Zahlen im Landkreis steigen

Corona-Ausbruch wegen mehrerer Privatpartys: 600 Menschen in Biberach müssen in Quarantäne

Mehrere Personen stoßen in privater Runde mit Sektgläsern an.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Nach privaten Partys müssen 600 Menschen in Quarantäne (Symbolbild).
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    vonJulian Baumann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich weiter. In Biberach sind die Zahlen zuletzt deutlich gestiegen - Grund dafür waren drei private Partys.

Biberach - Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich in den vergangenen Wochen wieder schneller. Ein Grund für den Anstieg der Infektionszahlen ist die Rückkehr von Urlaubern aus Risikogebieten. Eine Geburtstagsparty in Friedrichshafen (Bodenseekreis) hatte etwa Folgen, weil Gäste das Virus zuvor aus dem Ausland mitgebracht hatten. Aktuell häufen sich die Meldungen über steigende Infektionszahlen aufgrund privater Feiern. In Dettingen (Kreis Reutlingen) sind derzeit 550 Personen in Quarantäne. Schüler hatten Covid-19 nach einer Party verbreitet. Auch die steigenden Infektionszahlen im Kreis Biberach sind laut dem zuständigen Landratsamt auf drei private Feiern zurückzuführen.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu weitreichenden Maßnahmen zum Infektionsschutz. Zwischenzeitlich wurden die Maßnahmen der Landesregierung immer mehr gelockert. Seit dem 1. Juli ist fast alles wieder erlaubt - auch private Partys mit mehreren Gästen. Auch im Falle der Feiern in Friedrichshafen und Dettingen, wurde die Anzahl der erlaubten Gäste nicht überschritten. Die Veranstaltungen hatten dennoch schlimme Folgen für die Anwesenden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Anstieg der Infektionszahlen in Biberach - nach drei Partys

Im Landkreis Biberach steigen die Infektionzahlen der am Coronavirus in Baden-Württemberg Erkrankten seit dem Wochenende weiter an. Laut Angaben des Landratsamts seien zwischen Freitag, dem 25.09, und Sonntag, dem 27.09, 38 neue Fälle hinzugekommen. Das berichtete der SWR am Montag. Insgesamt sollen sich im Landkreis 823 Menschen infiziert haben. Das Amt führt die steigenden Zahlen auf drei private Partys am Wochenende zurück. Die Hälfte der Betroffenen hätte sich dabei angesteckt.

Die Feiern hatten in Mietingen, Baustetten und Unlingen stattgefunden. Wegen der vielen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg mussten sieben Klassen aus unterschiedlichen Schulen in Quarantäne - auch Kontaktpersonen sind betroffen. Die Zahl belief sich Stand Montag auf rund 600 Personen.

Nach Partys trotz Coronavirus in Baden-Württemberg: Regierung beschließt neue Schritte

Immer wieder melden die Landratsämter der Kreise neue Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Ein Großteil davon ist auf unvorsichtiges Verhalten zurückzuführen. In Hockenheim feierte eine Gruppe von Jugendlichen eine illegale Party unter einer Autobahnbrücke und ignorierte sowohl die Maskenpflicht als auch die Abstandsregel. Die Polizei musste einschreiten. Auch Schulen und Kita in Karlsruhe und Pforzheim hatten bereits wenige Tage nach dem Schulstart neue Infektionen gemeldet. Eine Schule in Friedrichshafen musste sogar komplett wieder schließen.

Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg und ganz Deutschland beschlossen die Bundesregierung und die Länderregierungen neue Schritte. Für private Feiern wird beispielsweise eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer „dringend empfohlen“, wie die Welt berichtete. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte zudem vor Reisen ins Ausland. Wichtig seien nun vor allem der Arbeitsplatz, Kita und Schulen. „Mehr Masken, weniger Feiern, weniger Alkohol“, sagte Söder nach Angaben der Welt.

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