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Corona, Steuerbetrug und Grundsteuer: Finanzprüfer im Stress

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Eine Hand hält eine mit den Schweizer Nationalfarben und der Aufschrift Bankdaten bedruckte CD am 08.02.2010 vor einen Briefkasten vor einem Finanzamt in Stuttgart.
Die Finanzämter in Baden-Württemberg hatten im vergangenen Jahr besonders viel zu tun (Symbolbild). © Bernd Weissbrod/dpa

Am Dienstag wird die Bilanz der Steuerbehörden im Südwesten vorgestellt. Im vergangenen Jahr seien 4,3 Millionen Einkommensteuererklärungen bearbeitet worden, hieß es vorab.

Stuttgart (dpa/lsw) - Wer hat Anrecht auf die Homeoffice-Pauschale? Das ist nur eine der vielen Fragen, mit der sich die Finanzämter in der Corona-Pandemie bei der Prüfung der Einkommensteuererklärungen eingehend beschäftigen mussten. Finanz-Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne) und Oberfinanzpräsident Hans-Joachim Stephan stellen am Dienstag (10.00) die Bilanz der Steuerbehörden im Südwesten vor. Es seien im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Einkommensteuererklärungen bearbeitet worden, erneut mehr als in den Jahren davor, hieß es vorab vom Finanzministerium. Zudem hätten Zehntausende Stundungsanträge und Anträge auf Vollstreckungsaufschub bearbeitet werden müssen.

Nicht genug: Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) ließ Ende August 2021 ein Portal für anonyme Hinweisgeber freischalten, um den Kampf gegen Steuerbetrüger zu verstärken. Daraufhin hatte es - knapp einen Monat vor der Bundestagswahl - Kritik unter anderem von Union und FDP, aber auch von vielen meist anonymen Privatpersonen an einem angeblichen Steuer-Pranger im Netz gehagelt. Eine Jahresbilanz dazu soll es am Dienstag noch nicht geben, die soll im Oktober folgen. Wegen vieler Beleidigungen und unsinniger Eingaben zu Beginn habe man die Monate August und September herausgenommen, sagte ein Sprecher.

Und dann sind da noch die Vorbereitungen für die umstrittene Reform der Grundsteuer. Eigentümer müssen bis Oktober dieses Jahres neue Grundsteuererklärungen an das Finanzamt schicken.

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