Covid-19: Aktueller Stand

Corona aktuell: Kretschmann unentschlossen im Hinblick auf Freiheiten für Geimpfte

  • Valentin Betz
    vonValentin Betz
    schließen
  • Eva Kaczmarczyk
    Eva Kaczmarczyk
    schließen

Das Coronavirus breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt wieder zu. Alle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg in unserem Ticker.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann äußert sich zu Freiheiten für Geimpfte

Update, 16:15 Uhr: Angesichts von immer mehr Geimpften in Baden-Württemberg wird die Debatte über den Umgang mit diesen und möglichen Freiheiten immer hitziger. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg forderte unlängst, Einschränkungen für Geimpfte aufzuheben. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist beim Thema Freiheiten für Geimpfte unentschlossen. Für ihn stellt sich beim Umgang mit Geimpften die Frage „Wie weit kann man gehen?“

Update, 15:34 Uhr: Die Bundesnotbremse und die damit angepassten Regeln wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg wirkt sich weiter auf die Freizeit der Bürger im Südwesten aus. So dürfen Zoos zwar öffnen, Besucher brauchen aber einen negativen Coronatest. Wer seinen Zoobesuch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln plant, braucht zudem eine FFP2-Maske, die in Bussen und Bahnen ab sofort verpflichtend ist.

Update, 27. April, 10:47 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg stieg am Montagabend erneut um 1.800 Personen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg 431.492 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Vergleich zum Vortag sind jedoch auch 1.898 Menschen wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. 30 Erkrankte erlagen dem Coronavirus, wodurch die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 9.256 ansteigt.

Trotz der inzwischen greifenden Bundesnotbremse erholt sich auch die 7-Tage-Inzidenz bisher nicht. Sie steigt gegenüber dem Vortag sogar noch leicht auf 197,4 Infizierte je 100.000 Einwohner im Landesschnitt. 40 Stadt- und Landkreise liegen derzeit über dem Grenzwert von 100, der Stadtkreis Heilbronn ist mit einer Inzidenz von 292,3 trauriger Spitzenreiter.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Corona-Testpflicht und Impfstoffe im Fokus

Update, 18:00 Uhr: Nach dem Aus für das Modellprojekt in Tübingen hat sich auch Oberbürgermeister Boris Palmer für die Notzulassung des Curevac-Impfstoffs eingesetzt. Zuvor hatte sich bereits SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop dafür stark gemacht.

Update, 17:14 Uhr: Durch die Bundesnotbremse treten für Betriebe und Unternehmen neue Corona-Regeln in Kraft. Davon sind auch die Friseure in Baden-Württemberg betroffen. Wer künftig einen Haarschnitt will, braucht ein negatives Testergebnis, das nicht älter ist als 24 Stunden. Friseure verzweifeln an der Corona-Testpflicht, weil dadurch Kunden ausbleiben.

Update, 14:02 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg geht es zusehends auch mit den Impfungen voran. Je mehr Impfstoff verabreicht wird, desto drängender wird auch die Frage, wie mit den Menschen umgegangen wird, die dann eine umfassende Immunität gegen das Coronavirus besitzen. Bund und Länder überlegen beispielsweise, ob zu den Rechten und Freiheiten für Geimpfte auch wegfallende Ausgangssperren gehören könnten. Zu diesen Fragen läuft heute ein Impfgipfel.

Update, 26. April, 11.09 Uhr: Auch am Wochenende ging die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wieder nach oben. Laut Landesgesundheitsamt (Stand 25. April) kamen am Sonntagabend 1.782 Infektionen dazu. Seit Beginn der Pandemie sind in Baden-Württemberg damit 429.692 positive Coronafälle bekannt.

9.226 Personen erlagen ihrer Covid-19 Erkrankung. Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiterhin bedrohlich und nähert sich mit 196,3 Infizierten pro 100.000 Einwohnern dem Wert von 200. Bei der Belegung von Intensivbetten ist ebenfalls keine Entspannung ersichtlich, in Baden-Württemberg sind aktuell 87,7 Prozent belegt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Bundesnotbremse mit Auswirkungen an Schulen

Update, 14:00 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich weiter aus. Nun müssen laut den Regeln der „Bundesnotbremse“ Schulen bei einer Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen geschlossen werden. Dann ist nur noch Fernunterricht möglich. Kritiker fordern, dass dieser Wert sogar auf 100 herabgesetzt werden sollte.

