VW-Aktionäre klagen

Bosch vor Gericht: Software kam bei Abgas-Manipulation bei VW zum Einsatz

Das Logo von Bosch leuchtet am Abend an der Halbleiterfabrik des Unternehmens.
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Nun steht im Abgasskandal auch Bosch vor Gericht.

Der Dieselskandal hält an: Nun steht der Stuttgarter Autozulieferer Bosch vor Gericht. Dessen Software kam unter anderem bei der Abgas-Manipulation von VW zum Einsatz.

Karlsruhe (dpa) - Im Dieselskandal gibt es auch VW-Aktionäre, die den Autozulieferer Bosch auf Schadenersatz verklagt haben - am Dienstag (10.00 Uhr) verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) zum ersten Mal solche Fälle. Bosch hatte Volkswagen die Motorsteuerungssoftware geliefert, die bei der Manipulation der Abgaswerte zum Einsatz kam.

Die klagenden Anleger hatten Verluste gemacht, als VW-Aktien massiv an Wert verloren. Sie sind der Ansicht, Volkswagen hätte den Kapitalmarkt früher informieren müssen. Bosch werfen sie Beihilfe vor und verlangen Schadenersatz. In allen neun Fällen, mit denen sich nun der BGH befasst, hatten die Stuttgarter Gerichte die Klagen abgewiesen. Dabei ließen sie offen, ob VW ein Kapitalmarktdelikt begangen hat. Bosch war nach ihrer Auffassung aber nicht in einem Maße verstrickt, das den Vorwurf der Beihilfe rechtfertigen würde.

Das letzte Wort haben nun die Karlsruher Richterinnen und Richter. Ob es schon ein Urteil gibt, ist offen. (Az. II ZR 152/20 u.a.)

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