Coronavirus in Baden-Württemberg

Novavax: Ab wann es den neuen Impfstoff in Baden-Württemberg gibt

Eine junge Frau erhält als Test-Impfling bei einem Probelauf des Hamburger Corona-Impfzentrums eine fingierte Impfung.
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Novavax wird im kommenden Jahr auch in Baden-Württemberg verimpft.
  • Carolin Freytag
    VonCarolin Freytag
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Baden-Württemberg will im Kampf gegen das Coronavirus die Impfquote weiter steigern. Der neue Impfstoff Novavax soll dabei helfen.

Stuttgart/Berlin - Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg bekommt auch die Landesregierung bald eine weitere Waffe: Am Montag, 20. Dezember, hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA den neuartigen Impfstoff Novavax zugelassen. Das Vakzin kann damit auch bald im Südwesten verimpft werden.

Nach Astrazeneca, Johnsen & Johnsen, Moderna und Biontech ist damit ein fünfter Impfstoff verfügbar, von dem sich die Politik erhofft, dass er auch bisher impfskeptische Menschen überzeugt. Der Grund: Novavax ist weder ein MRNA-Impfstoff noch ein Vektorimpfstoff. Er enthält laut der dpa winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins des Coronavirus bestehen.

Novavax in Baden-Württemberg: Ab wann ist die Impfung möglich?

Nun ist die lang erwartete Zulassung da. Viele warten jetzt darauf, dass sie an den neuen Impfstoff kommen. Und das könnte schon bald so weit sein. Die EU-Kommission hat laut der Deutschen Presseagentur bereits im August einen Vertrag über insgesamt bis zu 200 Millionen Dosen abgeschlossen. Darin enthalten ist eine Option auf 100 Millionen Dosen für die Jahre 2022 und 2023.

Die ersten bestellten Novavax-Dosen sollen in den ersten Monaten 2022 in den Mitgliedstaaten eintreffen - also auch in Deutschland und damit dann in Baden-Württemberg. Ab dann können sich voraussichtlich auch im Südwesten Menschen mit Novavax impfen lassen. Für die ersten drei Monate des kommenden Jahres haben die EU-Staaten rund 27 Millionen Dosen bestellt.

Novavax: So funktioniert die Impfung

Wie auch bisher bei den Impfstoffen von Biontech oder Moderna werden bei Novavax zwei Impfungen verabreicht im Abstand von drei Wochen. Danach ist laut dem Hersteller eine Wirksamkeit von 90 Prozent gegen das Coronavirus gegeben. Dies gilt allerdings zunächst nur für die bisher vorherrschenden Corona-Varianten. Die Wirksamkeit des Impfstoffes gegenüber der neuen Omikron-Variante muss erst noch untersucht werden.

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