Update, 13:25 Uhr: Noch immer steigen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das führt dazu, dass ab heute das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes in Kraft tritt. Die „Bundesnotbremse” und die damit verbundenen neuen Corona-Regeln greifen dann ab Samstag in Kreisen und Städten, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von über 100 aufwiesen. Bei einer Inzidenz von über 100 werden Kontakte auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person eingeschränkt. Für den Besuch von Supermärkten, Drogerien, Apotheken, Optikern, Buchläden, Blumen- und Gartenmärkten ist weiterhin kein negativer Corona-Text nötig, für alle anderen Läden aber schon. Eine Ausgangssperre gilt von 22 Uhr bis 5 Uhr.

Update, 23. April, 9.51 Uhr: 3.795 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wurden am Donnerstagabend an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Bereits gestern und vorgestern war dieser Wert sehr hoch. 421.299 Personen haben sich insgesamt seit Beginn der Pandemie im Bundesland mit dem Coronavirus infiziert, bald wird dieser Wert die Marke von einer halben Million überschreiten. Ungefähr 366.756 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg beträgt 184,4. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag. Landkreise mit einer Inzidenz von unter 100 gibt es kaum noch. Drei von den letzten vier weisen bereits eine Inzidenz von über 90 auf. Der Stadtkreis Stuttgart liegt inzwischen sogar bei einer Inzidenz von über 200.

Die Krankenhäuser sind weiterhin stark beansprucht. 2.158 von 2.441 Intensivbetten im Bundesland sind belegt, was einer Auslastung von 88,4 Prozent entspricht. Nicht alle Patienten überleben ihre Infektion mit Covid-19. Die Zahl der Todesfälle stieg Stand Donnerstagabend um weitere 14 auf insgesamt 9.160 seit Pandemiebeginn. Die Reproduktionszahl beträgt aktuell 0,96 in Baden-Württemberg - Tendenz steigend. Um die Zahl der Ansteckungen noch weiter zu senken, muss weiterhin viel geimpft werden. 1.961.352 Menschen im Südwesten erhielten bereits die Erstimpfung, 742.137 sogar die Zweitimpfung.

Update, 16:45 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg wirkt sich nicht nur auf den Betrieb der Schulen aus. Auch Studenten spüren fatale Auswirkungen der Bundesnotbremse. Studenten, die Praxismodule absolvieren müssen, können dies aktuell nicht mehr tun. Die Notbremse bringe ein „Nichtsemester“ für viele Studenten in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen, sowie in der Medizin. Das verzögere wiederum den Studienabschluss, sagt Stephan Dabbert, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Südwest-Unis.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Tübinger Modellprojekt wird gestoppt

Update, 13:42 Uhr: Hohe Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg sorgen aktuell für Frust in der Bevölkerung und in der Politik. Für noch mehr Verdruss sorgt nun das Ende des Modellprojektes in Tübingen aufgrund der Bundesnotbremse. Die Schließung von Theater, Handel, Schulen und Kitas frustriert Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Die für das Modellprojekt mitverantwortliche Tübinger Notärztin Lisa Federle fürchtet, dass die Menschen nun auch den Anreiz verlieren, sich testen zu lassen.

Update, 11:45 Uhr: Die Ausgangssperre, die aufgrund hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gilt, sorgt für Frust in der Bevölkerung. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmte nun der Ausgangssperre ab 22 Uhr zu, wie sie auch in der „Bundesnotbremse“ vorgesehen ist. Bislang hatte man am harten Kurs festgehalten und die Ausgangssperre ab 21 Uhr weiter fortsetzen wollen. Kretschmann appellierte zudem an die Bevölkerung, sich an die Corona-Regeln zu halten.

Update, 22. April, 7 Uhr: Am Mittwochabend wurden dem Landesgesundheitsamt 4.813 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist der zweite Tag in Folge mit einer Neuinfektionszahl von über 4.000. Im gesamten Bundesland haben sich damit insgesamt 417.504 Personen mit dem Virus infiziert. 363.966 davon haben die Infektion überstanden und gelten als genesen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 beträgt aktuell 9.146. Am Mittwochabend kamen 33 neue Todesfälle hinzu.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg von gestern 172,5 auf aktuell 182,9. Die Zahl der Stadtkreise mit einer Inzidenz von unter 100 sinkt auf drei. Gestern waren es noch fünf. Der Landkreis Heilbronn weist seit gestern wieder eine Inzidenz von über 300 auf.

Die Auslastung der Krankenhäuser nimmt erneut leicht zu. 577 neue Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung. Die Auslastung der Betten liegt aktuell bei 89,0 Prozent. Mit 1.916.407 Personen, die eine Erst-Impfung erhalten haben, nähert sich dieser Wert bald der 2-Millionen-Marke an. 736.234 Personen haben die Zweitimpfung erhalten.

Update, 15:45 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg kommen weiter voran. Wer in Tübingen geimpft ist, kann demnächst mit Erleichterungen rechnen. Denn laut Oberbürgermeister Boris Palmer dürfen ab jetzt Personen mit vollständiger Corona-Impfung auch ohne Test in Tübingen einkaufen gehen. Das Vorzeigen des Impfpasses reicht aus, ein Tagesticket ist für Geimpfte nicht mehr nötig. Als geimpft gilt jeder, dessen zweite Coronaimpfung mindestens 14 Tage her ist.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Chaos bei Impfpriorisierung - Alle Über-60-Jährigen sind aktuell impfberechtigt

Update, 13:10 Uhr: Dank einer größeren Impfstoff-Lieferung können mehr Menschen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg geimpft werden. In den vergangenen Tagen kam es häufiger zu Verwirrungen, welche Personen aus der Prio-3-Gruppe impfberechtigt sind. Seit dem 19. April dürfen sich ausnahmslos alle Über-60-Jährigen impfen lassen. Impfberechtigt war zuvor aus dieser Personengruppe nur, wer aufgrund einer bestimmten Vorerkrankung oder wegen des Berufs ein höheres Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus aufwies.

Update, 21. April, 7 Uhr: Laut Landesgesundheitsamt wurden am Dienstagabend 3.841 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Insgesamt haben sich 412.691 Personen im Land mit dem Coronavirus infiziert. 28 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind dazugekommen, die Zahl der Toten steigt damit auf 9.113.

Die Reproduktionszahl liegt bei 1,07. In den Kliniken sind aktuell 2.151 von 2.430 verfügbaren Intensivbetten belegt und die Krankenhäuser zu 88,5 Prozent ausgelastet. 566 neue Patienten wurden seit gestern aufgenommen, davon benötigen 306 invasive Beatmung.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 172,5. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von unter 100 liegt aktuell bei fünf. Der Stadtkreis Stuttgart weist noch immer eine Inzidenz von über 200 auf.

Update, 15:15 Uhr: Zuletzt musste aufgrund hoher Inzidenzen mit dem Corona-Virus eine übergreifende „Bundesnotbremse“ gezogen und verschärfte Regeln eingeführt werden. Nun plant der Bund bereits Lockerungen der Ausgangssperre – Baden-Württemberg will jedoch die Gesetzesnovelle abwarten und erst dann entscheiden. Wahrscheinlich bleibt es aber beim harten Kurs. Im Entwurf des Bundes werden auch Regeländerungen in Sachen Einzelhandel, Zoos und Kindersport enthalten sein, die jedoch frühestens am Mittwoch vom Bundestag beschlossen werden könnten.

Update, 12:29 Uhr: Viele sind derzeit aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg derzeit im Home Office. Dennoch sind einige Berufe weiter nur in Präsenz möglich. Nun tritt eine regelmäßige Corona-Testpflicht für Unternehmen in Kraft. Firmen müssen ihren Angestellten mindestens einmal in der Woche einen Corona-Schnelltest ermöglichen. Für Beschäftigte mit hohem Infektionsrisiko oder vermehrtem Kundenkontakt muss der sogar zweimal pro Woche angeboten werden.

Update, 20. April, 7 Uhr: Am Montagabend kamen laut Landesgesundheitsamt 1.198 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg hinzu. Die Zahl der insgesamt Infizierten im Bundesland steigt damit auf mindestens 408.850. 22 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind zu beklagen, was die Zahl der Todesopfer auf 9.085 ansteigen lässt.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg, die seit Tagen auf einem stetig hohen Niveau lag, sinkt von 173,4 am gestrigen Tag auf aktuell 170,5. Der Landkreis Emmendingen, der Landkreis Lörrach und der Landkreis Waldshut stehen kurz davor, die Inzidenz von 100 zu überschreiten.

Auch die Auslastung der Krankenhäuser geht leicht zurück. Die Intensivkapazitäten sind zu 86,3 Prozent ausgelastet, das sind 0,3 Prozent weniger als am Vortag. Die Reproduktionszahl hingegen steigt von gestern auf heute um 0,1 auf nun 1,18. Die Anzahl der Erstimpfungen im Land beträgt 1.832.994, mittlerweile haben 721.523 Personen die zweite Dosis der Impfung erhalten.

Update, 16:20 Uhr: In mehr als der Hälfte aller Landkreise in Baden-Württemberg könnten aufgrund hoher Inzidenzen bald wieder Schulschließungen nötig werden. Grund dafür ist die Forderung des Bundes, Schulen schon ab einer Inzidenz von 165 zu schließen und nur noch Fernunterricht zuzulassen. Bisher lag der Grenzwert bei 200. Das Land Baden-Württemberg müsste bei dieser Entscheidung mitziehen. Die endgültige Entscheidung über den neuen Grenzwert soll am kommenden Mittwoch fallen, wenn der Bundestag über das neue Infektionsschutzgesetz abstimmt.

Update, 14:20 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich aktuell explosionsartig. Aufgrund der hohen 7-Tage-Inzidenz steht eine Schließung der Schulen und Kitas in Stuttgart in dieser Woche wohl bevor. 230 Schulen und 600 Kitas in der Landeshauptstadt wären davon betroffen. Die endgültige Entscheidung für die Schließung wird heute Abend anhand der 7-Tage-Inzidenz der Stadt Stuttgart getroffen. Liegt diese auch am dritten Tag in Folge über 200, schreibt die neue Corona-Verordnung eine Schließung des Schul- und Kita-Betriebes in der Landeshauptstadt vor. Die Schließung würde frühestens am Mittwoch, 21. April, in Kraft treten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: „Querdenker“ demonstrieren trotz Verbot in Stuttgart

Update, 13:01 Uhr: Städte und Kommunen versuchen immer wieder, Demonstrationen aufgrund der Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg zu verhindern. Am vergangenen Samstag, 17. April, kam es trotz des Verbots zu einer Demo der Querdenken-Initiative in Stuttgart. In der Landeshauptstadt wurden dabei mehr als 1.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht oder andere Corona-Auflagen festgestellt.

Update, 11:10 Uhr: Die weiterhin hohe Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut Auswirkungen auf den Einzelhandel im Land. In Baden-Württemberg trat heute die „Bundesnotbremse“ in Kraft, was zu einer Schließung aller Geschäfte führt, die nicht zur Grundversorgung gehören. „Click & Collect“ in Baden-Württemberg ist jedoch weiterhin möglich. In Lebensmittelläden und Drogerien werden die Regeln deutlich verschärft. Die Zahl der erlaubten Kunden pro Quadratmeter in Geschäften wird drastisch reduziert.

Update, 19. April, 7 Uhr: Am Sonntagabend wurden dem Landesgesundheitsamt 1.411 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Das sind über 1.000 Neuinfektionen weniger als am Vortag. Am Freitag und Samstag lagen die Neuinfektionszahlen bei weit über 2.000 pro Tag. Allerdings werden von vielen Gesundheitsämtern die aktuellen Zahlen an Sonntagen nicht oder nur verzögert gemeldet. Insgesamt haben sich in Baden-Württemberg mindestens 407.652 Personen mit dem Virus infiziert. 358.316 Personen überstanden die Infektion und gelten als genesen.

Die Reproduktionszahl steigt minimal von 1,17 am Freitag auf aktuell 1,18. Noch immer verbreitet sich das Coronavirus nahezu unkontrolliert, was sich auf die Krankenhäuser auswirkt. Diese sind aktuell zu 86,6 Prozent ausgelastet. 546 neue Patienten wurden aufgenommen, 282 davon so schwer erkrankt, dass invasive Beatmung benötigt wird. 12 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus kamen hinzu, was die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 auf 9.063 ansteigen lässt.

Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 173,4. Die Zahl der Kreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 steigt auf zwölf. Vor dem Wochenende waren es nur acht Kreise. Im Stadtkreis Heilbronn sank die Inzidenz von 311,2 auf 286,7. Auch beim Landkreis Schwäbisch-Hall ist eine Entspannung der Lage zu verzeichnen, hier sank die Inzidenz von 303,4 auf 279,5.

Update, 16:26 Uhr: Der Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg geht weiter. Auf dem heutigen „Impfgipfel“ wurde nun eine Kampagne für die nächste Impfstofflieferung festgelegt. Man müsse vorbereitet sein, wenn die nächste Lieferung eintreffe, sagt der baden-württembergische Gemeindetags-Präsident Steffen Jäger. Die veranschlagten 300.000 Impfdosen pro Woche sollen für einen „Schub in der Impfkampagne“ sorgen, so Jäger.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Stuttgart führt Maskenpflicht in Innenstadt ein

Update, 12:46 Uhr: Für den kommenden Samstag, 17. April, planten Corona-Gegner eigentlich erneut Demos in Stuttgart. Diese wurden zwar im Vorfeld verboten, doch die Stadt Stuttgart fürchtet dennoch Ansammlungen und Proteste auf den Straßen. Stuttgart erlässt deshalb eine FFP2-Maskenpflicht für den Samstag in der Innenstadt. Grund dafür sei auch die steigende Inzidenz der Stadt. Stuttgart liegt bei aktuell 197,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche - und damit kurz vor der 200er-Grenze.

Update, 11:48 Uhr: Das Coronavirus breitet sich immer schneller aus. Das Land Baden-Württemberg setzt daher die „Bundesnotbremse” bereits am Montag um und verschärft die Corona-Regeln. Für einen Friseurbesuch wird dann beispielsweise ein negativer Corona-Schnelltest benötigt. Kontakte werden weiter eingeschränkt und Baumärkte geschlossen. Gesundheitsminister Manfred Lucha betont, dass man schon jetzt handeln müsse.

Update, 16. April, 7 Uhr: Dem Landesgesundheitsamt wurden am Donnerstagabend 3.472 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Die Zahl ist seit mehr als einer Woche sehr hoch. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 400.029 Menschen im Land infiziert. 352.738 Personen haben die Infektion überstanden und gelten als genesen.

Die Lage in den Krankenhäusern bleibt angespannt. 506 neue Covid-19-Patienten wurden aufgenommen. 293 von ihnen benötigen invasive Beatmung. Die Krankenhäuser sind aktuell zu 88,1 Prozent ausgelastet. 15 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, was die Zahl der Todesfälle auf 9.022 ansteigen lässt. Die Impfung gegen das Coronavirus schreitet voran: 1.672.367 Menschen erhielten die Erstimpfung, 686.248 die Zweitimpfung.

Die 7-Tage-Inzidenz ist von 165,3 am gestrigen Tag auf aktuell 165,0 minimal gesunken. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von unter 100 steigt wieder auf fünf. Der Stadtkreis Stuttgart weist eine Inzidenz von 197,7 auf, das ist ein starker Anstieg um 17,8 Punkte gegenüber dem Vortag.

Update, 18 Uhr: Seit mehr als einem Jahr steht das Nachtleben aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg still. Um in der Krise mit positivem Beispiel voranzugehen, wird der Club Kowalski in Stuttgart nun zum Corona-Testzentrum umgewandelt. Unter dem Motto „Testen statt tanzen“ können künftig von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr Termine gebucht und kostenlose Corona-Schnelltests durchgeführt werden. Das Ergebnis kommt bequem aufs Handy. Die Betreiber hoffen, dass sie nach der Krise den Club wieder wie vorher nutzen können.

Update, 15:12 Uhr: Steigende Fallzahlen beim Coronavirus in Baden-Württemberg machen den Schülern noch immer das Leben schwer. Doch trotz der bevorstehenden „Bundesnotbremse“, strebt Baden-Württemberg wieder Präsenzunterricht in den Schulen an. Geplant ist für Schulen im Südwesten, ab dem 19. April einen Wechselbetrieb von Präsenz- und Fernunterricht anzubieten – wenn es die Zahlen zulassen, auch reinen Präsenzunterricht. Dies gilt, solange die 7-Tage-Inzidenz der Region nicht über 200 steigt. Bereits sechs Kreise in Baden-Württemberg lagen am 14. April laut Landesgesundheitsamt über diesem Wert.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Polizei-Kontrollen ab Freitag - Ausgangssperre in Stuttgart wird durchgesetzt

Update, 13:15 Uhr: Aufgrund hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus wurde die Ausgangsbeschränkung und Stuttgart wieder in Kraft gesetzt. Nun wurde eine Kontrolle der Ausgangssperre durch die Polizei in Stuttgart angekündigt. Wer nach 0 Uhr am Freitag und in den darauffolgenden Tagen ab 21 Uhr noch auf der Straße ist, braucht dafür einen triftigen Grund. Beliebte Treffpunkte innerhalb der Stadt werden streng kontrolliert. Der Fokus der Polizei wird zusätzlich auf Orten außerhalb der Stadt liegen, die potenziell für Treffen genutzt werden könnten.

Kampf gegen Coronavirus in Baden-Württemberg: Bürger sollen Luca-App zur Kontaktverfolgung nutzen

Update, 11:40 Uhr: Trotz heftiger Kritik von Tech-Experten richten das Land Baden-Württemberg und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper einen Appell an die Bürger, die umstrittene Luca-App zur Kontaktverfolgung zu nutzen. Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg sollen durch die App weitere Öffnungen möglich werden, indem Kontakte besser nachvollzogen werden können - beispielsweise im Einzelhandel oder in Restaurants.

Update, 15. April, 7 Uhr: Am Mittwochabend wurden dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg 3.880 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind mehr als 600 Neuinfektionen mehr als am Vortag. Bereits gestern war der Wert mit 3.244 sehr hoch. 27 weitere Menschen starben an oder mit Covid-19, die Zahl der Toten überschreitet mit 9.007 erstmals die 9.000er-Grenze.

