Infektion in Familie einer Schülerin

Erste Schulwoche nach Sommerferien: Schulklasse und Hort in Quarantäne

  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
    schließen

Die Zahl der mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg Infizierten steigt weiter an. Schon in der ersten Woche nach den Sommerferien musste wegen eines Corona-Falls in Emmendingen eine Schulklasse und ein Hort in Quarantäne geschickt werden.

Emmendingen - Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich inzwischen langsamer als zu Beginn der Corona-Pandemie, es stellt jedoch noch immer eine Bedrohung für die Gesundheit dar - insbesondere für die Risikogruppe, deren Krankheitsverlauf bei einer Ansteckung mit Covid-19 häufig schwerwiegend und lebensbedrohlich ist. Kinder zählen in der Regel nicht dazu, wie eine Corona-Studie aus Baden-Württemberg im Juni gezeigt hatte. Auf Grundlage dieser Untersuchung wurde auch das Ende der Schulschließungen im Land angeordnet.

Mit dem Ende der Sommerferien haben die Schulen den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen nun wieder aufgenommen: Seit Montag besuchen trotz Coronavirus in Baden-Württemberg wieder alle Schüler im Land die Bildungseinrichtungen - und bereits jetzt mussten eine Schulklasse und ein Hort in Emmendingen in Quarantäne geschickt werden.

Die Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann lockerte bereits mehrfach die Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg, um den Bürgern im Land trotz Covid-19 einen Alltag zu ermöglichen. Die Sorge wächst derzeit jedoch, dass einige Lockerungen möglicherweise zu früh kamen - aktuell steigt die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* wieder an. Immer wieder kommt es zu Neuinfektionen, viele davon ereigneten sich auch schon vor den Sommerferien an Schulen im Land. In der Landeshauptstadt Stuttgart waren bereits mehrere Schulen und Kitas von Corona-Ausbrüchen betroffen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulklasse und Hort in Emmendingen vorsorglich in Quarantäne

Nun wurde in Emmendingen eine Schulklasse und ein Hort geschlossen, nachdem in der Familie eines Schulkindes zwei positive Covid-19-Fälle registriert worden waren. Um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten, hat das Gesundheitsamt Emmendingen alle Schüler der Klasse sowie der Hortgruppe in Quarantäne geschickt. Die Grundschülerin sei noch am Dienstag als Kontaktperson getestet worden, wie die Stadt und das Gesundheitsamt des Landratsamts in einer gemeinsamen Pressemitteilung meldeten.

Obwohl die Covid-19-Infektion der Grundschülerin aus Emmendingen noch nicht bestätigt ist, hat das Gesundheitsamt aus Vorsorgegründen für die Klasse und den Hort der Schule eine Quarantäne ausgesprochen. Sowohl Klasse als auch Hortgruppe wurden vorläufig geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu verhindern. Die betroffenen Kinder der Klasse und des Horts müssen sich an diesem Mittwoch ebenfalls einem Corona-Test unterziehen. Die Eltern seien von der Schulleitung sofort informiert worden, für Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte würden nun Testmöglichkeiten organisiert, heißt es in der Mitteilung.

Erst kürzlich wurden im Hohenlohekreis zwei Kinder positiv auf das Coronavirus getestet. Sie hatten sich zuvor für eine Woche in einem Zeltlager aufgehalten. Um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten, haben die positiven Testergebnisse Folgen für dutzende weitere Personen, die im Zeltlager dabei waren. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat alle Teilnehmer des Zeltlagers sowie die Betreuer – insgesamt 41 Personen, darunter 30 Kinder – als direkte Kontaktpersonen eingestuft und eine zweiwöchige Quarantäne verhängt.

Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich seit Durchsetzung weitreichender Lockerungen wieder schneller

Anfang Juli sind trotz Coronavirus in Baden-Württemberg weitreichende Lockerungen in Kraft getreten. Seitdem sind auch größere Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl und Reisen ins Ausland wieder erlaubt - wenn auch unter bestimmten Hygieneauflagen, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg kontrollieren zu können. Seitdem steigt auch die Zahl der Personen an, die sich im Ausland anstecken, drastisch an.

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten, sind Urlauber, die aus Risikogebieten zurückkehren, weiterhin zu einem Corona-Test verpflichtet. Auch Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten konnten sich bis zum 15. September kostenlos testen lassen - seit dem heutigen Tag muss der Test nun selbst bezahlt werden, denn das Land Baden-Württemberg und die Test-Labore stoßen aktuell an Kapazitätsgrenzen

Rubriklistenbild: © Tim Brakemeier/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare