Mutter steckt Kinder an

Infektionen bei Kindern häufen sich: Fünf Grundschüler in Göppingen positiv auf Coronavirus getestet

  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
    schließen

Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg dürfen Kinder seit Ende Juni wieder in Grundschulen und Kitas gehen. Im Kreis Göppingen haben sich fünf Kinder neu infiziert - an ihrer Schule werden nun umfangreiche Tests durchgeführt.

  • Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg waren die Schulen im Land für mehrere Wochen geschlossen.
  • Erst seit Ende Juni herrscht wieder Regelbetrieb an den Schulen im Land - seitdem kam es bereits mehrfach zu Neuinfektionen und Schließungen.
  • Im Kreis Göppingen haben sich fünf Kinder mit dem Coronavirus infiziert: Drei von ihnen haben sich offenbar bei ihrer Mutter angesteckt.

Göppingen - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) waren die Schulen für mehrere Wochen ganz geschlossen oder boten nur eine Notbetreuung an. Da sich das Coronavirus seit einiger Zeit auf vergleichsweise niedrigem Niveau verbreitet, hat die Landesregierung Ende Juni das Ende der Schulschließungen in Baden-Württemberg* beschlossen.

Seit dem 29. Juni sind alle Bildungseinrichtungen wieder vollständig geöffnet. Nach wie vor gelten jedoch bestimmte Hygieneauflagen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg*. Seit der Öffnung kam es bereits mehrfach zu Neuinfektionen an Schulen im Land - in der Landeshauptstadt Stuttgart* sind aktuell mindestens fünf Schulen und zwei Kitas betroffen. Laut Gesundheitsamt geht der Corona-Ausbruch an den Schulen in Stuttgart auf das sorglose Verhalten einer Großfamilie* zurück. Auch der Kreis Göppingen ist von Neuinfektionen bei Kindern betroffen.

Nach Angaben des Landratsamts Göppingen hat sich eine Mutter von fünf Kindern mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infiziert. Der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass die positiv getestete Frau drei ihrer eigenen Kinder angesteckt hat. Ebenfalls infiziert sind demnach zwei weitere Kinder an der Wilhelm-Busch-Schule, die mit den drei Infizierten Kontakt hatten. Dabei handelt es sich laut Landratsamt um einen Mitschüler sowie ein Kind, das sich vermutlich im Schulbus infizierte.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Fünf Kinder im Kreis Göppingen infiziert - Quarantäne angeordnet

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann* hatte die Öffnung aller Schulen aufgrund langsamer ansteigender Infektionszahlen beschlossen, seitdem wurden in mehreren Landkreisen neue Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* nachgewiesen.

Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu verhindern, sollen am heutigen Donnerstag alle Lehrer und Schüler der Wilhelm-Busch-Schule in Göppingen getestet werden. Außerdem wurde veranlasst, dass bis zum Vorliegen der Testergebnisse die Schüler die Schule vorsorglich nicht besuchen sollen.

Die beiden anderen Kinder der betroffenen Frau besuchen die Grundschule in Holzheim und den Kindergarten Pfiffikus in Holzheim. Die Corona-Tests der betroffenen Grundschulklassen und Kindergartengruppe waren negativ. Da es sich bei den Kindern und dem Lehr- und Betreuungspersonal trotz negativen Tests um Kontaktpersonen ersten Grades handelt, wurde dennoch eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zum Schutz vor Neuinfektionen wird Maskenpflicht an Schulen eingeführt

Die Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann stützt sich bei der Öffnung der Schulen und Kitas auf eine Corona-Studie aus Baden-Württemberg mit Kindern* bis zu zehn Jahren. Sie hat ergeben, dass Kinder keine Treiber der Corona-Infektionen sind. Kretschmann sagte zu dem Ergebnis, es sei wichtig gewesen, die Öffnung der Kindergärten und Schulen angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg wissenschaftlich zu untermauern. Zudem entfällt nach den Sommerferien trotz Coronavirus der Mindestabstand an Schulen*.

Erst kürzlich einigte sich die Landesregierung darauf, zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht für weiterführende Schulen einzuführen*. Schüler müssen dann sowohl auf dem Schulgelände als auch im Gebäude eine Maske tragen. Ausgenommen ist eine Maskenpflicht während des Unterrichts.

Als Folge der Einschränkungen durch das Coronavirus in Baden-Württemberg haben viele Schüler offenbar Nachholbedarf beim Lernstoff. Die Wissenslücken sollen in den letzten beiden Wochen der Sommerferien mit einem Nachhilfe-Programm geschlossen werden. Trotz Lehrkraftmangel verlieren jedoch hunderte Lehrer am 30. Juli ihren Job* und müssen sich arbeitslos melden. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare