Dramatische Tierrettung

Hund stürzt in die Tiefe: Dramatische Rettungsaktion in Herrenberg

  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Am Montag sind die Feuerwehr Herrenberg und die Tierrettung Schönbuch zu einer dramatischen Rettungsaktion ausgerückt. Ein Hund stürzte in einen Steinbruch bei Herrenberg (Kreis Böblingen).

Nach Absturz in einen Steinbruch bei Herrenberg: Feuerwehr und Tierrettung retten die verletzte Hündin.
  • Hund stürzt auf dem Schlossberg bei Herrenberg in einen Steinbruch.
  • Die Feuerwehr Herrenberg rückte zu einer dramatischen Rettungsaktion aus.
  • Nach Erkundung der Lage wurde ein Tierarzt und die Tierrettung Schönbuch dazu gerufen.

Herrenberg - Am Montag, den 04. Mai 2020 rückte die Freiwillige Feuerwehr Herrenberg zur Rettung eines verunglückten Hundes aus. Das Tier war auf dem Schlossberg bei Herrenberg (Kreis Böblingen) in einen Steinbruch gestürzt. Zwei Mountainbike-Fahrer rasten mit hoher Geschwindigkeit an der Hündin und ihrer Halterin vorbei. Der Hund erschrak sich und stürzte sechs Meter in den Steinbruch, wie Petra Schukalski, die Leiterin der Tierrettung Schönbuch den Stuttgarter Nachrichten sagte.

Rettungsaktion in Herrenberg: Die Freiwillige Feuerwehr rettet einen abgestürzten Hund

Nach Angaben der Feuerwehr führte ein Passant die Retter zum Absturzort unterhalb des Schlossbergs bei Herrenberg. Viele Spaziergänger zog es bei dem schönen Wetter in die Natur:

Nach einer ersten Lageerkundung beschlossen die Retter von der Feuerwehr Herrenberg, einen Tierarzt und die für den Landkreis Böblingen zuständige Tierrettung Schönbuch zu verständigen.

Hündin stürzt in Steinbruch in Herrenberg: Besitzerin befürchtet das Schlimmste

Petra Schukalski sagte den Stuttgarter Nachrichten, dass der Absturz durch vorbeirasende Radfahrer verursacht wurde. Der zehn Jahre alte Hund hatte Panik bekommen und sich losgerissen. Daraufhin fiel sie einen etwa sechs Meter tiefen Abhang am Steinbruch in Herrenberg hinunter.

Die Besitzerin des Hundes hörte nach Angaben von Petra Schukalski, zunächst ein leises Wimmern, bevor das Tier verstummte. Die Halterin der Hündin befürchtete das Schlimmste. Die Freiwillige Feuerwehr Herrenberg traf als Erstes am Absturzort auf dem Schlossberg in Herrenberg ein.

Herrenberg: Die abgestürzte Hündin konnte gerettet werden

„Am Einsatzort wurde der Hundedame, unter ständiger Anwesenheit der Besitzerin des Hundes, mit einer Bandschlinge vorsichtig die Schnauze fixiert, sodass sie nicht nach uns Schnappen kann, und sie wurde anschließend in die Schleifkorbtrage gelegt. Anschließend konnten wir sie sicher aus dem Steinbruch zum Weg tragen und der Tierrettung übergeben“, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Herrenberg auf ihrer Facebook Seite zur Rettung des Hundes.

Abgestürzte Hundedame in Herrenberg: Keine inneren Verletzungen

Nach der gelungenen Rettung der abgestürzten Hündin in Herrenberg übergab die Feuerwehr Herrenberg das Tier an die Tierrettung Schönbuch. Die Tierrettung transportierte den verletzten Hund und seine Halterin in die Tierklinik Stuttgart nach Plieningen. Die Tierärzte stellten keine inneren Verletzungen und keine gebrochenen Knochen fest.

Die Leiterin der Tierrettung Schönbuch freute sich über diese Nachricht und dankt der Feuerwehr Herrenberg. „Durch die perfekt funktionierende Rettungskette kam die Hündin mit einem Wirbelsäulen-Trauma davon und wird vermutlich keine bleibenden Schäden davontragen“, [...] Unser Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Herrenberg, ohne deren Einsatz die Geschichte wohl kein Happy End gehabt hätte“, sagte sie den Stuttgarter Nachrichten.

Hunde-Rettung in Herrenberg: Halterin muss nicht zahlen

Die Halterin des Hundes muss die Kosten für die Rettung aus dem Steinbruch bei Herrenberg nicht übernehmen. Petra Schukalski erklärte den Stuttgarter Nachrichten: „Weil die Frau vollkommen unverschuldet in die Situation geraten war, haben wir uns dafür entschieden, die Kosten über Spenden zu refinanzieren“.

Fußgänger finden totes Tier: Es wurde vermutlich schrecklich misshandelt

In Müllheim hatte ein Tier weniger Glück, als die Hünding in Herrenberg. Fußgänger fanden dort Ende Mai eine tote Schlange, die einen Knoten im Körper hatte. Lokale Tierschutzvereine erstatteten daraufhin Anzeige. Eine Untersuchung soll nun klären, ob die Schlange tatsächlich durch Fremdeinwirkung starb - dann liegt ein strafbarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor.

Ende Juni sorgten außerdem Hundebesitzer für einen Einsatz der Feuerwehr am Europa-Park in Rust. Die Besitzer ließen ihre Hunde während des Europapark-Besuchs in ihrem überhitztem Auto zurück. Weil die Besitzer nicht auffindbar waren, musste die Feuerwehr eine Seitenscheibe einschlagen, um die erschöpften Terrier zu retten.

Ein Hund in Leonberg bei Stuttgart hatte weniger Glück. Sein Besitzer lies ihn am Sonntag mit offener Heckklappe und ausreichend Wasser in einem Mercedes zurück. Unbekannte schlossen die Heckklappe des fremden Autos. Der wehrlose Hund starb an einem Hitzschlag.

Rubriklistenbild: © André Weiss/Feuerwehr Herrenberg

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