„Click & Collect“ wieder erlaubt

Trotz Lockdown: Für den Handel in Baden-Württemberg gibt es ab jetzt eine Lockerung

Am letzten Samstag vor Weihnachten ist in der Stuttgarter Innenstadt nur wenig los, da die meisten Einkaufsläden wegen des aktuell harten Lockdowns geschlossen sind.
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Online bestellen und im Geschäft abholen? Das war in Baden-Württemberg über mehrere Wochen verboten.
  • Carolin Freytag
    vonCarolin Freytag
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Die Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg steigen weiter an. Über mehrere Wochen waren „Click & Collect“-Services verboten. Nun gibt es eine Lockerung für den Handel.

Update vom 11. Januar, 9.54 Uhr: Über mehrere Wochen war es Händlern in Baden-Württemberg verboten, Click & Collect-Services anzubieten. Ab heute gibt es diesbezüglich eine Lockerung für den Einzelhandel. Der Service ist wieder erlaubt. Kunden können Waren wieder telefonisch und online vorbestellen und diese im Laden abholen.

Die Geschäftsführerin des Handelsverbandes, Sabine Hagmann, sagte, bereits vergangene Woche, man habe die Argumentation für das Abhol-Verbot nie verstanden. Den mit dem Rücken zur Wand stehenden Händlern auch noch diese Möglichkeit zu verweigern, sei hart gewesen. „Das hat unseren mittelständischen Unternehmen sehr geschadet.“

Update vom 5. Januar, 16:03 Uhr: Kurz vor Weihnachten traf es den Handel erneut hart: Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg mussten viele Geschäfte Mitte Dezember im harten Lockdown erneut schließen. Dazu kam: Die Landesregierung erließ auch ein Verbot des sogenannten „Click & Collect“-Services, den viele Händler anboten. Kunden können hierbei Waren, die sie per Telefon oder Internet bestellt haben, im Laden abholen.

Dies soll ab kommenden Montag jedoch wieder erlaubt sein, wie die Deutsche Presseagentur am Dienstag berichtete. Kurz bevor der Lockdown also mutmaßlich in die Verlängerung geht, gibt es zumindest eine kleine Lockerung für den gebeutelten Einzelhandel in Baden-Württemberg.

Das Verbot war vor Weihnachten erlassen worden, um die Bildung von Schlangen vor den Geschäften zu verhindern.

Erstmeldung vom 15. Dezember 2020: Stuttgart - Eine Trendwende beim Coronavirus in Baden-Württemberg ist nicht in Sicht. Für den Montag meldete das Robert-Koch-Institut erneut ein deutliches Plus bei den Neuinfektionen - 2.177 neue Fälle kamen hinzu. Auch die 7-Tage-Inzidenz des gesamten Bundeslandes klettert täglich weiter nach oben. Am Dienstag ist sie bei 191 angekommen - kurz vor der Hotspot-Marke von 200.

Ausgangssperren gelten in Baden-Württemberg bereits seit dem vergangenen Wochenende. Ab diesem Mittwoch folgt wegen der steigenden Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg und auch deutschlandweit der harte Lockdown. Sämtliche Händler müssen schließen, nur wenige dürfen weiter geöffnet bleiben.

In Baden-Württemberg gelten mit dem Lockdown ab Mittwoch harte Regeln.

Im Ticker gibt es aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Händler müssen schließen - mitten im Weihnachtsgeschäft

Für einige Händler gibt es Ausnahmen. Nicht schließen müssen beispielsweise Apotheken, Drogerien, Optiker oder Buchläden. Also Händler, die als lebensnotwendig eingestuft werden. Gastronomische Angebote sind ohnehin bereits seit Wochen geschlossen. Nun trifft es den Einzelhandel mitten im Weihnachtsgeschäft knallhart.

Die Händler müssen sich auf den nächsten Rückschlag wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg einstellen. Die meisten müssen nicht nur ihre Türen für Kunden schließen. Es wird auch verboten, dass Kunden die Ware beispielsweise online oder telefonisch bestellen und diese dann am Geschäft abholen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur. Sogenannte „Click & Collect“-Angebote sind dann nicht mehr erlaubt.

In der Zeit des harten Lockdowns sind für Händler „Click & Collect“-Angebote verboten

So habe die Landesregierung beschlossen, „Abholangebote im Handel während des harten Corona-Lockdowns zu verbieten“. Das heißt: Bis zum 10. Januar sind solche Services erst einmal verboten. Der Grund: Die Politik will verhindern, dass sich vor den Geschäften Warteschlangen von Menschen bilden, die ihre Bestellungen abholen wollen. Das stehe einer Reduzierung der Kontakte entgegen.

Dagegen dürfen die Händler weiter selber liefern oder liefern lassen, wie das grün-schwarze Kabinett am Dienstag in Stuttgart beschloss.

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