Sprengung der Kühltürme

Drohne fliegt über das Atomkraftwerk Philippsburg - ihre Aufnahmen machen Gänsehaut

  • Julian Baumann
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Die Bürger konnten die Sprengung der Kühltürme in Philippsburg wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg nicht live verfolgen. Jetzt gibt es spektakuläre Drohnenaufnahmen der Sprengung.

  • Aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg erlaubte die EnBW keine Zuschauer bei der Sprengung der Kühltürme in Philippsburg.
  • Alle Interessierten können sich nun Bild-und Filmmaterial der Sprengung am Atomkraftwerk in Philippsburg anschauen.
  • Eine Drohne filmte, wie die Kühltürme gesprengt wurden und nahm spektakuläres Material auf.

Karlsruhe/Philippsburg - Am Donnerstagmorgen sprengte die EnBW die Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg bei Karlsruhe. Interessierte Bürger durften die Sprengung aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg und dem Verbot von Massenansammlungen nicht vor Ort anschauen. Die EnBW versprach jedoch, Bilder und Filmmaterial der Sprengung für alle zur Verfügung zu stellen. Neben Filmaufnahmen aus der Distanz filmte auch eine Drohne die Sprengung der Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg. Die Drohne befand sich zum Zeitpunkt der Sprengung nah an den zusammenfallenden Türmen und fing so spektakuläre Aufnahmen ein. Nach Angaben des Konzerns verlief die Sprengung wie geplant und sicher.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg filmte eine Drohne die Sprengung am Atomkraftwerk Philippsburg

Die EnBW setzte auf eine Drohne, um die Sprengung der Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg aus nächster Nähe zu zeigen. So können alle Interessierten, die wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg bei der Sprengung nicht vor Ort am Kraftwerk in Philippsburg sein durften, das Geschehen im Nachhinein anschauen. Die spektakulären Aufnahmen entstanden, als die Drohne zum Zeitpunkt der Sprengung über den Kühltürmen schwebte. Dadurch ist deutlich zu sehen, wie zuerst der linke und dann der rechte Kühlturm wie ein Kartenhaus in sich zusammen fällt.

Ein weiteres Video zeigt die Sprengung der Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg aus der Entfernung. Direkt nach der Sprengung fliegt die Drohne über das Gelände und zeigt die entstandene Schuttwolke um die ehemaligen Kühltürme aus der Distanz. Zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg sind Großveranstaltungen und Menschenansammlungen nach wie vor verboten. Damit sich keine Schaulustigen vor dem Gelände des Atomkraftwerks Philippsburg versammeln, hielt die EnBW den genauen Tag und die Uhrzeit der Sprengung geheim.

Coronavirus in Baden-Württemberg verhinderte die Beobachtung der Sprengung am Atomkraftwerk Philippsburg vor Ort

Eine Drohne filmte die Sprengung auf dem Atomkraftwerk Philippsburg

Wie Jörg Michels, Geschäftsführer der EnBW, in einem Video auf der Webseite des Unternehmens sagt, hatte das Coronavirus in Baden-Württemberg nur einen indirekten Einfluss auf die Sprengung. Zunächst hatte die EnBW geplant, interessierten Bürgern die Beobachtung der Sprengung am Atomkraftwerk Philippsburg zu erlauben, was durch die anhaltende Verbreitung von Covid-19 nicht möglich war. Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gilt eine Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und ein Mindestabstand von 1,50 Metern - größere Menschenansammlungen sind zu vermeiden.

Laut Michels fanden die Vorbereitungen auf die Sprengung der Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg ohne Beeinträchtigungen durch das Coronavirus in Baden-Württemberg statt. Der Geschäftsführer des Energiekonzerns hatte zuvor bedauert, dass die Öffentlichkeit nicht an der Sprengung teilnehmen könne und betont, der Gesundheitsschutz gehe vor. Wie zuvor angekündigt, hat die EnBW jetzt umfangreiches Material zur Sprengung auf der Webseite zur Verfügung gestellt. Dort finden sich neben den Aufnahmen der Drohne weitere Filmaufnahmen sowie zahlreiche Bilder. Laut Pressemitteilung des Unternehmens soll weiteres Material folgen. Nicht nur die EnBW setzt auf Drohnenaufnahmen: Eine Drohne gewährte der Öffentlichkeit bereits völlig neue Einblicke in den künftigen Tiefbahnhof Stuttgart 21.

Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg: Sprengung am Atomkraftwerk Philippsburg erfolgreich und sicher ausgeführt

Am heutigen Donnerstagmorgen führte die EnBW die Sprengung der Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg erfolgreich aus - wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg wie geplant ohne Zuschauer. Laut Angaben des Energiekonzerns fiel der erste Turm gegen 6:05 Uhr planmäßig in sich zusammen. Der zweite Kühlturm folgte mit einer Verzögerung von wenigen Sekunden. Die Drohne filmte die Sprengung aus nächster Nähe. Die freigewordene Fläche soll an die TransnetBW übergeben werden, die ein Gleichstrom-Umspannwerk zur Verteilung von Strom aus erneuerbaren Energien errichten will. Die EnbW prüft außerdem, ob das Material der gesprengten Kühltürme zur weiteren Verwendung geeignet ist - etwa zur Aufschüttung des Geländes.

Eine Überprüfung des AKW Neckarwestheim II südlich von Heilbronn zeigte auffällige Schäden. Mehrere Rohre von Dampferzeugern wiesen Korrosionsschäden auf. Die Rohre wurden versiegelt und außer Betrieb genommen. Insgesamt ergab die Überprüfung jedoch deutlich weniger Beanstandungen als in den Vorjahren. Das letzte noch aktive Atomkraftwerk in Baden-Württemberg soll noch bis Ende 2022 Strom liefern.

Rubriklistenbild: © YouTube/EnBW/Screenshot

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