Notwendige Dosen

Impfstoff von Curevac hat entscheidenden Vorteil gegenüber Biontech

  • Valentin Betz
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Der Corona-Impfstoff der Tübinger Firma Curevac könnte bald zugelassen werden. Das Präparat hat gegenüber den bereits vorhandenen Mitteln einen entscheidenden Vorteil.

Tübingen - Die 7-Tage-Inzidenz des Coronavirus in Baden-Württemberg geht langsam, aber kontinuierlich zurück. Neben den Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen ist das wohl auch der zunehmenden Zahl an Geimpften in Baden-Württemberg zu verdanken.

Es gibt bereits Mittel verschiedener Hersteller, die von Hausärzten oder Impfzentren verimpft werden. Bald könnte auch der Tübinger Impfstoff von Curevac dazu beitragen, dass möglichst schnell durch weitere Geimpfte eine Herdenimmunität erreicht ist. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hofft Curevac auf eine Zulassung „im Laufe des zweiten Quartals“.

Dabei bringt der Impfstoff von Curevac im Grunde keine Revolution im Vergleich zu den bereits zugelassenen Mitteln. Auch das Präparat von Curevac basiert wie andere Impfstoffe auf der mRNA-Technologie. Trotzdem bietet der Impfstoff von Curevac im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg einen entscheidenden Vorteil.

Druck auf Impfstoffe: Mittel von Curevac steht millionenfach bereit

Seitdem in Baden-Württemberg die Impf-Priorisierung bei Hausärzten entfiel, herrscht ein regelrechter Ansturm auf die Praxen im Südwesten. Dabei ist es den Patienten allerdings nicht egal, welchen Impfstoff sie verabreicht bekommen - das sorgt für zusätzlichen Druck. Deshalb ist der Impfstoff von Curevac besonders für junge Menschen ein Hoffnungsschimmer. Denn diese haben bei der Vergabe von Impfterminen nach wie vor die schlechteren Karten.

Corona-Impfstoff von Curevac: Vom Mittel des Tübinger Biotech-Unternehmens sind wohl deutlich geringere Dosen pro Impfung nötig als bei der Konkurrenz (Symbolbild).

Das Tübinger Unternehmen Curevac könnte dabei gleich im mehrfacher Hinsicht Abhilfe schaffen. Zum einen will die Biotech-Firma die Produktion des Impfstoffs noch vor der Zulassung ausweiten. Dadurch stünden bereits bei der Zulassung mehrere Millionen Dosen zur Auslieferung bereit, wie die Augsburger Allgemeine schreibt. Doch der Impfstoff von Curevac könnte auch durch seine Beschaffenheit die Impfungen beschleunigen: Zum Schutz gegen das Coronavirus sind von dem Präparat deutlich geringere Dosen nötig als bei der Konkurrenz.

Impfstoff von Curevac: Gleicher Schutz bei deutlich geringerer Dosierung

Laut Augsburger Allgemeine beträgt die nötige Impfdosis bei dem Präparat von Curevac gerade einmal zwölf Mikrogramm. Das ist deutlich weniger als bei den bereits zugelassenen Impfstoffen. Um einen Schutz gegen das Coronavirus zu gewährleisten, müssen vom Biontech-Impfstoff 30 Mikrogramm, von Moderna gar 100 Mikrogramm pro Impfung verabreicht werden.

Entsprechend könnte der Impfstoff von Curevac sehr schnell viele Menschen erreichen und wirksam gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg schützen. Zudem arbeitet das Biotech-Unternehmen aus Tübingen bereits an der zweiten Generation eines Impfstoffs. Diese soll dann insbesondere gegen Virusmutation wirksamer schützen.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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