Die hohe Zahl der Neuinfektionen wirkt sich auf die 7-Tage-Inzidenz aus. Diese stieg bereits in den vergangenen Tagen immer weiter an und erreicht heute 165,3. Die Zahl der Kreise in Baden-Württemberg mit einer Inzidenz von unter 100 bleibt bei vier. Der Stadtkreis Heilbronn, der gestern bereits eine Inzidenz von 304,9 aufwies, verzeichnet heute einen weiteren sprunghaften Anstieg auf 322,3. Damit übertrifft der Kreis sogar den Landkreis Schwäbisch-Hall, der eine Inzidenz von 307,0 aufweist.

Die Reproduktionszahl sinkt minimal von 1,15 auf 1,13. Die Kliniken in Baden-Württemberg sind zu 89,8 Prozent ausgelastet. 495 neue Patienten wurden am Mittwochabend aufgenommen. 281 von ihnen sind so schwer erkrankt, dass sie invasive Beatmung benötigen. 2.164 von betreibbaren 2.411 Intensivbetten sind aktuell belegt.

Update, 15:50 Uhr: Die Lage im Bezug auf das Coronavirus spitzt sich in Baden-Württemberg deutlich zu. Für Tübingens Modellprojekt könnte dennoch eine Verlängerung folgen. Dafür setzt sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ein. Es gibt jedoch auch schlechte Nachrichten: Um Shopping-Tourismus zu vermeiden, soll es weiterhin keine Tagestickets für Auswärtige geben. Das Modellprojekt wurde bereits bis zum 18. April verlängert. Ob eine weitere Verlängerung infrage kommt, entscheidet letztlich die Landesregierung.

Update, 14:40 Uhr: Aufgrund stetig hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus befürchtet Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dass die „Bundesnotbremse“ bereits am Montag zur Wahrheit werden könnte. Ihm brenne im Angesicht der Neuinfektionszahlen „der Kittel“. Er wolle die schärferen Regeln eins zu eins übernehmen. Ob die Notbremse die erwünschte Senkung der Infektionszahlen bringen wird, wird sich zeigen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kein Astrazeneca für Zweitimpfung in Baden-Württemberg

Update, 14 Uhr: Die Impfung gegen das Coronavirus verspricht einen Weg aus der Pandemie in Baden-Württemberg. Viele Menschen erhielten für ihre Erstimpfung Astrazeneca, doch für die Zweitimpfung soll sich dies nun ändern. Laut einem Beschluss der deutschen Gesundheitsminister werden Impfberechtigte unter 60 Jahren bei der Zweitimpfung kein Astrazeneca erhalten. Dieser Beschluss entspricht auch der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Für die Zweitimpfung können die Präparate von Biontech-Pfizer sowie von Moderna verwendet werden.

Update, 11:20 Uhr: Ab heute gelten Ausgangsbeschränkungen in den Kreisen Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen und im Rems-Murr-Kreis. Nun verhängt auch die Landeshauptstadt Stuttgart aufgrund hoher Inzidenzen ab Freitag Ausgangssperren. Stuttgart hatte bisher noch abwarten wollen und die Sperre deshalb nicht verhängt. Nun brauchen Menschen pünktlich zum Start des Wochenendes einen triftigen Grund, um nach 21 Uhr noch das Haus verlassen zu dürfen. Die Sperre gilt von 21 Uhr abends bis 5 Uhr am Morgen.

Update, 14. April, 7 Uhr: 3.244 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wurden am Dienstagabend an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Im Vergleich zum vergangenen Dienstag (828 Neuinfektionen) hat sich die Zahl nahezu verdreifacht. Mindestens 392.677 Menschen haben sich in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten ungefähr 348.504 Personen als genesen.

Die Reproduktionszahl steigt auf 1,15. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt aktuell bei 160,9. Das ist ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zum Vortag (143,7). Die Zahl der Kreise mit einer Inzidenz von unter 100 schrumpft auf nur noch vier. Die niedrigste Inzidenz hat aktuell der Statdkreis Heidelberg mit 63,8.

Die Impfung ist die wichtigste Waffe im Kampf gegen das Coronavirus. 1.610.228 Personen erhielten die Erstimpfung und 665.684 die Zweitimpfung. Die Anzahl der Impfungen hat sich stark erhöht, seit Hausärzte gegen das Coronavirus impfen dürfen.

