Erste Schulwoche nach Ferien

100 Menschen in Quarantäne: Corona-Ausbrüche an Schulen und Kita in Karlsruhe und Pforzheim

  • Lisa Schönhaar
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Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg steigt - schon in der ersten Woche nach den Sommerferien kam es zu mehreren Corona-Ausbrüchen an Schulen in Karlsruhe und Pforzheim

Karlsruhe/Pforzheim - Das Coronavirus in Baden-Württemberg* (BW24* berichtete) veränderte das Leben im Land radikal: Die Corona-Pandemie führte nicht nur zu weitreichenden Einschränkungen des sozialen Lebens, sondern auch zu zahlreichen Verboten und Maßnahmen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus*. Mit den gesetzlich festgelegten Corona-Regeln soll die Risikogruppe geschützt und das baden-württembergische Gesundheitssystem vor einem Zusammenbruch bewahrt werden - davon waren auch die Schulen im Land betroffen, die für mehrere Wochen geschlossen waren.

Verglichen mit den schnell steigenden und hohen Infektionszahlen im März und April verbreitete sich das Coronavirus in Baden-Württemberg* im Frühsommer auf einem geringeren Niveau - die Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann* hat deshalb bereits mehrfach Lockerungen der Schutzmaßnahmen erwirkt. Nachdem das Ende der Schulschließungen in Baden-Württemberg* bereits Ende Juni verkündet wurde, haben die Schulen im Land zum Ende der Sommerferien am vergangenen Montag den Regelbetrieb wieder aufgenommen - wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg* allerdings unter Pandemie-Bedingungen.

Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich wieder stärker - mehrere Schulen im Land betroffen

Seit Montag besuchen trotz Coronavirus in Baden-Württemberg wieder alle Schüler im Land die Bildungseinrichtungen. Seitdem kam es bereits mehrfach zu Corona-Ausbrüchen an Schulen. In Emmendingen mussten ein Hort und eine Schulklasse unter Quarantäne* gestellt werden, nachdem sich eine Schülerin infiziert hatte. Auch ein Gymnasium in Mannheim ist von einem Corona-Fall* betroffen - mit Folgen für alle Schüler und Lehrer der Klasse, die sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben müssen. Nun wurden weitere Infektionsfälle an Schulen und einer Kita in Karlsruhe und Pforzheim bekannt: Mehr als 100 Kontaktpersonen sind deshalb in Quarantäne.

Nach Angaben der Stadt Pforzheim wurde nach dem Schulstart am vergangenen Montag eine Schülerin des Hebel-Gymnasiums positiv auf das Coronavirus in Baden-Württemberg getestet. Die gesamte Kursstufe mit 51 Schülern und vier Lehrern müssen deshalb für 14 Tage in Quarantäne. Die mit Covid-19 infizierte Schülerin habe zudem einen Kooperationskurs am Reuchlin-Gymnasium besucht, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervorgeht. Dadurch seien auch dort eine Lehrkraft und zehn weitere Schüler sowie sechs Jugendliche des Theodor-Heuss-Gymnasiums betroffen.

Auch in Karlsruhe gab es Medienberichten zufolge an mehreren Schulen Corona-Fälle. Um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten, mussten sich eine Klasse und sieben Lehrkräfte des Otto-Hahn-Gymnasiums in Quarantäne begeben. In der Europaschule Karlsruhe sind zudem zwei Gundschulklassen vom Unterricht ausgeschlossen worden, weil ein Geschwisterpaar positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Auch in einer Kita in Bretten im Kreis Karlsruhe hat sich eine Mitarbeiterin infiziert. Sowohl sie selbst als auch 18 Kinder mussten in häusliche Isolation geschickt werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Bei steigenden Infektionszahlen können Corona-Regeln an Schulen verschärft werden

Aktuell wächst die Sorge, dass einige Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg möglicherweise zu früh kamen - derzeit steigt die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* wieder an. Immer wieder kommt es zu Neuinfektionen, viele davon ereigneten sich auch schon vor den Sommerferien an Schulen im Land. In der Landeshauptstadt Stuttgart* waren im Juni bereits mehrere Schulen und Kitas von Corona-Ausbrüchen betroffen.

Auch die Schulen im Land sind zur Einhaltung der Corona-Auflagen angehalten, um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt ab der fünften Klasse und an den weiterführenden Schulen auf sogenannten Begegnungsflächen wie Toiletten und Schulfluren - bislang aber nicht im Unterricht. Das könnte sich ändern, sobald steigende Infektionszahlen strengere Maßnahmen in einzelnen Landkreisen erfordern. Die Landesregierung Baden-Württembergs hat hierfür ein Corona-Konzept* vorgestellt, das im Falle einer zweiten Welle einen erneuten Shutdown verhindern soll. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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