Infektionen in Baden-Württemberg

Corona-Inzidenz im Südwesten geht wieder nach oben

Ein Labormitarbeiter wertet PRC-Tests aus. (Symbolbild)
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PCR-Tests sollen die neue Omikron-Untervariante BA.2 nicht so gut erkennen können. (Symbolbild)

Bei den Corona-Infektionen ist nach wie vor kein langanhaltender Trend in Sicht. Aktuell gehen die Fallzahlen wieder einmal nach oben.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg wieder leicht gestiegen. Innerhalb einer Woche wurde eine Infektion mit dem Coronavirus bei 1537,3 Menschen je 100 000 Einwohner nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Das waren 22 mehr als am Vortag. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es 1214,6. Zwei Kreise sind noch unter einer Inzidenz von 1000: Die Stadtkreise Heidelberg mit 961,9 und Stuttgart mit 707,9. Den höchsten Wert verzeichnete der Stadtkreis Ulm mit 2437,4.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 32 348 neue Ansteckungen - ein Anstieg auf 1 588 057 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 13 822 Menschen gestorben. Das waren 34 mehr als am Vortag.

Seit Anfang des Jahres wurden den Behörden 777 Corona-Ausbrüche aus Schulen mit insgesamt 3735 Sars-CoV-2-Infektionen sowie 372 Ausbrüche aus Kitas mit zusammen 2451 Infektionen übermittelt, wie aus den Daten hervorgeht. Der Anteil der Unter-20-Jährigen an den Fällen der vergangenen acht Tage betrug demnach 34 Prozent.

Etwa durch die hohe Auslastung der Testkapazitäten gehen Experten von einer großen Dunkelziffer bei unerkannten Infektionen aus. Zudem hatte die Stadt Stuttgart am Freitag mitgeteilt, die hohe Zahl an Corona-Infektionsfällen derzeit nicht mehr schnell genug bearbeiten zu können. Es gibt also einen starken Meldeverzug.

Auf den Intensivstationen im Land lagen am Dienstag 291 Covid-Patientinnen und -Patienten, 14 mehr als am Vortag. Damit sind den Angaben nach 13,0 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, stieg um 0,5 auf 7,7 (Hospitalisierungsinzidenz).

8 160 019 Menschen aus Baden-Württemberg sind inzwischen mindestens einmal geimpft. Das seien 73,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, teilte das Landesgesundheitsamt weiter mit. Als geboostert - durch eine Auffrischungsspritze - gelten 6 002 585 Menschen beziehungsweise 54,1 Prozent.

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