Steigende Inzidenz

Kreis Göppingen ist Vorreiter: Hausärzte starten mit Corona-Impfungen

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Im Kreis Göppingen breitet sich das Coronavirus in Baden-Württemberg rasant aus. Deshalb wird dort der Impfstoff jetzt auch von Hausärzten verabreicht.

Göppingen - Die Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* nehmen aktuell wieder rasant zu. Gleichzeitig gehen die Impfungen gegen das Virus nur schleppend voran. Die Daimler AG will deshalb sogar Mitarbeiter sobald wie möglich selbst gegen Corona impfen (BW24* berichtete).

Besonders im baden-württembergischen Landkreis Göppingen schnellt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus aktuell in die Höhe. Am Montag lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg die 7-Tage-Inzidenz bei 133,3. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, bekommt der Kreis deshalb jetzt eine Ausnahmegenehmigung: Hausärzte werden in den Impfprozess eingebunden - noch bevor das auf Bundesebene geschieht.

Corona-Impfungen im Kreis Göppingen: Hausärzte sollen Impfzentrum unterstützen

Die Verabreichung von Impfstoff durch Hausärzte im Kreis Göppingen soll laut Stuttgarter Zeitung noch diese Woche starten. „Bis zu 3.000 zusätzliche Impfungen von aktuell nach den Paragrafen 2 und 3 der Corona-Impfverordnung impfberechtigten Patientinnen und Patienten werden so in dieser Woche in den teilnehmenden Hausarztpraxen durchgeführt werden“, so das Landratsamt gegenüber der Zeitung.

Darüber hinaus finden Impfungen gegen das Coronavirus weiterhin im Kreisimpfzentrum Göppingen statt, wo über 80-Jährige und weitere Menschen auf der Warteliste geimpft werden sollen. „Aufgrund der kontinuierlich steigenden Infektionszahlen haben sich alle Akteure der Pandemiebekämpfung für eine solche Aktion ausgesprochen“, erklärte das Landratsamt Göppingen.

Der Landkreis Göppingen startet damit noch vor dem Bund die Impfungen gegen das Coronavirus in Hausarztpraxen. Auf Bundesebene ist die Vergabe von Impfstoffen dort erst nach Ostern vorgesehen.

Hausärzte im Kreis Göppingen dürfen impfen - auch Dank Impfstopp von Astrazeneca

Die bis zu 3.000 zusätzlichen Corona-Impfungen im Kreis Göppingen sind dabei nur wegen des Impfstopps von Astrazeneca möglich. Den daraus entstandenen Impfstau hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kürzlich mit der deutschen Natur erklärt.* Wie die Stuttgarter Zeitung schreibt, stehen den Hausärzten im Kreis Göppingen dadurch die nicht verabreichten Dosen von Astrazeneca zur Verfügung.

Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde inzwischen mit dem Mittel von Astrazeneca geimpft.* Der Landkreis Göppingen will damit die verlorene Zeit wieder gutmachen und den Anstieg der Corona-Infektionen stoppen.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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