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CDU-Chef in Stuttgart fordert: Kommunen sollten selbst über Waffenverbotszonen entscheiden

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Manuel Hagel, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg, spricht bei einer Plenarsitzung bei einer Debatte über die Lage in der Ukraine.
Baden-Württembergs CDU-Fraktionsvorsitzender Manuel Hagel fordert, dass die grün-schwarze Landesregierung Kommunen möglichst bald ermögliche, Waffenverbotszonen einrichten zu können. © Bernd Weißbrod/dpa

Manuel Hagel, Chef der CDU-Fraktion in Stuttgart, fordert, dass Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg Waffenverbotszonen selbst festlegen können.

Ravensburg (dpa/lsw) - Als Konsequenz aus der versuchten Messerattacke auf eine Pfarrerin im Ulmer Münster sollen Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg Waffenverbotszonen rund um Kirchen, Schulen und andere öffentliche Gebäude einrichten können. Das fordert der Chef der CDU-Fraktion in Stuttgart, Manuel Hagel, in der «Schwäbischen Zeitung» (Freitag). Die grün-schwarze Landesregierung sollte dies den Kommunen bald ermöglichen. «Die Attacken im öffentlichen Raum nehmen gefühlt immer mehr zu. Solche Angriffe können überall im Land geschehen, daher brauchen wir passgenaue Regelungen, die vor Ort wirksam sind», sagte Hagel.

Dem Land sei es rechtlich möglich, Waffenverbotszonen durch Rechtsverordnung an bestimmten Orten einzurichten. Es sei aber sinnlos, dies zentral aus der Landeshauptstadt zu verordnen. Stattdessen sollten Verantwortliche vor Ort selbst entscheiden, wo solche Verbotszonen Sinn machten, sagte Hagel dem Blatt.

Die Justiz hatte am Montag einen 28-Jährigen in Untersuchungshaft genommen, der im Ulmer Münster eine Pfarrerin mit einem Messer angegriffen haben soll. Der Zwischenfall ereignete sich während eines Gottesdienstes am Sonntagvormittag. Die 39-jährige Pfarrerin blieb unverletzt.

Laut der «Schwäbischen Zeitung» ist die Zahl der Angriffe auf christliche Geistliche nach Auskunft des Stuttgarter Innenministeriums in den vergangenen Jahren gestiegen. So waren laut Kriminalstatistik 2017 fünf Pfarrer Opfer von Straftaten geworden, 2021 waren es bereits 16, darunter sechs Körperverletzungen.

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