Update, 18 Uhr: Bei der Impfung gegen das Coronavirus herrscht wegen eines Updates des Buchungssystems aktuell viel Verwirrung. Nun bleibt viel Impfstoff von Astrazeneca ungenutzt, weil Termine nicht mehr gebucht werden. Für die Buchung eines Impftermins muss seit vergangener Woche ein neuer Vermittlungscode gebucht werden, was die Organisation abermals komplizierter macht. Eventuell müssen auch Unterlagen für die Zweitimpfung, die schon eingereicht wurden, erneut vorgelegt werden. Antworten auf einige Fragen könnte am Freitag der Impfgipfel liefern.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land plant ab 19. April Lockerungen für Einzelhandel und Gastro

Update, 15 Uhr: Trotz weiterhin hoher Infektionszahlen plant Baden-Württemberg Lockerungen ab dem 19. April für Gastro, Läden und Kultur. Sozialminister Manfred Lucha legte ein Arbeitspapier vor, welches stufenweise Öffnungen in Aussicht stellt. Eine Lockerung für den Einzelhandel ist darin enthalten, aber auch die Außengastronomie und Kultur könnten davon profitieren. Schulen könnten bei einer Inzidenz von unter 50 zum Präsenzunterricht zurückkehren. Für den neuen Stufenplan sollen Modellprojekte als Testlauf etabliert werden. 

Update, 14:10 Uhr: Aufgrund hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg müssen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie stetig verschärft werden. Die von der Bundesregierung beschlossene „Bundesnotbremse“ wird auch für Baden-Württemberg neue Corona-Regeln nach sich ziehen. Die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes umfasst unter anderem den Erlass von nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, Kontaktbeschränkungen, Schließungen von Kitas, Schulen und dem Einzelhandel sowie von Kultureinrichtungen. Wie lange die Maßnahmen gelten, ist vom Infektionsgeschehen abhängig.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Nächtliche Ausgangssperre könnte in Stuttgart erneut kommen

Update, 13:51 Uhr: Das Coronavirus sorgt für immer mehr Einschränkungen in Baden-Württemberg. Aufgrund hoher Infektionszahlen könnte nun die nächtliche Ausgangssperre in Stuttgart wieder in Kraft treten. In den Kreisen Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen und im Rems-Murr-Kreis gelten ab dem 14. April bereits Ausgangsbeschränkungen. Das Land Baden-Württemberg sprach zuletzt eine Empfehlung für eine nächtliche Ausgangssperre ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aus. Stuttgart liegt mit einer aktuellen Inzidenz von 129,6 noch unter der empfohlenen Marke.

Update, 11:30 Uhr: Derzeit schränkt das Coronavirus die Rechte der Bürger Baden-Württembergs stark ein. Nun wurde vom Land beschlossen, dass Geimpfte in Baden-Württemberg ab dem 19. April mehr Rechte und Freiheiten erhalten sollen. So soll für Personen, die bereits einen vollen Impfschutz haben, die Quarantänepflicht entfallen, wenn sie aus Risikogebieten kommen oder Kontakt mit einem Infizierten hatten. In stationären Pflegeeinrichtungen könnte die Impfung mehr Besuche ermöglichen.

Update, 13. April, 7 Uhr: Am Montagabend wurden dem Landesgesundheitsamt 1.125 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen lag vor mehr als sechs Tagen das letzte Mal unter 1.000. Die hohe Zahl der Neuinfektionen wirkt sich auf die 7-Tage-Inzidenz aus. Diese liegt aktuell bei 143,7. Die Reproduktionszahl liegt seit gestern stabil bei 1,15.

Die Lage der Krankenhäuser bleibt weiterhin angespannt. 87,2 Prozent der verfügbaren Intensivbetten sind belegt. 486 neue Patienten mit einer Corona-Infektion kamen hinzu, 284 davon sind so schwer erkrankt, dass sie invasive Beatmung benötigen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 steigt um 19 auf insgesamt 8.946.

Aufgrund hoher Inzidenzen drohen vielen Kreisen Ausgangssperren oder andere Verschärfungen der Maßnahmen. Seit gestern weist der Landkreis Göppingen eine erhöhte Inzidenz von 209,6 auf. Der Stadtkreis Heilbronn hatte diese Grenze schon seit einiger Zeit überschritten, nun ist auch der Landkreis Heilbronn betroffen. Die Impfung in Baden-Württemberg schreitet weiter voran. 1.576.155 Menschen im Land erhielten die Erstimpfung, 656.880 die Zweitimpfung.

Update, 18 Uhr: Die erhöhten Fallzahlen sorgen für verschärfte Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg. In vielen Kreisen wurde die Ausgangssperre wieder aktiviert. Aerosolforscher schätzen Ausgangssperren und andere Verbote im Freien jedoch als wenig sinnvoll ein. Dies äußerten sie in einem Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn sowie die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder. Die Ansteckung finde meist in einem Innenraum statt, im Freien sei sie jedoch äußerst selten.

