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Chemieunfall in Mannheim - Container wird geöffnet

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Gefahrgutaustritt Mannheim
Die Feuerwehr kühlt eine Container, der mit 200 Fässern Hydrosulfit gefüllt ist, nach einem Chemieunfall im Mühlauhafen. © Dieter Leder/dpa

Über eine Woche nach dem Chemieunfall im Mannheimer Hafen soll am Mittwoch der Unglückscontainer geöffnet werden.

Mannheim (dpa/lsw) - Der tagelang mit Rheinwasser besprengte Container ist laut Stadt mittlerweile so abgekühlt, dass eine Bergung ohne größere chemische Reaktionen möglich sei. Sonden hätten Temperatur und Schwefeldioxid im Innern gemessen, außerdem habe eine Minikamera einen Eindruck von der Situation im Behälter mit knapp 200 Fässern Hydrosulfit vermittelt. «All das hat uns in die Lage versetzt, unser Bergungskonzept in die Tat umzusetzen», sagte der Erste Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht (CDU). Die Aktion mit einer genauen Prüfung jedes einzelnen Fasses werde zwei, drei Tage dauern.

Aus dem für die Türkei gedachten Behälter mit dem Bleichmittel für Textilien des Chemiekonzerns BASF waren am Dienstag vergangener Woche giftige Dämpfe ausgetreten. Bei der Bekämpfung des Brandes und der Gase waren 17 Menschen leicht verletzt worden. Nach der Bergung soll die Ursache für die Leckage geklärt werden.

Hydrosulfit ist bei sorgfältiger Handhabung ungefährlich. Wegen des Risikos einer Selbstentzündung mit Austritt von Schwefeldioxid und Schwefel ist es allerdings als Gefahrgut klassifiziert. Eine solche Selbstentzündung ist bisherigen Erkenntnissen zufolge wohl abgelaufen.

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