23 Angestellte positiv getestet

30 Mitarbeiter in Quarantäne: Corona-Ausbruch in Schlachthof in Crailsheim

 Ein Mitarbeiter kontrolliert am 31.03.2014 im Schlachthof der Firma Vion in Bad Bramstedt den Schlachtbetrieb.
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In einem Schlachthof der Firma Vion wurden 23 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.
  • Julian Baumann
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Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg bleibt weiter ernst. Nun gab es in einem Schlachthof in Crailsheim einen Ausbruch von Covid-19. 30 Mitarbeiter müssen in Quarantäne.

Crailsheim - Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg bleibt weiter ernst. Jeden Tag meldet das Landesgesundheitsamt eine hohe Zahl an Neuinfektionen. Seit dem heutigen Dienstag, dem 12. Januar, haben wieder drei Landkreise im Südwesten die kritische Hotspot-Marke einer 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten. Das Land befindet seit Ende vergangenen Jahres in einem harten Lockdown, der kürzlich bis Ende Januar verlängert wurde. Zeitgleich wurden auch die aktuellen Corona-Regeln für Baden-Württemberg nochmals verschärft.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Baden-Württemberg in unserem Ticker.

Im vergangenen Jahr machte ein Corona-Ausbruch in dem Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen bundesweit Schlagzeilen. Nun meldete ein Schlachthof in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall), dass 23 Mitarbeiter positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg getestet worden seien. Rund 30 Mitarbeiter des Betriebes befinden sich aktuell in Quarantäne, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schlachtbetrieb in Crailsheim hat 640 Mitarbeiter

Nach Angaben des Unternehmens Vion mit Sitz in Buchloe (Bayern), zu dem der Schlachtbetrieb im baden-württembergischen Crailsheim gehört, seien am Montag vergangener Woche insgesamt 21 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus in Baden-Württemberg getestet worden. Zwei Weitere erhielten ihr Testergebnis am Donnerstag. Daneben seien aktuell zehn weitere Mitglieder des Personals in Quarantäne, da sie mit den infizierten Personen zusammenlebten, berichtet die dpa. Ein Sprecher des Landratsamts Schwäbisch Hall habe die Angaben bestätigt.

Insgesamt arbeiten in dem Schlachtbetrieb in Crailsheim 640 Mitarbeiter. Seit dem Ausbruch des Coronavirus in Baden-Württemberg sei man in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden, teilte Vion mit. Man könne Vermutungen anstellen, dass sich die Personen während der Feiertage bei privaten Kontakten ansteckt haben, sagte ein Unternehmenssprecher laut der dpa mit Blick auf den Infektionsherd. 20 der infizierten Angestellten seien zuletzt in der Abteilung zur Zerlegung von Schweinen beschäftigt gewesen, einer bei der Zerlegung von Rindern und die anderen beiden bei der Verladung.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Nach Ausbruch in Crailsheim - Betrieb muss vorerst nicht schließen

Im vergangenen Jahr deckte eine Tierschutzorganisation mit heimlich gefilmten Aufnahmen mehrere Skandale in Schlachtbetrieben im Südwesten auf. Grund dafür war allerdings nicht das Coronavirus in Baden-Württemberg, sondern die grausame Behandlung der Tiere. Der Schlachthof in Gärtringen musste nach dem Schock-Video bis mindestens Mitte des laufenden Jahres schließen. Das blüht dem Schlachtbetrieb in Crailsheim nach dem Corona-Ausbruch zunächst nicht, wie ein Sprecher laut der dpa sagte. Es werde jedoch in reduziertem Umfang gearbeitet.

Wo und wann sich die Beschäftigten des Schlachtbetriebs in Crailsheim mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infiziert hatten, sei bislang nicht bekannt.

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