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Chemiekonzern BASF errichtet neue Anlage im Elsass

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Ein Logo des Chemiekonzerns BASF ist auf einer Industrieanlage angebracht. © Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

BASF expandiert im Elsass und baut eine Anlage, von der auch die Autoindustrie profitiert. Dort sollen Materialien für spezielle Kunststoffe entstehen.

Chalampé (dpa) - Der Chemiekonzern BASF will eine neue Anlage im Elsass errichten und seine Tätigkeiten im südbadischen Freiburg ausbauen. In der geplanten elsässischen Anlage in Chalampé soll das Kunststoffvorprodukt Hexamethylendiamin (HMD) hergestellt werden, wie der Dax-Konzern am Montag in Ludwigshafen mitteilte. Die Anlage soll demnach 2024 in Betrieb gehen. In Freiburg wolle man die Polyamid-6.6-Produktion ausbauen. HMD ist ein Vorprodukt für die Herstellung von Polyamid 6.6-Kunststoffen und Lackrohstoffen, erklärte BASF. Diese würden beispielsweise in der Autoindustrie und zur Herstellung von Spezialfasern eingesetzt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war am Montag nach Chalampé unmittelbar an der Grenze zu Deutschland gereist. BASF investiere dort 300 Millionen Euro und stelle damit erneut Vertrauen in Frankreich unter Beweis, schrieb er auf Twitter. Dank der neuen Anlage würden 60 Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Schon im Vorfeld hatte der Elysée-Palast Frankreich als attraktives Land für ausländische Investitionen gerühmt. Für 2022 hätten 21 ausländische Unternehmen Investitionen in Höhe von vier Milliarden Euro und die Schaffung von 10 000 neuen Jobs in Frankreich angekündigt. Rund drei Monate vor der Präsidentschaftswahl in seinem Land befindet Macron sich im Wahlkampfmodus. Auch wenn der 44-Jährige seine Kandidatur bislang nicht offiziell gemacht hat, besteht an seinen Ambitionen auf eine zweite Amtszeit kaum ein Zweifel.

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