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Ärger in Baden-Württemberg: Impfungen mit Biontech für viele derzeit nicht möglich

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Von: Valentin Betz

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Dosen von Comirnaty, dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer, werden zur Verabreichung vorbereitet. (Symbolbild)
Unter 30-Jährigen wird gegen das Coronavirus der Impfstoff von Biontech empfohlen. Doch in Baden-Württemberg mangelt es derzeit an Vorräten. © Christoph Hardt/imago

Die Impfung ist das wirksamste Mittel, um das Coronavirus in Baden-Württemberg zu stoppen. Aktuell wird hierzulande aber das Präparat von Biontech knapp.

Stuttgart - Nach wie vor ist das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht besiegt, geschweige denn unter Kontrolle gebracht. Damit dieses Ziel erreicht wird, gilt die Impfung noch immer als wirksamstes Mittel. Allerdings kämpft diese selbst nach Monaten der Corona-Pandemie in der Bevölkerung noch um Akzeptanz. Experten zeigten sich unlängst über die niedrige Impfquote rund um Stuttgart besorgt.

Allerdings scheint es jetzt selbst Probleme mit der Impfung derer zu geben, die diese grundsätzlich befürworten. Wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) schreibt, berichten erste Landkreise in Baden-Württemberg über knapp werdenden Impfstoff von Biontech. Der ist gerade für unter 30-Jährige wichtig, weil er in dieser Altersgruppe hauptsächlich verimpft wird.

Impfstoffmangel in Baden-Württemberg: Probleme mit Lieferungen von Biontech

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für unter 30-Jährige inzwischen nur noch den Impfstoff von Biontech. Laut StZ berichten aber schon vier Impfzentren im Ortenaukreis von Lieferschwierigkeiten. Nur zehn Prozent der eigentlich bestellten Menge sei Anfang der Woche dort angekommen. Die Leiterin der Impfzentren warnte bereits, dass in der Folge Impfwillige unter 30 Jahren abgewiesen werden könnten.

Der Mangel an Biontech wurde der StZ zudem vom Hausärzteverband und dem Sozialministerium in Stuttgart bestätigt. Biontech sei aber „unbedingt für die Impfungen von unter 30-Jährigen notwendig“, bestätigte das Ministerium. Deshalb stünde eine erneute Deckelung des Präparats im Raum. Niedergelassene Ärzte sollten dann nur noch 30 Impfdosen, Impfstützpunkte 170 Dosen bekommen. „Solche Mengen werden die Impfkampagne spürbar einbremsen“, warnte das Ministerium aber auch.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land mit Impfkampagne zufrieden

Wirkliche Sorgen in Bezug auf die Impfkampagne macht sich zumindest der Hausärzteverband wegen des Mangels an Biontech gegenüber der StZ nicht. Die Impfung der über 50-Jährigen mit Moderna sei für die Bekämpfung des Coronavirus in Baden-Württemberg entscheidender. „In der Altersgruppe sind es die Ungeimpften, die den Großteil der Intensivpatienten stellen“, heißt es.

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) zeigt sich indes zufrieden mit der Impfkampagne, die am 18. November startete. Bis Jahresende sollen laut einer Bilanz vom Mittwoch in Baden-Württemberg 4,7 Millionen Impfdosen verabreicht worden sein - im Durchschnitt fast 107. 000 am Tag. „Die gemeinsame Kraftanstrengung hat sich gelohnt“, so Lucha zur StZ.

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