Maskenpflicht und Alkoholverbot

Corona-Alarm in Stuttgart: Ab Mittwoch gelten scharfe Beschränkungen

  • Lisa Schönhaar
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Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg nimmt weiter zu: Stuttgart hat die kritische Marke bereits überschritten, ab Mittwoch gelten deshalb strenge Corona-Regeln in der Landeshauptstadt.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt Stuttgart (BW24* berichtete) ergreift angesichts steigender Infektionszahlen strengere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg*. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Stuttgart* hat die Marke von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten, wie die Stadt am Samstagabend bekanntgab. Am Samstag lag der Wert bei 50,5 - Stuttgart wurde daraufhin zum Risikogebiet* erklärt.

Bereits am Sonntag war die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Stuttgart deutlich angestiegen: Den Angaben des Landesgesundheitsamts zufolge lag der Wert bei 55,8 neuen Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche. Die Zahl könnte sich allerdings noch erhöhen, denn nicht alle Gesundheitsämter übermitteln an Wochenenden ihre aktuellen Daten zum Coronavirus in Baden-Württemberg*. Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußerte sich bereits zum Corona-Alarm in Stuttgart* und entlarve Egoisten: „Ich erwarte von den Bürgern, dass sie aus Verantwortungsbewusstsein nicht mehr alles machen, was sie noch dürfen“, so Winfried Kretschmann* zur Bild am Sonntag.

Coronavirus in Stuttgart verbreitet sich schneller - kritische Marke in Landeshauptstadt deutlich überschritten

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg* nicht weiter zu verbreiten, zieht die Stadt Stuttgart deshalb nun die Notbremse. Ab kommenden Mittwoch gelten scharfe Beschränkungen in der Landeshauptstadt. So wird beispielsweise die von der Landesregierung eingeführte Maskenpflicht* erweitert: Ab Mittwoch muss auch in der Innenstadt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Zudem soll der Verkauf von Alkohol auf bestimmten Plätzen ab 21 Uhr untersagt werden, ein Konsumverbot soll ab 23 Uhr herrschen.

Auch die Beschränkungen für private Feiern werden deutlich verschärft. Zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg* dürfen in Stuttgart ab kommendem Mittwoch nur noch zehn Personen an Partys in privaten Räumlichkeiten teilnehmen. In öffentlichen und angemieteten Räumen wird die Teilnehmerzahl von vormals 50 auf nun 25 Personen begrenzt. Verstärkte Kontrollen sollen illegale Partys verhindern. Auch auf die Nachverfolgung von Kontaktpersonen soll ein besonderes Augenmerk gelegt werden - die Stadt Stuttgart mobilisiert die gesamte Stadtverwaltung und erbittet darüber hinaus die Unterstützung der Bundeswehr.

„Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen“, wird Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Auch der Leiter des Gesundheitsamts, Stefan Ehehalt, äußerte sich besorgt angesichts der Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Stuttgart: „Wir alle müssen die Zahl der Begegnungen untereinander deutlich reduzieren. Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie auch die Abstands‐ und Hygieneregeln einhalten und unbedingt Masken tragen. Jetzt ist jeder und jede Einzelne gefordert“, heißt es in der Mitteilung.

Coronavirus in Stuttgart: Strengere Maßnahmen sollen Shutdown in der Landeshauptstadt verhindern

Bereits am Samstag sagte Fritz Kuhn, man müsse nun alles dafür tun, um einen Lockdown wegen des Coronavirus in Stuttgart zu vermeiden - vor allem Schulen und Kitas sollen wenn möglich geöffnet bleiben. Darum soll auch der Unterrichtsbeginn entflochten werden, um den öffentlichen Nahverkehr zu entlasten. Kuhn appellierte zudem an die Arbeitgeber in der Landeshauptstadt, das Arbeiten im Home Office zu ermöglichen.

Die verschärften Corona-Auflagen sollen zunächst für zwei Wochen gelten. Neben der Landeshauptstadt ist auch der Kreis Esslingen ein Corona-Hotspot innerhalb Baden-Württembergs*. Am vergangenen Sonntag wurden 74,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet.

Um einen erneuten Shutdown zu vermeiden, hatte die Landesregierung Mitte September ein Drei-Stufen-Konzept eingeführt*, das die zuvor geltenden Corona-Regeln in Baden-Württemberg ergänzte. Je nach Infektionsgeschehen können die einzelnen Landkreise und Kommunen nun zu strengeren Maßnahmen greifen, um die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu vermeiden. Das Konzept soll flächendeckende und landesweite Einschränkungen wie im März und April möglichst verhindern. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Eduardo Parra

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