Polizeieinsatz in Karlsdorf

Coronavirus-Vorfall bei Karlsruhe: Infizierter in Quarantäne droht, seinen Arzt abzustechen

Eine Polizistin und ein Polizist in Uniform tragen Mundschutzmasken. Die Polizei muss immer wieder wegen Vorfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ausrücken.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Polizei muss immer wieder wegen Verstößen ausrücken. (Symbolbild)
  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
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Polizei muss wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg ausrücken: Ein Arzt wollte einen mit Covid-19 infizierten Mann aus Karlsdorf untersuchen - doch dieser drohte, ihn zu abzustechen.

  • Vorfall wegen Coronavirus in Baden-Württemberg: Ein 44-Jähriger aus dem Kreis Karlsruhe drohte, einen Arzt abzustechen.
  • Der Mann ist an Covid-19 erkrankt und befand sich in einer Gemeinschaftsunterkunft in Quarantäne.
  • Die Polizei musste anrücken, um den mit dem Coronavirus Infizierten zu beruhigen - er soll wegen Abweichungen der Körpertemperatur in Rage geraten sein.

Karlsdorf - Das Coronavirus in Baden-Württemberg sorgt nach wie vor für einen Ausnahmezustand, der auch die Polizei an ihre Grenzen bringt. Am vergangenen Dienstag mussten Polizeibeamte ausrücken, weil ein 44-Jähriger aus Karlsdorf im Kreis Karlsruhe drohte, seine Mitbewohner und einen Arzt abzustechen. Der Mann ist an Covid-19 erkrankt und befindet sich deshalb in Quarantäne. Der Arzt begab sich in die Gemeinschaftsunterkunft in Karlsdorf, in der sich der Infizierte befand, um den Gesundheitszustand der in Quarantäne befindlichen Bewohner zu überprüfen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Polizei muss den Infizierten aus Karlsdorf beruhigen

Nachdem der mit dem Coronavirus infizierte Mann seinen Mitbewohnern und dem Arzt angedroht hatte, sie abzustechen, wurde die Polizei hinzugerufen. Diese konnte den 44-Jährigen dann beruhigen. Eine Waffe wurde nach Angaben der Polizei nicht bei dem Infizierten gefunden. Der Grund für die Bedrohung des Arztes und der weiteren Bewohner sollen scheinbare Abweichungen der Körpertemperatur des Mannes gewesen sein.

Der mit Covid-19 Infizierte muss nun mit einer Anzeige rechnen. Regelmäßig muss in Baden-Württemberg die Polizei einschreiten, weil Bürger sich nicht an die Regeln halten - Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte die Bürger bereits dazu aufgefordert, Verstöße gegen die Verordnung wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg zu melden.

Nach wie vor gelten wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg Kontaktbeschränkungen wie der Mindestabstand. Insbesondere gegen Verstöße gegen die Quarantäne-Auflagen geht die Polizei verschärft vor. So wurden gegen einen 62-jährigen, auf Covid-19 positiv getesteten Mann aus Rudersberg im Rems-Murr-Kreis Ermittlungen eingeleitet, nachdem er wiederholt gegen die Quarantäne-Anordnung verstoßen und Polizisten bespuckt hatte.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Immer wieder Verstöße gegen Corona-Verordnung

Die Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg - darunter auch das strikte Befolgen der Quarantäne-Regeln - sind die wichtigste Waffe im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bereits wiederholt davor gewarnt, trotz der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus zu große Lockerungen der Maßnahmen zu fordern. „Wenn wir jetzt nachlassen, kann die Pandemie mit aller Macht zurückkommen“, sagte Kretschmann am 23. April nach einem Treffen mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Das Coronavirus sei ein „übermächtiger Gegner“ - würden wir zu sorglos handeln, könnte es eine zweite Infektionswelle geben.

Die Polizei muss auch immer wieder wegen scheinbar harmlosen Regelbrüchen hinzugezogen werden, weil sich Bürger trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg nicht an die geltenden Maßnahmen halten. Beispielsweise haben sich wegen eines Brandes in einem Wohnhaus in Künzelsau-Ohrnberg mehrere Gaffer versammelt, um den Brand zu beobachten - und damit gegen die Corona-Verordnung verstoßen.

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