Coronavirus in Baden-Württemberg

Corona-Belastung: Uniklinik Ulm verschiebt planbare Operationen

Ein Intensivmediziner steht vor einem Monitor, der die Herzaktivität anzeigt (Symbolbild)
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Planbare Operationen und Behandlungen müssen im Uniklinikum Ulm aufgrund der aktuellen Corona-Lage vorerst verschoben werden. (Symbolbild)

Aufgrund der rasant ansteigenden Infektionszahlen werden an der Uniklinik Ulm wieder planbare Operationen verschoben.

Ulm (dpa/lsw) - An der Uniklinik Ulm werden künftig wieder planbare Operationen verschoben. Grund seien die «rasant steigenden Infektionszahlen» und die Vorgaben des Landes, 40 Prozent der Intensivkapazitäten für Covid-Patienten freizuhalten, wie eine Sprecherin der Uniklinik am Dienstag in Ulm bekanntgab.

Planbare Behandlungen müssten - soweit medizinisch vertretbar - verschoben oder ausgesetzt werden. Die Akut- und Notfallversorgung sei davon nicht betroffen, hieß es. Der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende Udo X. Kaisers teilte mit, man wisse, dass Verschiebungen oder Absagen von Behandlungen für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörige sehr belastend seien. In der aktuellen Situation biete sich ihnen jedoch keine andere Möglichkeit.

Kapazitätsgrenzen gibt es den Angaben zufolge vor allem beim verfügbaren Personal, da die Belastung der vergangenen Monate zu Personalausfällen und Arbeitszeitreduzierungen geführt habe. Die Anforderungen an die Mitarbeiter seien in dieser Phase der Pandemie noch höher als zuvor, hieß es.

Die Behandlung der oft noch jungen Covid-Intensivpatienten sei hochaufwendig und sehr belastend, auch weil ihre Verweildauer deutlich verlängert sei und viele Wochen dauern könne.

«Um die aktuell sehr angespannte Situation zu verbessern, bitten wir daher Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher noch nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen, dies dringend nachzuholen», so der Vorstandsvorsitzende Kaisers.

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