Covid-19 hilft der Wissenschaft

Forscher aus Karlsruhe messen Dank der Corona-Beschränkungen erstaunliche Werte auf der Erde

  • Lisa Schönhaar
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat viele Bereiche des Alltags stillgelegt. So still, dass Erdbeben-Forscher aus Karlsruhe nun ganz neue Erkenntnisse gewinnen könnten.

Karlsruhe - Zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg hat die Landesregierung zu Beginn der Pandemie weitreichende Maßnahmen zum Infektionsschutz festgelegt. Von Regelungen wie Ausgangssperren und der Schließung von Geschäften und Restaurants, die zum Schutz vor Covid-19 keine Kunden und Gäste mehr empfangen durften, fühlten sich die meisten Menschen wohl eher eingeschränkt. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Karlsruhe haben jedoch einen positiven Effekt der Beschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg entdeckt.

Der zeitweise verhängte Lockdown aufgrund der Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg könnte Erdbeben-Forschern zu neuen Erkenntnissen verhelfen - unter anderem zu sogenannten Mikrobeben. Auf der Richterskala, die zur Bestimmung der Stärke von Erdbeben genutzt wird, stellen Mikrobeben die schwächste Form der nachweisbaren Beben dar. Für Menschen sind sie nicht wahrnehmbar, doch Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie eine Schlüsselrolle bei der Erkennung von starken Erdbeben spielen könnten. Das Coronavirus in Baden-Württemberg und die in Folge durchgesetzten Beschränkungen haben den Lärm der Welt reduziert - und die Mikrobeben für Erdbeben-Forscher wie Joachim Ritter vom KIT in Karlsruhe besser messbar gemacht.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Während des Lockdowns waren auch Läden geschlossen - Erdbeben-Forscher profitierten von der Ruhe.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Lockdown wegen Covid-19 macht Signale besser messbar

Ritter sagte laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur, das durch Menschen verursachte Rauschen in den gemessenen Signalen sei zur Hochzeit der Beschränkungen wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg deutlich reduziert gewesen. „Die Abnahme der Bodenbewegung war an vielen Stationen deutlich messbar“, sagte der Erdbeben-Forscher des KIT in Karlsruhe. Die Erdbeben-Signale - darunter auch Mikrobeben - waren dort besser zu erkennen als vor dem Lockdown zur Eindämmung von Covid-19.

Neben Ausgangsbeschränkungen hat die Landesregierung auch weitere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg festgelegt. Darunter die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 Meter zu anderen Personen und das Verbot von Großveranstaltungen. Darüber hinaus gilt seit Ende April eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen.

Wegen Coronavirus in Baden-Württemberg und der Beschränkungen wurden Signale der Beben nicht übertönt

Joachim Ritter vom KIT in Karlsruhe hofft, durch den Lockdown wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg ein paar Signale zu entdecken, die sonst nicht hätten aufgespürt werden können. Der Erdbeben-Forscher geht davon aus, dass er mehr Mikrobeben nachweisen kann, die für die Vorhersage größerer Erdbeben von Bedeutung sind. „Normalerweise werden die Signale der kleinen Beben übertönt“, sagte Ritter laut dpa.

Inzwischen dürfte der Geräuschpegel mit der schrittweisen Rückkehr zum normalen Leben auf der Erdoberfläche wieder zugenommen haben. Bereits seit dem 11. Mai gibt es weitreichende Lockerungen der Maßnahmen zum Infektionsschutz. Trotz der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg sind Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagestudios, Sonnenstudios sowie Tattoo- und Piercingstudios seitdem wieder geöffnet. Voraussetzung dafür ist allerdings - wie auch schon bei der Öffnung von Friseursalons - dass die Hygieneauflagen eingehalten werden. Seit dem 18. Mai sind zudem trotz Coronavirus in Baden-Württemberg weitere Lockerungen in Kraft getreten: Bildungseinrichtungen, Restaurants, Cafés und Eisdielen durften unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Geschäfte dürfen bereits ungeachtet ihrer Größe seit dem 4. Mai wieder Kunden empfangen.

Rubriklistenbild: ©  Lisa Christiansen, Caltech Tectonics Observatory

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