Update, 15:30 Uhr: Das Coronavirus macht die Pläne der Schulen in Baden-Württemberg, nach den Osterferien wieder Präsenzunterricht durchzuführen, zunichte. Stattdessen findet an vielen Schulen ab dem 12. April wieder Fernunterricht statt. Auch die Schüler in höheren Klassenstufen sind betroffen, obwohl dies ursprünglich anders geplant war. Grund für den Fernunterricht ist die Sorge vor Ansteckung mit den Mutationen des Coronavirus. Diese verbreiten sich verstärkt bei Kindern und Jugendlichen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: In zwei Kreisen tritt Notbremse wieder in Kraft

Update, 15 Uhr: Viele Menschen im Südwesten begrüßten Lockerungen bei den Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg und das damit einhergehende Freiheitsgefühl. Doch nun kommt im Kreis Landshut und im Bodenseekreis ab Dienstag die „Notbremse“ zurück, denn die Infektionszahlen steigen rasant. Hier war vor wenigen Wochen nur zaghaft mit Lockerungen begonnen worden. Weiteren Kreisen droht ebenfalls die Notbremse. Darunter befinden sich der Enzkreis und der Stadtkreis Pforzheim.

Update, 13:40 Uhr: Bisher wurden Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg größtenteils von der Landesregierung in Stuttgart entschieden. Nun will der Bund einheitliche Corona-Regeln im Eilverfahren erlassen, wovon Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann nicht angetan ist. Man wolle sich den Regeln zwar fügen, doch er teile den „Einheitswahn“ nicht, so der Regierungschef. Der Zusammenhalt bei zentralen Dingen sei dennoch wichtig.

Update, 12. April, 7 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist weiterhin sehr hoch. Am Sonntagabend wurden dem Landesgesundheitsamt 1.549 neue Infektionen gemeldet. Damit haben sich in Baden-Württemberg mindestens 388.308 Menschen infiziert. Weitere 15 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus kamen hinzu, was die Zahl der Toten auf 8.927 anwachsen lässt.

Die Reproduktionszahl steigt auf 1,15. Vor dem Wochenende lag dieser Wert noch bei 0,79. Die hohe Zahl der Neuinfektionen und die hohe Reproduktionszahl machen sich auch in den Krankenhäusern bemerkbar. Seit Sonntagabend befinden sich 479 neue Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung. Die Auslastung der Krankenhäuser liegt aktuell bei 87,8 Prozent.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 139,5. Vor dem Wochenende lag der Wert bei 120,2. Vier Landkreise weisen derzeit eine Inzidenz von über 200 auf, darunter der Landkreis Heidenheim (232,7), der Stadtkreis Heilbronn (281,2), der Hohenlohekreis (221,0) und der Landkreis Schwäbisch-Hall (264,8).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Inzidenz im Land steigt aktuell stark an

Das Coronavirus in Baden-Württemberg bestimmt seit mehr als einem Jahr den Alltag der Menschen. Die Infektionszahlen schwanken stark, gerade nach Feiertagen wie Weihnachten und Ostern explodiert die Zahl der Neuinfektionen oftmals regelrecht. Die Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus werden von der Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ kritisch gesehen. In ausufernden Massen-Demonstrationen wehren sich Menschen gegen die Einschnitte im Alltag. Dies führt seit Karsamstag dazu, dass immer mehr Anti-Corona-Demonstrationen verboten werden.

Die Ausbreitung des Coronavirus ist noch immer schwer einzuschätzen, was sich vor allem auf die Lage der Krankenhäuser auswirkt. Bereits mehrfach kamen Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze, Anfang April meldeten acht Kreise, dass kein einziges freies Intensivbett mehr verfügbar sei. Eine Corona-Testpflicht an Schulen in Hotspot-Regionen wurde eingeführt, um eine Öffnung der Schulen weiterhin zu gewährleisten. Eine Testpflicht an Kitas und damit auch für jüngere Kinder könnte ebenso kommen.

Die Impfung gilt bislang der größte Hoffnungsträger bei der Bekämpfung der Pandemie. Nachdem Astrazeneca in wenigen Fällen mit Thrombosen bei jüngeren Frauen im Zusammenhang zu stehen scheint, wurde der Impfung mit dem Wirkstoff bei Menschen unter 60 Jahren ausgesetzt. Nun wird für Impfberechtigte unter 60 eine Alternative zur Zweitimpfung mit Astrazeneca in Form des Impfstoffs von Biontech oder Moderna angeboten.

Rubriklistenbild: © María José López/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare