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Bodenseekreis: Bis zu 430 Menschen könnten von möglichem Impfbetrug betroffen sein

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Eine Frau bekommt eine Impfung mit dem Comirnaty-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer verabreicht.
Hunderte Patienten in einer Arztpraxis im Bodenseekreis haben womöglich einen unwirksamen Stoff gespritzt bekommen. © Wolfgang Kumm/dpa

In einer Arztpraxis im Bodenseekreis könnte mit einer womöglich unwirksamen Substanz gegen Corona geimpft worden sein. Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt.

Friedrichshafen (dpa/lsw) - Von einem möglichen Impfbetrug in einer Arztpraxis im Bodenseekreis könnten bis zu 430 Menschen betroffen sein. Das Gesundheitsamt habe so viele Empfänger angeschrieben, die sich in der Praxis gegen Corona hatten impfen lassen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes in Friedrichshafen am Donnerstag. Die Betroffenen sollten Antikörpertests machen, um ihren Impfstatus zu klären. Zunächst hatte der Südwestrundfunk (SWR) über die Zahl der Empfänger des Schreibens berichtet.

Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt, weil in der Arztpraxis mit einer womöglich unwirksamen Substanz gegen Corona geimpft worden sein könnte. Ein vorläufiges Berufsverbot sei gegen den oder die Betreiber der Praxis bislang aber nicht verhängt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz. «Das setzt dringende Gründe voraus, zu erwarten, dass auch gerichtlich ein solches Berufsverbot verhängt würde. Da sind die Ermittlungen noch zu frisch.»

Die Behörden waren auf den Fall aufmerksam geworden, nachdem bei drei Patienten trotz Erst- und Zweitimpfung keine Antikörper gegen das Virus nachgewiesen werden konnten und es keine nachvollziehbaren medizinischen Gründe dafür gegeben habe. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssen sich der oder die Betreiber der Praxis mindestens wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, hieß es.

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