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Corona-Pandemie trifft immer mehr Menschen in Wohnungsnot

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Obdachlosigkeit in Köln
Ein Obdachloser schläft vor einem Geschäft. © Oliver Berg/dpa/Archivbild

Für Menschen ohne Wohnsitz macht die Corona-Pandemie das Leben noch härter, als es bereits ist. Die Wohlfahrtsorganisationen sind alarmiert und fordern die Politik auf, das Problem endlich stärker anzugehen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der Menschen in Wohnungsnot und ohne Wohnung hat in Baden-Württemberg im zweiten Jahr der Corona-Pandemie weiter zugenommen. Sie liegt aber immer noch leicht unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Die Dienste und Einrichtungen der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege seien im Jahr 2021 von 11 619 Menschen um Hilfe gebeten worden, das seien fast 200 mehr als im Jahr zuvor und etwa 650 weniger als Jahr 2019, teilte die Liga der freien Wohlfahrtspflege mit. Die jüngsten Entwicklungen und auch konkrete Forderungen an die Politik wollen die elf Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege am Dienstag (11.00) in Stuttgart vorstellen.

Die Schätzung der Liga geht auf die sogenannte Stichtagserhebung vom vergangenen September zurück. Dabei wurden die Menschen gezählt, die sich an einem bestimmten Tag in einer sozialen Hilfseinrichtung aufhielten oder vor bis zu 30 Tagen Kontakt zur Einrichtung gesucht hatten oder am Stichtag noch betreut wurden.

Das Land, aber auch die Stadt- und Landkreise müssten ihrer Verantwortung für die Situation von wohnungslosen Menschen nachkommen, kritisierte die Liga und forderte: «Es ist Zeit, jetzt zu handeln.»

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