Knoten im Körper

Grausige Entdeckung: Fußgänger finden in Baden-Württemberg totes Tier, das schrecklich misshandelt wurde

Eine tote Kornnatter liegt mit einem Knoten im Körper auf einer Straße.
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Fußgänger fanden die tote Schlange mit dem Knoten im Körper auf einer Straße in Müllheim im Kreis Breisgrau-Hochschwarzwald.
  • Valentin Betz
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Fußgänger haben in Müllheim im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald eine grausige Entdeckung gemacht. Sie fanden eine tote Schlange, die vermutlich brutal misshandelt wurde.

  • Fußgänger haben in Müllheim eine tote Schlange entdeckt, deren Körper verknotet wurde.
  • Tierschutzvereine der Region erstatteten daraufhin Anzeige bei der Polizei.
  • Eine pathologische Untersuchung soll klären, ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt.

Müllheim - In Müllheim im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald haben Fußgänger eine tote Schlange auf der Straße entdeckt. Der Körper der Schlange war verknotet - und das wahrscheinlich nicht auf natürliche Weise.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, deute laut der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Markgräflerland, Anja Roth, alles darauf hin, dass die tote Schlange brutal misshandelt wurde und schließlich am dem Knoten im Körper starb.

Tote Schlange in Müllheim: Tierschutzvereine erstatten Anzeige

Tierschutzvereine aus der Region zeigten den Fall bei der Polizei an. Wenn die Schlange tatsächlich dadurch starb, dass sie verknotet wurde, liege laut eines Sprechers der Polizei ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor, so die dpa. Eine pathologische Untersuchung der toten Schlange soll jetzt klären, wie und wann das Tier gestorben ist.

Die Tierschutzorganisation Peta äußerte sich ebenfalls zu der toten Schlange aus Müllheim. Peta zufolge befand sich die rot-orange Kornnatter generell in einem schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustand. „Diese Tat ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern verstößt auch gegen Gesetze. Wir fordern für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen – denn so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden“, sagte Jana Hoger von Peta zur dpa. Die Organisation hat eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die den mutmaßlichen Tierquäler überführen, der für den Knoten in der Schlange verantwortlich ist.

Erst kürzlich fiel die Tierrechtsorganisation mit einer zweifelhaften Aktion auf: Peta verklagte die Fleischfabrik Müller Fleisch im Enzkreis wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Dort hatten sich insgesamt 412 der 1.100 Beschäftigten mit dem Coronavirus infiziert, was vermutlich auf die beengten Wohnverhältnisse der osteuropäischen Leiharbeiter zurückzuführen ist. Zuvor hatte Peta verlangt, die Fabrik zu schließen oder auf die Herstellung pflanzlicher Alternativen zu Fleisch zu wechseln.

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Entsetzen auf Facebook: Nutzer diskutieren über tote Schlange aus Müllheim

Die tote Schlange war bereits am Samstag gefunden worden. Der Tierschutzverein Markgräflerland zeigte auf Facebook ein Bild der verknoteten Kornnatter. Viele Nutzer drückten in den Kommentaren ihre Empörung über die Misshandlung aus. Kornnattern stammen ursprünglich aus Nordamerika. Die Schlagen sind ungiftig und werden bis zu 1,5 Meter lang. Als "Kulturfolger" halten sie sich gerne in der Nähe von Menschen auf und haben ein ruhiges Temperament. Deshalb wurde sie schon früh zu einem beliebten Terrarien-Tier.

Ein Facebook-Nutzer macht deshalb auch eine fehlende Reglementierung beim Kauf solcher Schlangen für die tote Kornnatter in Müllheim verantwortlich. „Es verwundert überhaupt nicht das es Mal wieder eins dieser vermeintlichen ‚Anfängertiere‘ ist. Der Erwerb ist bei diesen viel zu einfach und sie werden viel zu sehr für ein ‚Taschengeld‘ verramscht, was für Menschen solcher Taten die Umsetzung derart vereinfacht das es fast einem Freibrief gleich kommt,“ schreibt der Nutzer unter dem Bild der Schlange.

In Baden-Württemberg gibt es noch ganze fünf Schlangenarten, die in freier Wildbahn vorkommen. Eine davon ist die Ringelnatter, die besonders im Juni und Juli häufiger gesichtet werden. Die Schlangen sind ungefährlich, dennoch fürchten sich viele Menschen, sie könnten giftig sein. Ihre Reaktion auf die Tiere ist häufig fatal.

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