Corona-Ausbruch an Kita

Corona-Verdacht bei Kindern bestätigt - mehrere Kitas in Sindelfingen kurz nach Öffnung wieder geschlossen

Kinder spielen in einem Sandkasten, der mit Absperrband eingegrenzt ist.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Mehrere Kitas in Sinfelfingen wurden wegen eines Corona-Ausbruchs wieder geschlossen (Symbolbild).
  • Julian Baumann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich weniger schnell als noch vor ein paar Wochen. Am 29. Juni nahmen auch die Kitas ihren Regelbetrieb wieder auf. An einer Einrichtung in Sindelfingen bestätigte sich ein schlimmer Verdacht, die Kita muss wieder schließen.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich inzwischen langsamer als noch vor ein paar Wochen. Die Gefahr ist jedoch noch nicht vorbei.
  • Die Landesregierung lockerte die Verordnungen immer weiter. Seit dem 29. Juni sind auch Kitas im Land zum Regelbetrieb zurück gekehrt.
  • In einer Kita in Sindelfingen bei Stuttgart bestätigte sich nun ein schlimmer Verdacht. Die Einrichtung muss wegen Corona-Infektionen für einige Zeit schließen.

Sindelfingen - Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu weitreichenden Einschränkungen des täglichen Lebens. Inzwischen verbreitet sich der Erreger Covid-19 deutlich langsamer als noch vor ein paar Wochen. Die Gefahr durch das Virus besteht jedoch noch immer. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warnte vor einem gefährlichen Trend im Umgang mit dem Coronavirus: „Es ist nicht vorbei“. Dass die Krise noch nicht überstanden ist, zeigt auch ein Fall in einer Kindertagesstätte in Sindelfingen südwestlich der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Einrichtung bestätigte zwei positiv getestete Kinder. Nur wenige Tage nach der Rückkehr zum Regelbetrieb muss die Kita deshalb für längere Zeit wieder schließen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Vorsorgliche Schließung einer Kita in Sindelfingen

Durch die langsamere Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg kehrten Kitas und Bildungseinrichtungen am 29. Juni wieder zum Regelbetrieb zurück. Für eine Einrichtung in Sindelfingen war das nicht von Dauer. Aufgrund eines Verdachts testete die Stadt die Kinder in der Kita Spitzholz. Der Verdacht bestätigte sich, zwei der Kinder sind mit dem Coronavirus infiziert, wie die Stadt Sindelfingen am Dienstag in einer Pressemitteilung bestätigte. Um weitere Kinder und die Angestellten vor einer Infektion zu schützen, schloss die Stadt die Kita Spitzholz für weitere 14 Tage.

Im Zuge der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg, leitete das Gesundheitsamt Maßnahmen ein. Die Kontaktpersonen der Kinder werden nun ebenfalls getestet, die Eltern sind bereits informiert. Die beiden aktuellen Infektionsfälle in der Kita Spitzholz machten deutlich, dass das Coronavirus weiterhin allgegenwärtig sei, sagte Sindelfingens Oberbürgermeister Bernd Vöhringer laut der Pressemitteilung der Stadt. „Den erkrankten Personen wünsche ich zügige Genesung und den Kontaktpersonen beste Gesundheit“.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Weitere Kitas im Land ebenfalls von Neuinfektionen betroffen

Die Infektion zweier Kinder mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg in der Kita in Sindelfingen ist kein Einzelfall. Auch weitere Einrichtungen melden Verdachtsfälle. Die Stadt Singelfingen schloss vorsorglich weitere Kitas im Stadtgebiet. Laut der Pressemitteilung besteht auch in den Einrichtungen Karl Hummel und Eschenried ein Verdacht auf eine Corona-Infektion bei den Kindern. Der Krippenbereich der Kita Brunnenwiese und der Ü3-Bereich der Kita Feldbergstraße müssen ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen bleiben. „Auch wenn es für die Eltern und Kinder der betroffenen Einrichtungen erneut einen Einschnitt bedeutet, müssen wir dem Infektionsschutz weiterhin oberste Priorität geben und alle notwendigen Maßnahmen treffen“, sagte OB Vöhringer. „Wir haben uns daher entschlossen, unsere Kitas grundsätzlich bei begründeten Verdachtsfällen vorsorglich zu schließen“.

Ein Kindergarten in Friedrichshafen im Bodenseekreis musste wegen eines Corona-Verdachts für zwei Tage schließen. In der Einrichtung St. Columban meldeten Eltern 40 Kinder an nur einem Tag wegen Fieber krank. Fieber ist ein häufiges Symptom bei einer Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Das Landratsamt Bodenseekreis untersuchte die Erkrankungen und konnte glücklicherweise Entwarnung geben. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur fielen die meisten Tests der Kinder am Kindergarten St. Columban negativ aus. Ein Test steht jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch aus. Am heutigen Donnerstag öffnet der Kindergarten wieder für die beschwerdefreien Kinder.

An Schulen im Land gilt zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg der übliche Mindestabstand. Laut Kultusministerin Susanne Eisenmann soll auch diese Regel an den weiterführenden Einrichtungen bald entfallen. Baden-Württemberg schafft den Mindestabstand nach den Sommerferien ab, der Unterricht soll trotz Corona wieder mit mehr Präsenz möglich sein. Grundvoraussetzung für diesen Plan ist jedoch, dass es zu keiner zweiten Infektionswelle kommt.

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