Schon zwei Versuche

Mann in Karlsruhe gibt sich als Corona-Tester aus, um in die Wohnung einer Frau zu kommen

  • Lisa Schönhaar
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Während das Coronavirus in Baden-Württemberg noch immer viele Lebensbereiche der Bürger beeinflusst, nutzen Betrüger die Lage immer häufiger aus. Ein Mann in Karlsruhe gab sich als Corona-Tester aus - und wollte in die Wohnung einer Frau gelangen.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg ist eine Gefahr für die Gesundheit - und bei schweren Verläufen auch eine Gefahr für das Leben.
  • Immer häufiger nutzen Betrüger die Unsicherheit der Bürger wegen Covid-19 aus.
  • Ein Mann hat sich in Karlsruhe als Corona-Tester ausgegeben und versucht, in die Wohnung einer jungen Frau zu kommen.

Karlsruhe - Das Coronavirus in Baden-Württemberg bestimmt nach wie vor in vielen Bereichen das Leben der Bürger. Die Unsicherheit ist groß: Infizierte, die einen leichten Krankheitsverlauf haben, bemerken eine Erkrankung mit Covid-19 häufig nicht - dennoch sind sie ansteckend und können das Coronavirus auf ihre Mitmenschen übertragen. Nur ein sachgemäß durchgeführter Corona-Test kann Sicherheit geben - das wissen auch Betrüger, die immer häufiger versuchen, die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg auszunutzen.

Corona-Tests zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg sind bislang nur an bestimmten Orten möglich. So kann sich beispielsweise am Flughafen in Stuttgart jeder auf das Coronavirus testen lassen - der Test kostet jedoch 170 Euro. Diese Situation und die daraus entstehende Unsicherheit der Menschen ist auch Betrügern bewusst. In Karlsruhe hat sich jetzt ein unbekannter Mann als angeblicher Corona-Tester ausgegeben. Vermutlich wollte er so Zugang zur Wohnung einer jungen Frau erhalten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Polizei warnt vor einem Mann in Karlsruhe, der in die Wohnung einer jungen Frau gelangen wollte, um angeblich einen Corona-Test durchzuführen (Symbolbild).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mann in Karlsruhe gab sich schon zuvor als Corona-Tester aus

Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg unter Kontrolle zu halten, sind Corona-Tests von potenziell infizierten Personen unerlässlich. Der bislang unbekannte Mann in Karlsruhe wollte die Corona-Krise offenbar ausnutzen und klingelte gegen 13:50 Uhr in der Görrestraße in der Karlsruher Weststadt an der Wohnungstür einen jungen Frau. Wie aus der Pressemitteilung der Polizei Karlsruhe hervorgeht, gab sich der mutmaßliche Betrüger als ein Mitarbeiter eines Bundesamtes aus Bruchsal aus, als die Frau ihre Tür öffnete.

Nach Angaben der Polizei in Karlsruhe gab der Mann vor, einen Corona-Test zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg durchführen zu wollen. Auf diese Weise versuchte der mutmaßliche Betrüger wahrscheinlich, in die Wohnung der jungen Frau zu gelangen. Diese verweigerte ihm jedoch den Zugang zu ihrer Wohnung und ließ sich nicht zu einem Test auf das Coronavirus überreden. Daraufhin entfernte sich der Mann wieder.

Die Frau aus Karlsruhe meldete daraufhin bei der Polizei, dass ein ihr unbekannter Mann in ihrer Wohnung einen Corona-Test durchführen wollte. Außerdem gab sie an, dass derselbe mutmaßliche Betrüger bereits in der Woche zuvor bei ihr geklingelt habe - ebenfalls unter dem Vorwand, einen Corona-Test zur Kontrolle der Lage des Coronavirus in Baden-Württemberg durchführen zu wollen.

Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg sollen Bürger keine angeblichen Corona-Tests in Wohnung zulassen

Laut Polizei Karlsruhe hatte der Mann einen auffälligen, orangefarbenen Trolley dabei. Er war zwischen 35 und 40 Jahre alt, sehr schlank, groß, hatte dunkle kurze Haare und trug eine Brille. Bekleidet war er mit einem dunklen T-Shirt und einer Jeans. Trotz aller Unsicherheiten angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg rät die Polizei dazu, vor dem Öffnen der Haustür durch den Türspion oder das Fenster zu blicken - und fremden Personen den Zutritt in die Wohnung grundsätzlich zu verweigern. In brenzligen Situationen sollte der Notruf gewählt und dubiose Vorkommnisse umgehend bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle gemeldet werden.

Ende Mai waren bereits Betrüger im Kreis Böblingen unterwegs: Mit einer dreisten Masche hatten zwei Männer versucht, eine 28-Jährige um 324 Euro zu erleichtern. Sie gaben sich als Rohrreiniger aus und stellten der Frau eine Rechnung in dieser Höhe, obwohl sie einen Schaden in deren Haus gar nicht behoben hatten. Die Frau wusste sich allerdings zu helfen und sorgte sogar dafür, dass die Betrüger letztlich von der Polizei festgenommen werden konnten.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/dpa

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