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Bundeswehr will im Bündnis- oder Verteidigungsfall schneller reagieren können - Materiallager reaktiviert

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Die Bundeswehr will im Bündnis- oder Verteidigungsfall schneller reagieren können und reaktiviert dafür Logistik-Einheiten auch im Südwesten (Symbolbild). © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der russische Angriff auf die Ukraine hat in Deutschland die Verteidigungsfähigkeit zu einem Hauptthema gemacht. Aus der Truppe selbst kam die Kritik am desolaten Zustand des Heers. Jetzt werden Versorgungslager reaktiviert - allerdings nicht wegen des Kriegs.

Hardheim (dpa/lsw) - Die Bundeswehr will im Bündnis- oder Verteidigungsfall schneller reagieren können und reaktiviert dafür Logistik-Einheiten auch im Südwesten. Am Montag werden das Materiallager in Hardheim mit fünf Soldaten und rund 70 zivilen Mitarbeitern sowie das Munitionslager in Walldürn (beide Neckar-Odenwald-Kreis) wieder in Betrieb genommen. Walldürn geht mit neun Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 40 zivilen Beschäftigten an den Start und soll 2026 um eine Bundeswehrfeuerwehr erweitert werden.

Insgesamt sollen bundesweit bis 2029 acht Logistikeinrichtungen wieder in Betrieb genommen werden. Zuerst waren 2021 Lager in Königswinter (Nordrhein-Westfalen) und Werlte (Niedersachsen) wiederbelebt worden.

Hintergrund ist nach Angaben der Bundeswehr nicht der Krieg in der Ukraine. Vielmehr gehe die Entscheidung, mehr Material und Munition rascher bereitzustellen zu können, auf einen Beschluss der damaligen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Anfang 2019 zurück. Die Einheiten sind für die Lagerung, Instandhaltung von Material für den täglichen Dienst und die Ausbildung zuständig. Auch die Auslandseinsätze werden von den Versorgungsstandorten aus unterstützt.

Der Inspekteur Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, soll die Lager um 10.00 Uhr in Hardheim und um 13.00 Uhr in Walldürn offiziell wieder in Betrieb nehmen.

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