Neuerung in 1.000 Aldi-Filialen

Coronavirus: Bei Aldi Süd werden Kunden jetzt genau beobachtet - aber nicht wie bisher von Mitarbeitern

  • Marleen van de Camp
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Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg darf sich immer nur eine Person pro 20 Quadratmeter Ladenfläche im Geschäft aufhalten. Aldi Süd führt deswegen in 1.000 Filialen eine Neuerung ein.

  • Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen eingehalten werden - auch beim Einkaufen. Darum darf sich laut Corona-Verordnung nur eine Person pro 20 Quadratmeter Ladenfläche im Geschäft aufhalten.
  • Der Discounter Aldi Süd setzte bisher auf Mitarbeiter, die die Kunden an den Ein- und Ausgängen zählten.
  • Ein Start-up aus Stuttgart liefert jetzt Technik, die den Schutz von Kunden und Mitarbeitern gegen Covid-19 drastisch vereinfachen wird.

Aichtal/Stuttgart - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gilt die Corona-Verordnung der Landesregierung Stuttgart. Seit dem 27. April gilt in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Läden.

Bereits Mitte März wurden wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg diverse Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz eingeführt. Dazu gehört zur Vermeidung einer Ansteckung mit der Lungenkrankheit Covid-19 auch ein behördlich angeordneter Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben. Diesen Mindestabstand einzuhalten, ist gerade beim Einkaufen im Supermarkt schwierig. Das beweist unter anderem ein Tweet eines Aldi-Kunden aus Vaihingen-Enz:

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kontrollen sollen bei Aldi Süd Ansteckung mit Covid-19 verhindern

Wegen des Coronavirus gilt in Baden-Württemberg deshalb die Regelung, dass im Einzelhandel nur eine Person (Mitarbeiter oder Kunde) pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche zugelassen ist. Der Discounter Aldi Süd beschäftigt an vielen Standorten schon länger Sicherheitspersonal.

Die Security soll von jetzt an entsprechende Zugangskontrollen wegen Covid-19 durchführen und Menschen daran hindern, das Geschäft zu betreten, wenn sich bereits je eine Person pro 20 Quadratmeter Ladenfläche darin aufhält. Ist noch Platz, soll das Sicherheitspersonal Leute zum Eintreten auffordern. Bei Aldi in Vaihingen-Enz hat das offensichtlich noch nicht so ganz funktioniert. Doch woher weiß die Security überhaupt genau, wie viele Menschen gerade im Laden sind und wie viele noch hineingelassen werden können?

Coronavirus in Baden-Württemberg: Start-up aus Stuttgart liefert Aldi Süd die Technik für digitale Zugangskontrollen

Bisher mussten die Angestellten des Discounters Aldi Süd die Menschen an den Ein- und Ausgängen tatsächlich zählen. Doch Aldi Süd wird dieses Problem in Zukunft digital mit Hilfe eines Start-ups aus Stuttgart lösen, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung ankündigt. Das Start-up Sensalytics aus der Stuttgart bezeichnet sich selbst als „Google Analytics für die echte Welt“.

Es ist genau auf das spezialisiert, was Läden wie Aldi Süd in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg brauchen: Besucherströme messen, Menschen zählen, auswerten, wie stark die Auslastung einer Ladenfläche ist. Eigentlich wird die Sensalytics-Technik im Einzelhandel eingesetzt, um Kundenverhalten zu tracken. Die Händler gewinnen dadurch unter anderem Daten über Conversion Rates - also wie sich eine bestimmte Produktplatzierung auf das Kaufverhalten auswirkt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Aldi Süd stattet rund die Hälfte seiner 1930 Filialen mit einem digitalen System zur Zutrittskontrolle aus.

Jetzt sollen Sensalytics-Sensoren an den Ein- und Ausgängen die Auslastung von rund 1.000 Filialen des Discounters Aldi Süd in Echtzeit messen. Die Mitarbeiter der jeweiligen Filiale werden automatisch per App, SMS oder Anruf über die Auslastung informiert, solange das Coronavirus in Baden-Württemberg eine Gefahr darstellt. Aldi Süd testet an einigen Standorten auch ein Ampelsystem, das den Kunden anzeigt, ob die Filiale ausgelastet ist, oder der Einkauf losgehen kann.

Aus der Region gibt es noch mehr Beispiele für innovative Technologie: Beispielsweise hat ein Start-up aus Reutlingen einen besonderen Schutz gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg für das Klinikum Stuttgart entwickelt.

Rubriklistenbild: © obs/Unternehmensgruppe ALDI SÜD/ALDI SÜD

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