Covid-19 stoppen und helfen

Coronavirus in Baden-Württemberg: Nachbarschaftshilfe und Hilfsaktionen

  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Baden-Württemberg gehört zu den vom Coronavirus stark betroffenen Bundesländern. Neben der Landesregierung bieten auch Organisationen und Nachbarn Hilfe an.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg sorgt für einen nie da gewesenen Ausnahmezustand
  • Das Kontaktverbot der Landesregierung besteht seit 22. März 2020 bis zum 19. April 2020 und beschränkt die Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts auf maximal eine weitere Person.
  • Insbesondere Personen, die zur Risikogruppe gehören, sollen sich weitgehend isolieren. Deshalb bieten Organisationen und Nachbarn Hilfe beim Einkauf von Lebensmitteln und der Besorgung alltäglicher Güter.

Stuttgart - Für die Unterstützung der vom Coronavirus in BadenWürttemberg besonders betroffenen Personen gibt es verschiedene Hilfsaktionen, die zum Teil auch bundesweit umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das DRK Baden-Württemberg, das wegen des Coronavirus Hilfe beim Einkauf für Risikogruppen und Menschen in Quarantäne bietet.

Außerdem unterhält das DRK Baden-Württemberg ein Coronavirus-Portal, auf dem unter dem Motto „Wir checken das“ Angebote für Corona-Hilfe aus allen Landesteilen gesammelt werden. Das DRK vernetzt die Helfer miteinander und stellt gegebenenfalls auch einen Kontakt zu hilfsbedürftigen Personen der von Covid-19 besonders bedrohten Risikogruppe her.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Hilfe für Risikogruppe auf Portalen

Coronavirus in Baden-Württemberg: Eine Edeka-Filiale in Stuttgart leistet Hilfe, in dem sie von 7 bis 8 Uhr nur für Angehörige der Risikogruppe öffnet

Es gibt keine notwendigen Vorqualifikationen für die Hilfsaktionen im Rahmen des Coronavirus in Baden-Württemberg auf dem Portal. Wer beim Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 helfen möchte, kann sich dort registrieren und Menschen helfen, die in Baden-Württemberg zur Coronavirus-Risikogruppe gehören. Menschen mit einer medizinischen oder pflegerischen Ausbildung sind besonders gern in der Corona-Hilfe gesehen.

Neben dem DRK gibt es auch ein Corona-Hilfe-Portal der Landesregierung, über das sich Helfende vernetzen können. Gesundheitsminister Manfred Lucha (59) empfiehlt daneben zum Beispiel Aushänge im Wohnhaus, in der Straße oder im eigenen Viertel, auf denen man Nachbarn Hilfe anbieten könne. Wichtig sei vor allem, dabei die Hygieneregeln zu beachten und ausreichend Abstand voneinander zu halten, um die Risikogruppe nicht in Gefahr zu bringen.

Auch Erntehelfer werden wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg dringend gesucht

Die Landwirte leiden unter den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus in Baden-Württemberg und sind ebenfalls auf Corona-Hilfe angewiesen. Durch das Einreiseverbot dürfen Erntehelfer, die vor allem aus Osteuropa zur Erntezeit nach Deutschland kommen, derzeit kaum noch einreisen. Die Bundesregierung hat in der Covid-19-Pandemie einige Sonderregeln für die Einreise beschlossen, vermutlich reichen die Arbeitskräfte aber dennoch nicht aus.

Um der Wirtschaftskrise durch das Coronavirus in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern zu begegnen, hat das Landwirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring eine bundesweite Plattform mit der Bezeichnung „Das Land hilft“ gestartet und bringt dort Helfer mit Landwirten zusammen. Gesucht werden in der Covid-19-Pandemie Helfer in allen Bereichen, in der nächsten Zeit aber vor allem für die Arbeit in folgenden Bereichen:

  • Spargelernte
  • Erdbeerernte
  • Drahtziehen bei Hopfenfeldern
  •  Pflege von Gemüse- und Salatfeldern

Auf der Plattform finden sich in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg nicht nur Stellenangebote, Helfer können auch Stellengesuche eingeben und sich aktiv um einen Arbeitsplatz in der Landwirtschaft bemühen. Selbstverständlich ist die Hilfe in diesem Fall nicht ehrenamtlich, sondern wird ganz normal entlohnt. Helfer erhalten einen Arbeitsvertrag für Saisonarbeitskräfte.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Gabenzäune als Hilfe für Obdachlose und Bedürftige

In vielen größeren Städten gibt es als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg Gabenzäune für besonders bedürftige Menschen wie etwa Obdachlose. Sie sind in der Covid-19-Pandemie besonders auf Corona-Hilfe angewiesen. Helfer hängen Taschen mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln an einen Zaun.

Obdachlose und andere Bedürftige, die stark betroffen sind, können sich dort bedienen. Die Gabenzäune ermöglichen eine kontaktlose Spende und unbürokratische Hilfe in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg. Es gibt keine zentrale Sammlung der Standorte, in den meisten größeren Städten findet sich aber mindestens ein Gabenzaun, der für eine Abgabe genutzt werden kann.

Wer dort Taschen anhängt, sollte besonders auf das Kontaktverbot achten, das zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg gilt, und den Mindestabstand einhalten, um sich nicht selbst zu gefährden. Neben den Gabenzäunen gibt es fast überall kleinere Hilfsaktionen für die Bewohner einer Stadt. Das Beteiligungsportal der Landesregierung vernetzt diese kleinen Aktionen miteinander und engagierte Bürger können dort ihre Hilfe anbieten.

Nachbarschaftshilfe geht auch ganz ohne große Portale. Wer Nachbarn hat, die zur Risikogruppe bei Covid-19 gehören, geht einfach für sie einkaufen oder unterstützt sie bei der Beschaffung von alltäglichen Dingen und hilft dabei, dass alle Bürger gut durch die Zeit des Coronavirus in Baden-Württemberg kommen.

Von Jan Warner

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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