Zahlen, Infektionen, Todesfälle

Coronavirus in Baden-Württemberg: Karte mit aktuellen Fällen in den Landkreisen

Eine Ärztin am Klinikum Stuttgart misst am Eingang die Temperatur eines Besuchers - zum Schutz vor dem Coronavirus
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Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg: Eine Karte zeigt aktuelle Zahlen
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Das Coronavirus wurde in Baden-Württemberg am 25.02.2020 erstmals bei einem Patienten nachgewiesen. Eine Karte zeigt aktuelle Zahlen und wie sich die Infektionen auf die Landkreise verteilen.

  • Das neuartige Coronavirus wurde vermutlich Mitte November 2019 in China von Wildtieren auf Menschen übertragen. Im Jahr 2020 breitete sich Covid-19 auf die gesamte Welt aus.
  • Das Coronavirus ist in Baden-Württemberg für mehr als 1.000 Todesfälle verantwortlich. Gegen die Ausbreitung des Virus wurden einige Maßnahmen beschlossen.
  • Eine Karte mit den akutellen Zahlen zeigtm wie sich die Lungenkrankheit in den Landkreisen verteilt

Stuttgart - Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg verlief sehr schnell, wie die Karte des Sozialministeriums mit den aktuellen Zahlen zu Infektionen zeigt. Der Erreger mit der zugehörigen Krankheit Covid-19 wurde vermutlich erstmals Mitte November 2019 von Wildtieren auf den Menschen übertragen. Diese Zoonose wurde im Dezember 2019 in der chinesischen Großstadt Wuhan in der Provinz Hubei zahlreich festgestellt. Das Sozialministerium Baden-Württemberg aktualisiert die Karte mit den aktuellen Zahlen zum Coronavirus in den Landkreisen täglich.

Ende Februar 2020 kam das Coronavirus in Baden-Württemberg an, nachdem sich die Lungenkrankheit Covid-19 von China aus in die ganze Welt ausgebreitet hatte. Im Januar 2020 wurden laborbestätigte Infektionen außerhalb Chinas festgestellt, beispielsweise Coronavirus-Fälle in Thailand, in den USA und am 27.01.2020 erstmals in Bayern. Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg begann mit einem ersten Fall im Landkreis Göppingen: Ein 25-Jähriger hatte sich wahrscheinlich bei einer Reise nach Mailand angesteckt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Karte zeigt Zahlen und Fälle in den Landkreisen

Die WHO meldete am 11.03.2020 offiziell eine Pandemie von SARS-CoV-2. Wenig später war die Zahl der Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg auf mehrere Tausend gestiegen. In Europa waren in den ersten beiden Monaten des Ausbruchs besonders Italien, Frankreich und Spanien von zahlreichen Todesfällen betroffen, da die Gesundheitssysteme überlastet waren und nicht ausreichend Beatmungsplätze für schwerkranke Patienten zur Verfügung standen.

Baden-Württemberg hat das Coronavirus weit besser unter Kontrolle - es stehen weit mehr Intensivbetten zur Verfügung als derzeit gebraucht werden und die Sterberate ist vergleichsweise gering. Auf einer Karte des Sozialministeriums lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg beobachten. Die Karte ist auf der Homepage des Sozialministeriums zu finden und wird täglich aktualisiert. Besonders stark vom Coronavirus betroffen sind in Baden-Württemberg die Landkreise Esslingen, Ludwigsburg und die Stadt Stuttgart, die auch gleichzeitig die einwohnerstärksten Regionen sind.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Karte zeigt aktuelle Zahlen zu Infektionen (Stand 22. April 2020)

Die Karte zeigt, dass sich das Coronavirus in Baden-Württemberg in alle Landkreise ausgebreitet hat. Zahlreiche Fälle gibt es in folgenden Landkreisen: Rems-Murr-Kreis, Böblingen, Tübingen, Reutlingen, Ostalbkreis und Breisgau-Hochschwarzwald. Die Zahlen für die Coronavirus-Karte stammen vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg.

Wegen einschneidender Maßnahmen des Ministeriums für Soziales und des Landgesundheitsamtes hielt sich bis Ende April 2020 der Coronavirus-Ausbruch in Baden-Württemberg deutlich unterhalb der Belastbarkeitsgrenze des Gesundheitssystems. Kontaktverbot, Schließungen von Schulen, Kitas und Geschäften sowie strenge Polizeikontrollen sind sehr wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass die Reproduktionszahl des Coronavirus in Baden-Württemberg unter dem Bundesdurchschnitt liegt-

Das Coronavirus in Baden-Württemberg: Ausbreitung und Maßnahmen

Die erste Infektion eines Patienten mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wurde am 25.02.2020 festgestellt. Aufgrund der folgenden exponentiellen Ausbreitung und Todesfällen in Deutschland, die im Internet tagesaktuell auf Karten verfolgt werden konnten, hielt Angela Merkel am 18.03.2020 eine Rede an die Nation, in der sie die Covid-19-Pandemie als schwerste Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete.

Das Robert-Koch-Institut hatte am Vortag seine Einschätzung für die Bevölkerungsgefährdung durch die Lungenkrankheit als „hoch“ eingestuft. Wegen der stark wachsenden Zahl an Coronavirus-Fällen ordneten alle deutschen Bundesländer Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen an. Das Ministerium für Soziales und das Landgesundheitsamt Baden-Württemberg ließen mit der Corona-Verordnung vom 17.03.2020 alle Bildungs- und Kulturinstitutionen, Restaurants, Geschäfte außer Supermärkte sowie Kirchen schließen und untersagten sämtliche Veranstaltungen und Versammlungen. Außerdem galt wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg ein Kontaktverbot.

Weil sich die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg verlangsamte, beschloss die Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung zum 20. April 2020 erste Lockerungen der Maßnahmen: Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Größe dürfen wieder öffnen. Die Schulen sollen im Mai schrittweise den Betrieb aufnehmen.

Coronavirus-Karte in Baden-Württemberg: Infektionen, Todesfälle, Schutzmaßnahmen

Wegen der hohen Inkubationszeit von 5-14 Tagen ist das neuartige Coronavirus in der Lage, sich zunächst unerkannt auszubreiten. Im Großteil der Fälle verläuft der Krankheitsverlauf mild oder sogar unbemerkt, in 20 Prozent der Fälle ist eine klinische Behandlung und teils eine künstliche Beatmung notwendig.

Menschen über 60 Jahren sind laut Karten und Statistiken häufiger von schweren Krankheitsverläufen der Lungenkrankheit betroffen. Seit dem Beginn der Ausbreitung von Covid-19 arbeiteten Forscher weltweit an Behandlungsmethoden und Impfstoffen. Das Hauptaugenmerk wurde zunächst auf eine Umfunktion zugelassener Arzneimittel gesetzt.

Arzneifirmen wie CureVac aus Tübingen oder Roche begannen unmittelbar mit der Forschung an einem Impfstoff, dessen Entwicklung mindestens 12-18 Monate dauert. Das Robert-Koch-Institut entwickelte eine App, mit der Coronavirus-Fälle protokolliert werden können. Das Ziel der gesamten Forschung ist die Reduktion der Infektionen und Todesfälle wegen Covid-19. Das Ministerium für Soziales und das Landgesundheitsamt setzten bis Anfang April 2020 auf eine Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg durch Maßnahmen und Schutzkleidung.

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