöße gegen das Kontaktverbot anzuzeigen.

Darf man trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg über Ostern in den Urlaub fahren?

Die entscheidende Frage lautet: Ist das unbedingt notwendig? Reisen, die sich vermeiden lassen, sollten wegen der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg derzeit nicht unternommen werden. Urlaubsreisen nach Österreich oder Italien etwa sind ohnehin nicht erlaubt.

Auch quer durch das ganze Land zu fahren, um beispielsweise an Ostern Familie zu besuchen, ist nicht ratsam. Wie streng ein Bundesland die Ausgangsbeschränkungen wegen Covid-19 regelt und überprüft, ist den jeweiligen Landesregierungen überlassen. So gelten in Bayern beispielsweise deutlich strengere Bestimmungen wegen des Coronavirus als in Baden-Württemberg – dort wird auch der Verkehr kontrolliert. Und als dringend notwendig gilt ein Osterbesuch leider nicht. Darüber hinaus gilt auch das Auto als öffentlicher Raum: Sich darin mit mehreren Personen aufzuhalten, die nicht einem Haushalt angehören, ist also verboten und wird mit Bußgeldern belegt. Die Polizei kontrolliert vermehrt, ob das Kontaktverbot auch hier eingehalten wird.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Welche Strafen drohen, wenn man sich nicht an die Corona-Verordnung hält?

Menschen, die sich trotz der Gefahr einer weiteren Ausbreitung von Covid-19 in Baden-Württemberg nicht an die Verordnung halten, drohen ab sofort Bußgelder. Je nach Verstoß fällt die Strafe unterschiedlich hoch aus.

Die Polizei kann wegen der Gefahr durch das Coronavirus in Baden-Württemberg bei nicht gestattetem Aufenthalt im öffentlichen Raum ein Bußgeld von 100 bis 1.000 Euro pro Person verhängen. Menschen, die eine für Besucher geschlossene Einrichtung wie etwa ein Krankenhaus oder Pflegeheim betreten, riskieren ein Bußgeld von 250 bis 1.500 Euro. Das gilt auch für die Teilnahme an Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen. Bei wiederholten Verstößen gegen die Corona-Verordnung können laut Bußgeldkatalog des Landes Baden-Württemberg Strafen bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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