Bürger sollen beliebte Ausflugsziele meiden

„Gruppenaktivitäten an Ostern nicht möglich“: Baden-Württemberger sollen zuhause bleiben

Menschen gehen in der Sonne spazieren.
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Immer wieder kommt es an beliebten Ausflugsorten im Freien zu Menschenansammlungen.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Der Tourismusminister warnt, dass Ausflüge in Gruppen „fatale Folgen“ haben könnten. Denn das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich weiter rasant aus.

Stuttgart - Bei angenehm warmen Temperaturen zieht es immer mehr Menschen ins Freie - da wird der Lockdown immerhin ein wenig erträglicher. Auch an Ostern planen womöglich einige, einen kleinen Ausflug zu machen. Im Rahmen der Corona-Regeln an Ostern in Baden-Württemberg wird ein solcher Trip jedoch nur eingeschränkt möglich sein. So dürfen sich laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes nur Angehörige aus höchstens zwei Haushalten mit maximal fünf Menschen treffen - Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. Die Politik bittet vermehrt darum, an Ostern Zuhause zu bleiben.

Angesichts der bevorstehenden Feiertage appellierte nun auch Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) an die Bürger. „Auch wenn wir alle pandemiemüde sind und uns die aktuellen Einschränkungen wirklich aufs Gemüt schlagen, so muss für die Ostertage leider gelten: Gruppenaktivitäten sind nicht möglich“, erklärte Wolf gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Das Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus in Baden-Württemberg sei zu groß.

Coronavirus in Baden-Württemberg: „Beliebte Ausflugsorte meiden“

„Ich verstehe sehr gut, dass es die Menschen bei entsprechendem Wetter nach draußen zieht, das geht mir ja selbst auch so“, räumte Wolf ein. „Aber wenn sich an bekannten und beliebten Ausflugsorten Menschentrauben bilden, hat das fatale Folgen.“ Dies gelte auch für Gruppenausfahrten mit Motorrädern. Zwar wurde die zunächst angedachte Osterruhe wieder gekippt - beliebte Anlaufstellen wie Freizeitparks, Zoos oder Außengastronomie bleiben in Baden-Württemberg aber weiter geschlossen.

Vielerorts wird an Ostern ein Ansturm auf Ausflugsziele im Freien erwartet. Ob Flanieren am Bodensee oder Wandern im Schwarzwald - Baden-Württemberg bietet so einige schöne Ziele für Tagestouristen. Trotz der Pandemie wollen viele Menschen auf solche Ausflüge nicht verzichten. Gerade in Tübingen, wo der Besuch von Außengastronomie und Co. mit einem negativen Coronatest wieder möglich ist, war dies deutlich spürbar. Wegen des Touristen-Andrangs in der Stadt zog Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) jetzt jedoch die Reißleine und stoppte Coronatests für Auswärtige.

Nachdem lange Unklarheit darüber bestand, in welchen Landkreisen und ab welcher Inzidenz eine Ausgangssperre in Kraft tritt, legte Baden-Württemberg jetzt eine Inzidenz fest, ab der ein Ausgangsverbot verhängt werden muss. Liegen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei über 150, sollen die Landkreise eine Ausgangssperre umsetzen. Allerdings handelt es sich noch immer nicht um eine allgemein gültige Maßnahme, sondern um einen „dringenden Appell“.

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