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Boris Palmers Wahlkampfleiter verrät, welche Strategie der Politiker verfolgt

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Boris Palmer (Grüne)
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) stellt sich im Oktober erneut zur Oberbürgermeisterwahl. Sein Wahlkampfleiter verriet nun, wie er die Wahl gewinnen will. © Tom Weller/dpa/Archivbild

«Wie man eine Wahl gewinnt» heißt ein Buch von Lorenz Brockmann, dem Wahlkampfleiter von Boris Palmer. Ob sich Brockmanns Beratung lohnt, wird sich bei der OB-Wahl im Herbst zeigen.

Tübingen (dpa/lsw) - Boris Palmers Wahlkampfleiter Lorenz Brockmann hat verraten, wie man die Stimmen der Wähler bei der Oberbürgermeisterwahl am 23. Oktober gewinnen möchte. «Boris Palmer wird im Wahlkampf überwiegend Tübinger Themen besetzen, denn das interessiert das Tübinger Publikum», sagte Brockmann der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.

Kommentare zu gesellschafts- und parteipolitischen sowie überregionalen Themen soll es auf Facebook und Instagram weniger geben, sagte Brockmann. Palmer sei dabei, an sich und an seiner Kommunikation intensiv zu arbeiten, sagte Brockmann. «Und er lässt sich beraten. Palmer spielt politisch in der Champions-League.»

Brockmann ist Politikberater, Rhetorik-Trainer und Dozent für strategische Kommunikation. Er begleitete in den vergangenen Jahren rund 80 Wahlkämpfe vorwiegend für grüne Kommunalpolitiker in ganz Deutschland.

Der 49 Jahre alte Palmer ist seit 2007 OB in der Universitätsstadt. Zur nächsten Wahl tritt er nicht für die Grünen, sondern als unabhängiger Kandidat an. Hintergrund ist ein Streit um einen Parteiausschluss mit seiner Partei.

Knapp ein Jahr nach dem Beschluss für ein Ordnungsverfahren wegen Tabubrüchen und Rassismusvorwürfen verständigten sich die Südwest-Grünen und der 49-Jährige auf einen Kompromiss. Danach lässt Palmer seine Mitgliedschaft bei den Grünen bis Ende 2023 ruhen. Die Grünen wollen im kommenden Jahr mit ihm Gespräche führen, wie er «zukünftig kontroverse innerparteiliche Meinungen äußern könnte unter Beachtung der Grundsätze und Ordnung der Partei».

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