Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Verheerender Brand in Schweinestall: Rund 100 Tiere fallen Flammen zum Opfer

Schweine stehen in einem Gehege und schauen zwischen dem Geländer hervor.
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Fast 100 Schweine sind bei dem Brand ums Leben gekommen.
  • Berkan Cakir
    vonBerkan Cakir
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Bei einem Stallbrand im baden-württembergischen Trochtelfingen sind mehr als 900 Schweine geradeso mit dem Leben davon gekommen. Fast 100 Tiere fielen jedoch den Flammen zum Opfer.

Reutlingen - Bei einem Brand auf einem Schweinemastbetrieb in Trochtelfingen (Landkreis Reutlingen) sind ersten Berichten zufolge wohl fast 100 Schweine verendet. Das Polizeipräsidium in Reutlingen konnte die Zahl der toten Tiere am Freitagnachmittag noch nicht genau beziffern. Es sei aber zu befürchten, dass wohl alle Tiere in dem betroffenen Stall gestorben seien. Das Feuer war auf dem Bauernhof in den frühen Morgenstunden am Freitag ausgebrochen. Ein Lastwagenfahrer hatte es entdeckt und den Notruf verständigt.

Die Feuerwehr war mit 15 Fahrzeugen und rund 100 Kräften vor Ort - und verhinderte Schlimmeres. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich ein Stall bereits in Vollbrand. Wie die Polizei mitteilte, befindet sich direkt neben dem abgebrannten Stall eine noch weitaus größere Mastanlage, in der mehrere hundert Schweine gehalten werden. Die Brandbekämpfer konnten bei ihrem rund zweistündigen Einsatz, der morgens um 3:30 Uhr begann, das Übergreifen der Flammen auf diesen größeren Stall mit fast tausend Tieren verhindern.

Stallbrand in Trochtelfingen: Menschen kamen nicht zu Schaden

Bereits im vergangenen Jahr ereignete sich mehrere Stallbrände in Baden-Württemberg. Bei einem Stallbrand in Ravensburg verendeten rund 50 Tiere. Bei einem Feuer in Schwäbisch Hall starben mehrere Millionen Heuschrecken, die dort als Futtertiere gezüchtet wurden.

Menschen kamen bei dem Vorfall in Trochtelfingen im Kreis Reutlingen nicht zu Schaden. Lediglich eine Person mit Kreislaufschwäche musste vom Rettungsdienst behandelt werden. Mitarbeiter des Veterinäramts, des örtlichen Stromversorgers sowie der Trochtelfinger Bürgermeister Christoph Niesler kamen an den Brandort.

Stallbrand in Trochtelfingen: Die Ursache ist derzeit noch unklar

Der Schaden, der durch den Brand entstand, dürfte nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro betragen. Wie das Feuer zustande kam, ist derzeit jedoch noch unklar. Ein Polizeisprecher sagte, dass man derzeit in alle Richtungen untersuche. Ein Ergebnis würde wohl erst im Laufe der kommenden Woche feststehen.

Der Besitzer des Schweinemastbetriebs in Trochtelfingen hatte Glück: Bei anderen bundesweiten Bränden kam es in letzter Zeit zu noch verheerenderen Schäden. Bei einem Feuer in Kerken am Niederrhein waren Ende Februar rund 900 Tiere ums Leben gekommen. In Alt Tellin, Kreis Vorpommern-Greifswald, ereignete sich rund einen Monat später ein weiterer Brand: Die Anlage in Mecklenburg-Vorpommern wurde mit 10.000 Sauen und 50.000 Ferkeln zu den größten in Deutschland gezählt. Mehrere zehntausend Tiere starben bei dem Vorfall, nur 1500 konnten gerettet werden. Der Schaden belief sich auf mehrere Millionen Euro.

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