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Baden-Württemberg rüstet sich für nächste Corona-Welle - „Dürfen nicht erneut unvorbereitet sein“

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Von: Nadja Pohr

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Menschen mit Masken auf einem Markt
Bund und Länder treffen Vorbereitungen für eine neue mögliche Corona-Welle. Unter anderem könnten Maßnahmen wie Maskenpflicht zurückkehren (Archivbild). © Robert Michael/dpa

Um für eine mögliche neue Corona-Welle gewappnet zu sein, trifft das baden-württembergische Gesundheitsministerium bereits Vorkehrungen. Das stößt jedoch auf Kritik im Netz.

Stuttgart - Die Corona-Pandemie hatte Baden-Württemberg und den Rest Deutschlands knapp zwei Jahre fest im Griff. Seit einigen Monaten lockert sich die Situation jedoch mehr und mehr. Die Maskenpflicht ist, abgesehen vom Nahverkehr, in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gefallen und große Veranstaltungen dürfen wieder ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Auch die Zahlen in den Krankenhäusern sind rückläufig.

Seit kurzem beunruhigt die Politik jedoch ein neues Virus, das den Bürgern gefährlich werden könnte - Affenpocken. In Stuttgart fürchten sich die Menschen jedoch bisher noch nicht vor einer Ansteckung. Das Gesundheitsministerium warnt jedoch, dass man die Krankheit nicht unterschätzen dürfe. Und auch die weitere Entwicklung des Coronavirus steht in Baden-Württemberg weiterhin unter scharfer Beobachtung. Nun werden sogar Maßnahmen für eine mögliche neue Corona-Welle getroffen.

Rückkehr der Corona-Maßnahmen könnte zum Ende des Jahres drohen

Die neue Subvariante des Coronavirus, Omikron BA.5, breitet sich seit Anfang Mai auf der Welt aus. Bisher hält sich die Ausbreitung im Südwesten zwar noch in Grenzen, um jedoch eine wiederholte Welle an Infektionen zu verhindern, bereitet sich die Politik in Baden-Württemberg bereits auf diese Eventualität vor. So plant das Gesundheitsministerium für Juli eine Expertenanhörung, bei der es unter anderem um passende Impfstoffe geht und um die Frage, für welche Personengruppen eine erneute Impfung sinnvoll sein könnte.

Es könnte sogar eine Rückkehr der Corona-Maßnahmen drohen. Diese Entscheidung müsse allerdings auf Bundesebene getroffen werden, wie der SWR berichtet. Die Gesundheitsminister der Länder hätten jedoch bereits mögliche Instrumente aufgelistet, auf die man im Falle einer erneuten Corona-Welle zurückgreifen könne. Zum Beispiel sollen ab Herbst wieder die Maskenpflicht in Innenräumen sowie 2G- oder 3G-Zugangsregeln in bestimmten Einrichtungen umgesetzt werden können.

„Wir dürfen nicht erneut unvorbereitet wie im letzten Herbst in die Krise gehen“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach im Bundestag und plant ebenfalls deshalb bereits Vorkehrungen für eine mögliche angespannte Corona-Lage nach dem Sommer. Konkret gehe es um Änderungen im Infektionsschutzgesetz, Konzepte zu Impfungen und Tests, genauere Daten zur Belastung von Kliniken und einen besseren Schutz von Risikogruppen.

Vorkehrungen des Gesundheitsministeriums werden im Netz heftig diskutiert

In den sozialen Medien wird die Mitteilung über die Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums stark diskutiert. „Die Abschaffung der Maskenpflicht bei dieser hohen pandemischen Bedrohungslage war ein Fehler“, kommentiert eine Userin auf Facebook. „Wenns nötig wird, macht einfach“, meint ein Nutzer zu der Debatte.

Die meisten Menschen im Netz sehen die Rückkehr von Maskenpflicht, Zugangsbeschränkung und Co. allerdings nicht als sinnvoll an. „Man kann doch jetzt eh nicht spekulieren, was im Herbst wäre“, schreibt eine Userin. „Manche können es wohl kaum erwarten, dass die Zahlen wieder steigen und das ganze von vorne losgeht“, kommentiert ein anderer. Viele argumentieren, dass es ohne Maske doch aktuell sehr gut laufen würde und dass die Regierung nur versuche, Panik bei den Bürgern zu schüren.

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