Grenze zur Schweiz

„Symbol der Liebe“: Corona-Grenzzaun aus Konstanz wird auf bewegende Weise vor Vergessen bewahrt

  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
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Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg waren die Grenzen zwischen Konstanz und Kreuzlingen in der Schweiz wochenlang geschlossen. Der abgebaute Grenzzaun ist nun in einem Museum.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg wirkt sich auf viele Bereiche des Alltags im Land aus.
  • Besonders deutlich war die Corona-Krise in Konstanz am Bodensee sichtbar: Ein Zaun trennte Konstanz von Kreuzlingen in der Schweiz.
  • Der abgebaute Grenzzaun wurde nun an ein Museum übergeben - als Symbol der Liebe und Teil der Geschichte von Baden-Württemberg.

Konstanz/Stuttgart - Aufgrund der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg waren die Grenzen zwischen Baden-Württemberg und seinen Nachbarländern Frankreich und Schweiz wegen der Corona-Pandemie monatelang nahezu dicht. Nur mit einem triftigen Grund war es erlaubt, die Grenzen dennoch zu überqueren.

Zwischen Konstanz in Baden-Württemberg und Kreuzlingen in der Schweiz wurde ein provisorischer Grenzzaun errichtet - und damit Anwohner der beiden Städte voneinander getrennt. Die Bundespolizei hatte den Zaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen aufgestellt, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Der Zaun, der Konstanz am Bodensee und Kreuzlingen in der Schweiz trennte, wurde an ein Museum in Stuttgart übergeben.

Zur Gewährleistung des Mindestabstands als Maßnahme zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg, zog die Schweiz kurz darauf mit einem zweiten Zaun nach - und trennte damit auch Menschen, die sich zuvor noch durch den ersten Grenzzaun treffen und berühren konnten. Die provisorische Grenze zwischen Konstanz am Bodensee und Kreuzlingen in der Schweiz hatte seitdem immer wieder für Aufmerksamkeit gesorgt. Plötzlich getrennte Anwohner der beiden Städte wurden kreativ und verabredeten sich zu Treffen wie beispielsweise Picknicks auf Distanz.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Grenzzaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen an Museum übergeben

Nun wurde der Grenzzaun zwischen Konstanz am Bodensee und Kreuzlingen in der Schweiz zum Ausstellungsobjekt: Als Symbol der Liebe ist er in die Sammlung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg übergegangen, das sich in der Landeshauptstadt Stuttgart befindet. Das Coronavirus in Baden-Württemberg gehört nun offiziell zum kulturellen Erbe im Südwesten.

Über den Abbau freuten sich nicht nur Menschen, die durch den Zaun getrennt wurden: Besonders stark hat auch der Handel in Konstanz unter Covid 19 gelitten. Durch die geschlossenen Grenzen zur Schweiz fiel bei vielen Händlern ein großer Teil ihres Umsatzes weg. Für die Händler in Konstanz am Bodensee seien die Grenzöffnungen trotz Coronavirus in Baden-Württemberg „das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee am Tag der Öffnung.

„Nun kommt wieder zusammen, was zusammengehört!“, sagte Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg, zu den Grenzöffnungen in Konstanz am Bodensee. Angesichts der nun langsameren Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg hat es in den vergangenen Wochen in kurzen Abständen immer weitreichendere Lockerungen gegeben - so durften mittlerweile trotz Coronavirus auch Freibäder in Baden-Württemberg wieder öffnen.

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll der Zaun in die Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Stuttgart aufgenommen werden. Laut einer Sprecherin des Landratsamts Konstazt wird der Grenzzaun, der zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg errichtet wurde, das Thema „Liebe“ veranschaulichen. Das Museum plant für das Jahr 2022 eine Ausstellung unter der gleichnamigen Überschrift. Sie ist Teil einer Trilogie über Emotionen, in deren Rahmen auch eine Ausstellung über „Hass“ und „Gier“ vorgesehen ist.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen zeigt Verbundenheit

Der jetzt historische Grenzzaun von Konstanz am Bodensee und Kreuzlingen symbolisiert trotz seiner trennenden Funktion in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg die Verbundenheit von Schweizern und Deutschen. Anwohner haben zwischen die Zaunstreben mit Absperrband das Wort „Kreuztanz“ (ein Kofferwort aus „Kreuzlingen“ und „Konstanz“) und ein Herz eingewebt. Auf einem anderen Stück des Zauns wurde ein Bild einer geöffneten Tür angebracht.

Kreisarchivar Friedemann Scheck sagte zur dpa, das einzig Gute an dem Aufbau des Grenzzauns zwischen Konstanz am Bodensee und Kreuzlingen in der Schweiz sei, dass die Bürger bemerkten, wie eng sie miteinander verwoben sind - trotz Coronavirus in Baden-Württemberg.

Nicht nur Konstanz am Bodensee litt unter der Schließung der Grenzen und den daraus entstandenen Umsatzeinbußen im Einzelhandel: Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg waren die meisten Läden des Einzelhandels wochenlang geschlossen. In der vierten Aprilwoche konnten sie vermeintlich aufatmen – die Zwangsschließung wurde aufgehoben. Doch selbst drei Wochen später lief das Geschäft noch „extrem schlecht“, wie eine Umfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg ergab.

Seit der Öffnung der Grenzen kommen wieder Kunden aus der Schweiz zum Einkaufen nach Baden-Württemberg. Die Händler in der Grenzregion freuen sich, sie waren von den Auswirkungen des Coronavirus in Baden-Württemberg besonders betroffen.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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