Daimler-Modell

Gefährlicher Brand in Kaufland-Tiefgarage: E-Auto von Mercedes geht in Flammen auf

Ein ausgebranntes Auto in einem mit Wasser gefülltem Container.
+
Beim Brand eines E-Autos muss oft zu außergewöhnlichen Maßnahmen gegriffen werden. Manchmal hilft nur noch die Flutung in einem Container wie in diesem Fall im vergangenen Jahr (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
    schließen

Schwieriger Feuerwehreinsatz in Sindelfingen: In einer Kaufland-Tiefgarage stand ein E-Auto, ein Mercedes-Modell der Daimler AG, in Flammen. 36 Einsatzkräfte waren nötig, um den Brand zu löschen.

Sindelfingen - E-Mobilität ist bei der Daimler AG ein großes Thema: Ab 2030 soll es bei der Daimler-Tochter Mercedes-Benz laut CEO Ola Källenius keine Diesel und Benziner mehr geben. Das erklärte der Konzern bereits im März. Allein bis 2025 will der Autobauer aus der Landeshauptstadt Stuttgart über zehn neue Modelle der elektrischen Baureihe EQ auf den Markt bringen. 

Immer wieder gibt es jedoch Berichte über brennende E-Autos, die große Schwierigkeiten bereiten. So auch vergangenen Freitag in Sindelfingen: In der Tiefgarage der Supermarktkette Kaufland in der Calwer Straße stand am Freitag gegen 13 Uhr ein Mercedes in Flammen. Das Feuer entstand laut Polizei im Fußraum des Wagens. Die Feuerwehr rückte mit 36 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen zum Brandort aus und hatte die Flammen nach gut einer halben Stunde gelöscht. Wie die Böblinger Zeitung berichtet, stellte sich nach Eintreffen der Feuerwehr heraus, dass nicht das Auto oder der Akku des E-Fahrzeugs brannte, sondern die Messgeräte im Fahrzeuginneren. 

E-Auto der Daimler AG brennt in Kaufland-Tiefgarage: Ursache noch unklar

Die Kaufland-Tiefgarage musste für den Einsatz komplett gesperrt werden. Gegen 13.30 Uhr konnten die Kaufland-Kunden schließlich wieder zu ihren Autos zurückkehren. Weder das Gebäude, noch andere Fahrzeuge wurden bei dem Brand in Mitleidenschaft gezogen. Wie groß der Sachschaden am Mercedes ist, steht derzeit noch nicht fest. Auch die genaue Brandursache muss noch ermittelt werden, allerdings handelt es sich vermutlich um einen technischer Defekt. Der ausgebrannte Mercedes wurde nach Ende der Löscharbeiten abgeschleppt.

Vorfälle wie dieser kamen in der Vergangenheit schon öfter vor. Im März wurde zum Beispiel die Feuerwehr Biberach zu einem brennenden E-Auto der Daimler AG nach Oberessendorf im Kreis Biberach gerufen. Ein E-Mercedes hatte an einer Ladestation Feuer gefangen. Während des Ladevorgangs hatte die Batterie des Fahrzeugs begonnen zu rauchen. Das Löschen des brennenden E-Mercedes stellte die Einsatzkräfte hier vor ein Problem.

Daimler-E-Auto steht in Flammen: Brennende Batterien große Herausforderung für Feuerwehren

Häufig müssen sich die Feuerwehren bei brennenden E-Fahrzeugen an die Hersteller wenden und um Anweisungen bitten. Denn elektrisch betriebene Autos brennen anders als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. „In der Batterie kann es zu einer Kettenreaktion von Kurzschlüssen kommen“, schreibt das Auto-Portal mobile.de. Selbst wenn das Feuer gelöscht ist, kann es an anderer Stelle wieder aufflammen. Einmal in Brand gesetzt, erzeugt eine Akkuzelle einen Brand nach dem anderen, so das Portal.

E-Autos werden zudem immer stabiler und sicherer konstruiert. Das schützt zwar die Fahrzeuginsassen, im Falle eines Brandes erschwert die Robustheit jedoch den Feuerwehrleuten die Löscharbeiten. Der brennende Mercedes im Kreis Biberach etwa musste letztendlich auf einen Abrollcontainer verladen und vollständig mit Wasser geflutet werden, um alle Brandherde zu beseitigen. Trotz ihres Brandverhaltens gelten Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern nicht als gefährlicher. Der Automobilclub ADAC bezeichnet das Risiko eines E-Autos als „vergleichsweise gering“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare